Mein Tapas-Rezeptheft ist direkt während eines Aufenthalts in Spanien entstanden. Ich habe es vor Ort zusammengestellt und auch die Gerichte dort fotografiert. Eines der einfachsten Rezepte daraus sind Pimientos de Padrón.
Die kleinen grünen Paprikaschoten werden in Olivenöl gebraten, bis ihre Haut Blasen wirft und sich an einigen Stellen dunkel verfärbt. Danach kommt nur noch grobes Meersalz darüber. Mehr braucht es für diese spanischen Tapas nicht.
Was sind Pimientos de Padrón?
Pimientos de Padrón sind kleine grüne Paprikaschoten aus Galicien im Nordwesten Spaniens. Ihren Namen verdanken sie der Gemeinde Padrón. Genauer betrachtet liegt ihr Ursprung in Herbón, einer Ortschaft, die zu Padrón gehört.
Franziskanermönche sollen die Samen im 17. Jahrhundert aus Mittelamerika nach Galicien gebracht haben. Die geschützte Ursprungsbezeichnung lautet heute «Pemento de Herbón». Nur Paprikaschoten aus dem festgelegten Anbaugebiet, welche die entsprechenden Vorgaben erfüllen, dürfen diesen Namen tragen. Weitere Informationen dazu findest du beim spanischen Landwirtschaftsministerium.
Bei uns werden kleine grüne Paprikaschoten dieser Art meist allgemein als Pimientos de Padrón verkauft.
Manche sind scharf, andere nicht
Zu den Pimientos de Padrón gehört ein kleines Überraschungsmoment. Die meisten schmecken mild, einzelne können jedoch ziemlich scharf sein. In Galicien kennt man deshalb den Spruch:
«Os pementos de Padrón, uns pican e outros non.»
Das bedeutet sinngemäss: Einige Pimientos de Padrón sind scharf, andere nicht. Welchen man erwischt, zeigt sich meist erst beim Essen.
Pimientos de Padrón richtig braten
Für die Zubereitung braucht es lediglich Pimientos de Padrón, Olivenöl und grobes Meersalz. Wichtig ist, die gewaschenen Paprikaschoten sorgfältig trocken zu tupfen. So spritzt das heisse Öl beim Braten weniger.
Die Pimientos werden bei mittlerer bis hoher Hitze gebraten und dabei regelmässig gewendet. Sie sind fertig, sobald die Haut Blasen wirft, sich stellenweise dunkel verfärbt und die Schoten weich, aber noch leicht bissfest sind.
Das grobe Meersalz kommt erst nach dem Braten darüber. Serviert werden die Pimientos am besten sofort und noch warm.
Wie isst man Pimientos de Padrón?
Pimientos de Padrón werden am Stiel gehalten und direkt gegessen. Der Stiel selbst bleibt üblicherweise übrig.
Sie passen als warme Tapa zu Brot, Oliven, Manchego, Tortilla Española oder weiteren kleinen Gerichten. Dazu schmeckt auch eine schnelle Aioli mit Milch.
Einfaches Rezept für gebratene Pimientos de Padrón mit Olivenöl und grobem Meersalz.
Vorbereitungszeit5 MinutenMin.
Zubereitungszeit7 MinutenMin.
Gesamtzeit12 MinutenMin.
Servings: 2Portionen
Zutaten
200gPimientos de Padrón
2EL Olivenöl
grobes Meersalz
Anleitungen
Die Pimientos de Padrón gründlich waschen und sorgfältig trocken tupfen.
Das Olivenöl in einer Bratpfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen.
Die Pimientos hineingeben und unter gelegentlichem Wenden etwa 5 bis 7 Minuten braten. Die Haut soll Blasen werfen und sich an einigen Stellen dunkel verfärben. Die Pimientos sollten weich, aber noch leicht bissfest sein.
Die Pimientos aus der Pfanne nehmen, mit grobem Meersalz bestreuen und sofort servieren.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/08/pimientos-de-padron-rezept.jpg16002400Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-10-28 08:00:002026-08-19 14:16:11Pimientos de Padrón: einfache spanische Tapas
Food Waste beschäftigt mich schon seit vielen Jahren, sowohl bei uns zu Hause als auch in meinen Kochkursen. Dabei geht es für mich nicht darum, immer alles perfekt zu machen. Auch bei guter Planung kann einmal etwas vergessen gehen oder schneller verderben als erwartet.
Entscheidend ist, dass wir bewusst mit unseren Lebensmitteln umgehen und versuchen, möglichst viel davon zu verwenden. Oft können bereits kleine Veränderungen beim Einkaufen, Lagern und Kochen etwas bewirken.
Warum Food Waste ein Problem ist
Lebensmittel wegzuwerfen belastet die Umwelt, das Klima und unser Portemonnaie. Für ihre Herstellung werden Wasser, Boden, Energie und Arbeitskraft benötigt. Werden sie nicht gegessen, wurden auch diese Ressourcen vergeblich eingesetzt.
Laut dem Bundesamt für Umwelt entstehen aufgrund des Lebensmittelkonsums in der Schweiz jedes Jahr rund 2,8 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelverluste. Diese fallen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an, von der Landwirtschaft über die Verarbeitung und den Handel bis zu Gastronomie und privaten Haushalten.
Das entspricht ungefähr 310 Kilogramm vermeidbaren Lebensmittelverlusten pro Person und Jahr. Diese Zahl bezeichnet allerdings nicht nur das, was wir zu Hause wegwerfen, sondern die Verluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Allein in den Schweizer Haushalten werden jährlich rund eine Million Tonnen Lebensmittel entsorgt, die noch geniessbar gewesen wären. Eine vom BAFU veröffentlichte Studie zu den Lebensmittelverlusten in der Schweiz geht für private Haushalte von einem finanziellen Verlust von mehr als 600 Franken pro Person und Jahr aus.
Häufig betroffen sind Brot und Backwaren, Früchte, Gemüse sowie fertig zubereitete Mahlzeiten. Vieles davon könnte rechtzeitig gegessen, eingefroren oder kreativ weiterverarbeitet werden.
Als Food Waste gelten Lebensmittel, die für den menschlichen Konsum produziert wurden, aber nicht gegessen werden.
Dazu gehören beispielsweise:
Brot, das trocken geworden ist
überreife Früchte
gekochte Mahlzeiten, die nicht mehr gegessen werden
Gemüse mit Druckstellen oder kleinen Schönheitsfehlern
Lebensmittel, die falsch gelagert oder im Kühlschrank vergessen wurden
Davon unterschieden werden unvermeidbare Reste wie Knochen, Eierschalen oder bereits verwendeter Kaffeesatz. Sie waren nicht für den Verzehr bestimmt und zählen deshalb nicht zum Food Waste im engeren Sinn.
Die Grenzen sind allerdings nicht immer eindeutig. Broccolistiele, Rüeblischalen oder Radieschenblätter werden häufig als Rüstabfall betrachtet, obwohl sie durchaus gegessen und verarbeitet werden können.
Wie entsteht Food Waste im Haushalt?
Lebensmittelabfälle entstehen im Alltag aus ganz unterschiedlichen Gründen:
Wir kaufen mehr ein, als wir tatsächlich benötigen.
Spontankäufe passen nicht zu den geplanten Mahlzeiten.
Lebensmittel werden falsch gelagert oder im Kühlschrank übersehen.
Wir kochen zu grosse Portionen.
Reste werden nicht rechtzeitig gegessen oder eingefroren.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird mit dem Verbrauchsdatum verwechselt.
Früchte und Gemüse werden wegen Druckstellen oder ungewöhnlicher Formen aussortiert.
Unsere Pläne ändern sich und bereits eingekaufte Lebensmittel werden nicht mehr gebraucht.
Nicht alle diese Situationen lassen sich vollständig vermeiden. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können wir die Lebensmittelverluste jedoch reduzieren.
Fünf Grundprinzipien gegen Food Waste
Für den Alltag helfen mir fünf einfache Grundprinzipien:
Planen
Vor dem Einkauf überlegen, welche Mahlzeiten in den nächsten Tagen geplant sind und welche Lebensmittel bereits vorhanden sind.
Lagern
Lebensmittel so aufbewahren, dass sie möglichst lange frisch bleiben. Ältere Produkte werden gut sichtbar nach vorne gestellt.
Verwerten
Reste nicht nur aufwärmen, sondern zu neuen Gerichten weiterverarbeiten. Trockenes Brot wird beispielsweise zu Brot-Chips, überreife Bananen zu Bananenmuffins und gekochte Teigwaren sowie weitere Reste verschwinden in einem Teigwaren-Auflauf. Auch die Restlos-glücklich-Quiche aus Gemüseresten zeigt, wie aus gekochtem Gemüse, Kartoffeln und Käseresten eine neue Mahlzeit entstehen kann.
Haltbar machen
Lebensmittel rechtzeitig einfrieren, einmachen oder anderweitig konservieren. Am besten geschieht das, solange sie noch frisch und appetitlich sind.
Teilen
Überschüssige Lebensmittel können an Familie, Freunde oder Nachbarn weitergegeben werden. Je nach Wohnort gibt es zudem Foodsharing-Angebote und öffentliche Kühlschränke.
Food Waste vermeiden ohne Perfektionismus
Food Waste zu vermeiden, bedeutet nicht, dass nie wieder etwas weggeworfen werden darf. Das wäre im Alltag kaum realistisch. Manchmal verändert sich die Planung, ein Lebensmittel verdirbt unerwartet oder eine Portion fällt doch grösser aus als gedacht.
Wichtig ist, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Jeder kleine Schritt zählt. Wer bewusster plant, Lebensmittel richtig lagert und Reste kreativ nutzt, kann bereits viel bewirken. Für die Umwelt, für das eigene Budget und für eine grössere Wertschätzung unserer Lebensmittel.
Dieser Beitrag bildet den Auftakt zu einer kleinen Reihe rund um Food Waste. In den nächsten Beiträgen geht es darum, wie sich Lebensmittel richtig einkaufen und lagern lassen und welche Gerichte aus typischen Resten entstehen können.
Eigentlich bereite ich viel zu selten Pilze zu. Das liegt unter anderem daran, dass es in unserer Familie eine Person gibt, die Pilze gar nicht mag. Dadurch sind sie bei uns bisher eher selten auf den Tisch gekommen.
Eine Ausnahme sind Champignons. Die verwende ich hin und wieder für Saucen, Tapas oder Burger. Andere Pilzsorten habe ich bisher allerdings nur selten zubereitet, obwohl ich beispielsweise Steinpilze sehr gerne mag.
Das möchte ich nun ein wenig ändern. Deshalb habe ich mir das Kochbuch «Pilzküche» von Martin Kintrup mit Fotografien von Merle Weidemann genauer angeschaut. Ich war gespannt, welche Pilzsorten darin vorgestellt werden, welche Rezepte mich besonders ansprechen und ob mich das Buch dazu bringt, in Zukunft häufiger mit Pilzen zu kochen.
Von Champignons bis zu Limonenpilzen
Im Buch werden so ziemlich alle Pilze verwendet oder zumindest vorgestellt, die man auch bei uns kaufen kann. Dazu gehören bekannte Sorten wie Champignons, Steinpilze, Morcheln und Trüffel. Daneben finden sich aromatische asiatische Pilze wie Shiitake und besondere Sorten wie Limonenpilze.
Diese Vielfalt finde ich spannend, weil sie dazu anregt, auch einmal Pilze auszuprobieren, die bisher noch nicht auf dem eigenen Speiseplan standen. Rund 60 Rezepte zeigen, wie unterschiedlich Pilze in der Küche eingesetzt werden können. Dabei stehen die Pilze nicht nur als Beilage auf dem Tisch, sondern spielen in den Gerichten die Hauptrolle.
Mehr als eine Sammlung von Pilzrezepten
Das Buch beginnt mit einem ausführlichen Erklärteil über die Welt der Pilze. Darin geht es unter anderem um die Fragen, was Pilze eigentlich sind, wo man welche Sorten kaufen kann und worauf bei ihrer Verwendung in der Küche geachtet werden sollte.
Auch zwischen den Rezepten gibt es immer wieder zusätzliche Tipps, Fun Facts und Detailinformationen zu den einzelnen Pilzsorten. So erfährt man beispielsweise, wie Shiitake verarbeitet und richtig gelagert werden. Diese kleinen Wissensblöcke finde ich spannend und hilfreich, weil sie das Buch zu mehr als einer reinen Rezeptsammlung machen. Vor allem für alle, die noch nicht viel Erfahrung mit Pilzen haben, bietet der Einstieg hilfreiches Grundwissen. Das Buch eignet sich damit gut, um sich Schritt für Schritt in das Thema einzuarbeiten.
Übersichtliche Rezepte und ausführliche Anleitungen
Die Aufteilung des Buches gefällt mir recht gut. Die einzelnen Themen und Rezepte sind übersichtlich angeordnet und lassen sich schnell erfassen. Persönlich sind mir in der Gestaltung etwas zu viele unterschiedliche Schriftgrössen verwendet worden. Dadurch wirken manche Seiten für mich ein wenig unruhig. Das ist allerdings eine persönliche Geschmackssache.
Die Schrift selbst ist angenehm zu lesen. Auch die Zutatenlisten sind klar dargestellt und die Anleitungen ausführlich beschrieben. Dadurch wirken die Rezepte gut nachvollziehbar, auch wenn man bisher noch nicht häufig mit Pilzen gekocht hat. Bei einigen Rezepten gibt es ausserdem zusätzliche Tipps zur Zubereitung. Zusammen mit den Informationen zu den verschiedenen Pilzsorten entsteht so eine gute Mischung aus Kochbuch und praktischem Grundlagenwissen.
Für wen eignet sich «Pilzküche»?
Das Buch eignet sich aus meiner Sicht besonders für Menschen, die:
bisher nur wenig mit Pilzen gekocht haben
unterschiedliche Pilzsorten kennenlernen möchten
Informationen zur Verarbeitung und Lagerung suchen
sich neben Rezepten auch für Hintergrundwissen interessieren
mehr Abwechslung in ihre Pilzküche bringen möchten
Pilze nicht nur als Beilage servieren möchten
Aber auch wer bereits gerne Pilze zubereitet, dürfte durch die grosse Auswahl an Pilzsorten und Rezepten noch neue Ideen finden.
Mein Fazit
«Pilzküche» verbindet eine abwechslungsreiche Rezeptsammlung mit vielen nützlichen Informationen rund um Pilze. Besonders gut gefällt mir, dass auch weniger alltägliche Sorten vorgestellt werden und man neben den Rezepten immer wieder Tipps, Fun Facts und praktisches Küchenwissen findet. Die Zutatenlisten sind übersichtlich und die Anleitungen ausführlich erklärt. Für mich ist es ein gutes Anfängerbuch, um mich intensiver mit Pilzen zu beschäftigen und neue Sorten kennenzulernen. Es hat auf jeden Fall meine Neugier geweckt und mich darin bestärkt, in Zukunft öfter Pilze zuzubereiten.
Infos zum Buch
Pilzküche
Autor: Martin Kintrup Fotografie: Merle Weidemann Verlag: Landwirtschaftsverlag, LV.Buch Erscheinungsdatum: 24. August 2026 Umfang: 160 Seiten ISBN: 978-3-7843-5820-8
Disclaimer: Dieses Buch wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dieser Blogbeitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Der Verlag hat keinen Einfluss auf den Inhalt genommen und ich wurde für den Beitrag nicht bezahlt.
Food Waste muss nicht sein. Wir alle können etwas dazu beitragen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Ein Anliegen, das mich schon lange begleitet und das ich zu Hause aktiv umzusetzen versuche. Es ist nicht immer ganz einfach, nichts wegzuwerfen. Manchmal passiert es einfach, dass ein Lebensmittel schlecht wird. Falsche Lagerung ist dabei nur ein Beispiel. Was aber zählt, ist jedes Lebensmittel, das gerettet werden kann.
Damit Reste nicht nach Resten schmecken, gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten. Manche davon erkennen wir nicht einmal als Restegerichte. Ein gutes Beispiel dafür sind geschwellte Kartoffeln. Sie werden zu Rösti, Bratkartoffeln oder Tortilla und verschwinden auch in dieser Quiche.
Für die Quiche verwende ich Filoteig. So wird sie leichter, als wenn wir Blätterteig oder Kuchenteig verwenden. Falls noch eine Rolle Blätterteig im Kühlschrank liegt, kann aber auch diese verwendet werden.
Die Restlos-glücklich-Quiche lässt sich immer wieder anders zubereiten. Geeignet sind beispielsweise gekochte Kartoffeln, Broccoli, Blumenkohl, Rüebli, Zucchetti oder andere bereits gegarte Gemüsereste. Verschiedene Sorten können dabei problemlos miteinander kombiniert werden.
Auch beim Käse darf verwendet werden, was noch im Kühlschrank liegt. Hartkäse wird gerieben, weicher Käse kann in kleine Stücke geschnitten werden. So entsteht je nach vorhandenen Resten jedes Mal eine etwas andere Quiche.
Sehr feuchtes Gemüse sollte vor der Verwendung gut abtropfen. Grössere Stücke werden am besten etwas kleiner geschnitten, damit sich die Füllung gleichmässig verteilen lässt.
Filoteig oder Blätterteig
Mit Filoteig wird die Quiche besonders knusprig und etwas leichter. Die einzelnen Blätter werden versetzt in die Form gelegt und dazwischen mit wenig Milch bestrichen.
Mit Blätterteig gelingt das Rezept ebenfalls. In diesem Fall wird der Teig direkt in die Form gelegt. Das Schichten und Bestreichen der einzelnen Teigblätter entfällt.
Eine kleine Quiche aus Filoteig, gekochtem Gemüse und Käseresten.
Zutaten
2Eier
1/2kleine Zwiebelfein gehackt
40gKäseWeich- oder Hartkäse
200ggekochtes Gemüsez.B. Kartoffeln, Brokkoli, …
1/3Packung Filoteig oder 1 Rolle Blätterteig
30mlMilch
Anleitungen
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Eine Springform ca. 18 cm Durchmesser mit Olivenöl einfetten
Die Filoblätter schichtweise in die Springform legen, dabei die Blätter immer etwas versetzt anordnen, dabei zwischen jede Schicht etwas Milch streichen. (Wenn Blätterteig verwendet wird, können diese Schritte weggelassen werden.)
Die Zwiebel fein schneiden und in die Schüssel geben. Den Käse (etwas für die Oberseite zurückbehalten), Eier und das Gemüse in die Schüssel geben. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und vermengen.
Die Mischung vorsichtig in die vorbereitete Teigform geben, gleichmässig verteilen und den restlichen Käse darüber streuen.
Für 35 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und die Füllung fest geworden ist.
Notizen
Auch Poulet-, Fleisch- oder Wurst-Reste können unter die Füllung gemischt werden.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/10/Restlos-gluecklich-Pie.jpg13332000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-10-21 08:00:002026-08-17 07:57:08Restlos-glücklich-Quiche aus Gemüseresten
Bei Schweizer Rezepten mag ich besonders, dass viele mit wenigen Zutaten auskommen und eng mit ihrer Herkunftsregion verbunden sind. Ribel gehört genau in diese Kategorie. Für das traditionelle Gericht braucht es lediglich Ribelmais, Milchwasser, Salz, Öl und Butter – und etwas Geduld.
Die Maismasse muss vor dem Braten mindestens drei Stunden quellen. Danach wird sie in der Pfanne immer wieder gerührt und zerkleinert, bis die typischen goldbraunen Ribel entstehen. Das Ergebnis schmeckt angenehm nach Mais und leicht nussig.
Was ist Ribelmais?
Rheintaler Ribelmais AOP ist eine traditionelle Maissorte aus dem Rheintal. Er wird zwischen dem Bodensee und Zizers sowie im Fürstentum Liechtenstein angebaut und verarbeitet. Seit dem 17. Jahrhundert ist Mais als Lebensmittel in dieser Region dokumentiert. Im feuchtwarmen Klima des Rheintals gedieh er besser als viele andere Getreidearten und wurde deshalb zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel.
Beim Mahlen entstehen Maisgriess, Maisdunst und Maismehl. Anders als bei vielen anderen Maisprodukten wird das ganze Korn zusammen mit dem Keimling verarbeitet. Der gemahlene Ribelmais besitzt eine weiss-beige Farbe und einen leicht süsslichen, nussigen Geschmack.
Mit Ribelmais ist genau genommen der Mais beziehungsweise das daraus gewonnene Mahlprodukt gemeint. Das fertig zubereitete Gericht wird Ribel, Rheintaler Ribel oder Türggenribel genannt.
Seinen Namen verdankt der Ribel der Zubereitungsart. Die Maismasse wird während des Bratens immer wieder gerührt, zerkleinert und «geribelt», bis einzelne goldbraune Krümel entstehen.
Die Maismasse ausreichend quellen lassen
Die lange Quellzeit ist für die Zubereitung wichtig. Der Ribelmais wird zunächst mit heissem Milchwasser vermischt und muss danach mindestens drei Stunden zugedeckt ruhen. Die Masse lässt sich deshalb gut am Vormittag oder bereits am Vorabend vorbereiten.
Beim Braten braucht es ebenfalls etwas Geduld. Die Maismasse wird regelmässig umgerührt und dabei mit der Kelle zerkleinert. Die Butter kommt nach und nach dazu. So entstehen mit der Zeit die charakteristischen goldbraunen Ribel.
Wozu passt Ribel?
Ribel kann süss oder herzhaft serviert werden. Traditionell wird er beispielsweise mit Milchkaffee, Zucker, Apfelmus oder Zwetschgenkompott gegessen. Er kann aber auch eine herzhafte Mahlzeit begleiten.
Wir haben den Ribel mit Apfelmus serviert. Die fruchtige Süsse passt wunderbar zum leicht nussigen Geschmack des gerösteten Maises. Ein einfaches Rezept für selbst gemachtes Apfelmus findest du in meinem Rezept für Gehacktes und Hörnli.
Weitere traditionelle Schweizer Gerichte findest du in meiner Sammlung Swiss Food Discovery.
Traditionelles Schweizer Rezept aus dem Rheintal mit Ribelmais, Milchwasser und Butter.
Vorbereitungszeit25 MinutenMin.
Quellzeit3 StundenStd.
Gesamtzeit3 StundenStd.25 MinutenMin.
Servings: 4Portionen
Calories: 310kcal
Zutaten
300mlMilchwasser50/50
250gRibelmais
1/2ELSalz
1ELÖl
20gButter
Anleitungen
Milchwasser mit Salz aufkochen lassen. Den Ribelmais einrühren, bis eine dicke Masse entsteht. Den Herd ausschalten und den Ribelmais für mind. 3 Stunden quellen lassen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Ribelmais zugedeckt für 15 – 20 min braten. Dabei umrühren. Die Butter portionsweise zugeben und braten, bis goldbraune Ribel entstehen.
Notizen
Die Maismasse kann bereits am Vorabend vorbereitet werden.
Beim Braten regelmässig umrühren, damit der Ribel gleichmässig bräunt.
Die Pfanne sollte ausreichend gross sein, damit sich die Masse gut zerkleinern lässt.
Dazu passen unter anderem Apfelmus, Zwetschgenkompott oder etwas Zucker.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/10/ribelmais-mit-apfelmus-schweizer-rezept.jpg16002400Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-10-14 08:00:002026-08-19 13:01:36Ribelmais: traditionelles Schweizer Rezept aus dem Rheintal
Manchmal genügt bereits ein Blick auf das Cover oder ein paar Rezepttitel, damit ein Buch meine Neugier weckt. So ging es mir mit «Schwarzwälder Tapas 3» von Verena Scheidel und Manuel Wassmer. Die Idee, traditionelle Gerichte aus der badischen und schwäbischen Küche als kleine Häppchen neu zu interpretieren, fand ich auf Anhieb charmant.
Dass ich die ersten Bücher der Reihe verpasst hatte, wusste ich zunächst gar nicht. Tatsächlich ist «Schwarzwälder Tapas 3» bereits der fünfte Band der Kochbuchserie. Darin warten mehr als 130 neue Heimathäppchen darauf, entdeckt zu werden.
Heimatküche im Tapasformat
Die Grundidee des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Vertraute Gerichte werden neu gedacht und in ein handliches Tapasformat gebracht. Dabei bleiben die Rezepte in der regionalen Küche verwurzelt, wirken durch ihre ungewöhnliche Form aber frisch und überraschend.
Besonders interessant finde ich den pikanten Bienenstich, die Dampfnudeln und die Käsespätzle-Nuggets. Es sind Gerichte oder Geschmacksrichtungen, die ich grundsätzlich mag, hier aber in einer Form präsentiert werden, die ich so nicht erwartet hätte.
Gerade die fantasievollen Rezeptnamen machen neugierig und sorgen beim Durchblättern immer wieder für Überraschungen. Das Buch zeigt, dass traditionelle Heimatküche keineswegs langweilig sein muss.
Bodenständig gestaltet
Die Gestaltung des Buches würde ich als bodenständig bezeichnen. Die zahlreichen Foodfotos zeigen anschaulich, wie die fertigen Gerichte aussehen und angerichtet werden können. Die Rezepte sind übersichtlich aufgebaut und gut lesbar.
Wer moderne Kochbücher mit sehr reduziertem Layout und aufwendig inszenierter Foodfotografie bevorzugt, wird die Aufmachung vielleicht weniger ansprechend finden. Für mich stehen bei diesem Buch jedoch ohnehin die kreativen Rezeptideen stärker im Vordergrund als die Gestaltung.
Wie aufwendig sind die Rezepte?
Die meisten Rezepte wirken beim Lesen gut umsetzbar. Viele der kleinen Gerichte lassen sich ohne aussergewöhnliche Kochkenntnisse zubereiten.
Einige Rezepte sind allerdings etwas komplizierter oder benötigen mehrere Zubereitungsschritte. Gerade bei einem Tapasbuffet sollte man deshalb genügend Zeit für die Vorbereitung einplanen. Dafür lassen sich verschiedene einfachere und aufwendigere Häppchen miteinander kombinieren.
Die Zutaten sind grösstenteils auch in der Schweiz erhältlich. Bei einzelnen regionalen Spezialitäten muss möglicherweise nach einer Alternative gesucht oder etwas improvisiert werden.
Vertrautes und Neues aus der Heimatküche
Zwischen der süddeutschen und der schweizer Küche gibt es einige Gemeinsamkeiten. Käsespätzle kennen wir beispielsweise als Chäschnöpfli, und auch Wurst-Käse-Salat ist bei uns kein unbekanntes Gericht.
Daneben enthält das Buch aber viele Spezialitäten und regionale Kombinationen, die man in der Schweiz weniger kennt. Genau diese Mischung aus Vertrautem und Neuem macht das Durchblättern für mich spannend.
Wer meinen Blog schon länger liest, weiss zudem, dass ich ein Faible für Tapas, Apérogebäck und Fingerfood habe. Kleine Gerichte eignen sich wunderbar für einen gemütlichen Abend, ein Buffet oder das Zusammensitzen mit Gästen. Das Konzept der Schwarzwälder Tapas passt deshalb sehr gut zu mir.
Das Buch eignet sich aus meiner Sicht besonders für:
Fans von Tapas, Apéro und Fingerfood
Menschen mit einem Bezug zum Schwarzwald
Gastgeberinnen und Gastgeber, die ein besonderes Buffet zusammenstellen möchten
alle, die regionale Klassiker gerne in einer ungewöhnlichen Form entdecken
Kochbegeisterte, die Freude an kreativen Rezeptideen und Wortspielen haben
Wer ausschliesslich schnelle Alltagsrezepte sucht, sollte wissen, dass einige Häppchen etwas mehr Zeit und mehrere Zubereitungsschritte benötigen.
Mein Fazit
«Schwarzwälder Tapas 3» zeigt auf kreative und humorvolle Weise, wie sich traditionelle badische und schwäbische Gerichte neu interpretieren lassen. Die bodenständige Gestaltung rückt dabei vor allem die Rezepte und deren ungewöhnliche Ideen in den Mittelpunkt.
Besonders gut gefällt mir die Verbindung aus vertrauten Geschmacksrichtungen und überraschenden Formen. Käsespätzle-Nuggets, ein pikanter Bienenstich oder andere kleine Heimathäppchen machen neugierig und zeigen, dass regionale Küche vielseitig und modern sein kann.
Empfehlen würde ich das Buch vor allem Fans von Tapas und Fingerfood, Menschen mit Bezug zum Schwarzwald sowie allen, die traditionelle Gerichte gerne einmal anders servieren möchten.
Infos zum Buch
Schwarzwälder Tapas 3
Autorin und Autor: Verena Scheidel und Manuel Wassmer Verlag: cook & shoot Erscheinungsdatum: 1. November 2025 Umfang: 248 Seiten Ausstattung: Gebundene Ausgabe ISBN: 978-3-9818961-4-5
Disclaimer: Dieses Buch wurde mir von der Agentur Buch Contact kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Die Agentur, der Verlag sowie die Autorin und der Autor hatten keinen Einfluss auf den Inhalt und ich wurde für die Buchbesprechung nicht bezahlt.
Focaccia gehört zu den Gebäcken, die mit wenigen Zutaten auskommen und sich trotzdem immer wieder anders zubereiten lassen. Mehl, Wasser, Salz, Hefe und Olivenöl bilden bei vielen Varianten die Grundlage. Je nach Region und Rezept kommen Kräuter, Oliven, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln oder Käse dazu.
Auch auf meinem Blog ist die Focaccia im Laufe der Jahre in ganz unterschiedlichen Formen aufgetaucht: klassisch mit Rosmarin, gefüllt mit Frischkäse und Rohschinken, als Experiment mit Hefewasser und sogar als schweizerische Variante mit Polenta, Käse und Cervelat.
Doch was unterscheidet Focaccia eigentlich von Pizza? Und weshalb ist nicht jede Focaccia dick, weich und luftig?
Was ist Focaccia?
Focaccia ist ein italienisches Fladenbrot, das meist auf einem Blech oder in einer Backform gebacken wird. Besonders bekannt ist die ligurische Focaccia. Sie wird grosszügig mit Olivenöl zubereitet und besitzt die typischen Vertiefungen auf der Oberfläche.
Diese Mulden werden vor dem Backen mit den Fingern in den Teig gedrückt. Darin können sich Olivenöl, Salz und – abhängig vom Rezept – eine Mischung aus Wasser und Öl sammeln. Dadurch erhält die Focaccia ihre aromatische Oberfläche.
Im Inneren ist sie meist weich, während Boden und Oberfläche je nach Backweise leicht knusprig werden.
Der Begriff Focaccia bezeichnet allerdings nicht nur ein einzelnes Gebäck. In Italien gibt es zahlreiche regionale Varianten, die sich bei Teig, Dicke und Belag deutlich voneinander unterscheiden.
Focaccia genovese: der ligurische Klassiker
Die Focaccia genovese stammt aus Genua und gehört zu den bekanntesten Spezialitäten Liguriens. In der Region wird sie auch Fugassa genannt.
Typisch sind reichlich Olivenöl und die tiefen Vertiefungen auf der Oberfläche. Je nach Variante kommen grobes Salz, Zwiebeln, Kartoffeln oder Oliven dazu.
Die klassische Focaccia genovese wird nicht wie eine Pizza mit einer dicken Schicht aus Sauce und Käse belegt. Das Olivenöl, das Salz und der Teig stehen im Mittelpunkt.
In Ligurien wird Focaccia nicht nur als Beilage oder zum Apéro gegessen. Sie gehört dort auch zum Frühstück und wird teilweise sogar zusammen mit einem Cappuccino serviert.
Focaccia di Recco: dünner Teig mit Käsefüllung
Die Focaccia di Recco zeigt besonders deutlich, wie unterschiedlich Focaccia sein kann. Sie ist weder dick noch luftig und wird ohne Hefe hergestellt.
Für die geschützte Focaccia di Recco col formaggio IGP werden zwei sehr dünne Teigschichten aus Weizenmehl, Wasser, Salz und Olivenöl verwendet. Dazwischen kommt frischer, weicher Käse. Beim Backen schmilzt die Füllung, während die dünne Oberfläche goldbraun und stellenweise knusprig wird.
Die Bezeichnung ist geografisch geschützt. Die zertifizierte Focaccia di Recco col formaggio IGP darf nur im festgelegten Gebiet rund um Recco, Camogli, Sori und Avegno hergestellt werden. Die Spezialität erhielt 2015 den europäischen IGP-Schutz; die Produktionsregeln wurden 2024 aktualisiert.
Eine zu Hause gebackene Focaccia nach dieser Art kann natürlich ebenfalls fein sein. Ausserhalb des geschützten Gebiets darf sie jedoch nicht als zertifizierte Focaccia di Recco IGP bezeichnet werden.
Focaccia und Pizza: Was ist der Unterschied?
Pizza und Focaccia bestehen häufig aus ähnlichen Grundzutaten. Die Grenzen können je nach regionaler Variante fliessend wirken. Trotzdem gibt es einige typische Unterschiede.
Merkmal
Focaccia
Pizza
Form
häufig rechteckig, teilweise rund
meist rund, teilweise rechteckig
Teig
meist dicker und weicher
abhängig von der Pizzaart dünn oder luftig
Olivenöl
oft wichtiger Bestandteil von Teig und Oberfläche
meist sparsamer verwendet
Oberfläche
typische, mit den Fingern eingedrückte Mulden
meist glatter Teig mit ausgeprägtem oder flachem Rand
Belag
häufig schlicht oder in den Teig gedrückt
meist Sauce, Käse und weitere Zutaten
Verwendung
Beilage, Apéro, Zwischenmahlzeit oder Hauptgericht
meist eigenständige Mahlzeit
Die Tabelle dient als Orientierung. Eine Focaccia di Recco passt beispielsweise kaum in diese allgemeine Beschreibung, weil sie aus zwei sehr dünnen Teigschichten besteht. Auch bei Pizza gibt es von der dünnen Pizza tonda romana bis zur höheren Pizza in teglia sehr unterschiedliche Formen.
Focaccia-Teige enthalten häufig relativ viel Wasser. Dadurch kann der Teig weich und klebrig wirken. Das bedeutet nicht automatisch, dass mehr Mehl nötig ist.
Wird zu viel zusätzliches Mehl eingearbeitet, kann die Focaccia später kompakter und trockener werden. Ein weicher Teig lässt sich oft leichter mit geölten oder angefeuchteten Händen bearbeiten.
Wie viel Wasser ein Teig aufnehmen kann, hängt allerdings vom verwendeten Mehl und vom jeweiligen Rezept ab. Die Flüssigkeitsmenge sollte deshalb nicht ohne weitere Anpassungen verändert werden.
Dem Teig genügend Zeit geben
Die Ruhezeit beeinflusst die Struktur und das Aroma der Focaccia. Während der Gare entstehen die Luftblasen, die später für ein weiches und lockeres Inneres sorgen.
Nach der Teigruhe sollte der Teig möglichst sanft behandelt werden. Starkes Kneten oder kräftiges Zusammendrücken würde einen Teil der entstandenen Luft wieder entfernen.
Das Blech gut ölen
Olivenöl gehört bei vielen Focaccia-Varianten nicht nur auf die Oberfläche, sondern auch auf das Blech. Es verhindert, dass der weiche Teig festklebt, und hilft dabei, dass der Boden beim Backen Farbe und eine leicht knusprige Konsistenz erhält.
Wie viel Öl benötigt wird, hängt von der Grösse des Blechs und vom Rezept ab. Die Focaccia sollte nicht im Öl schwimmen, das Blech muss aber gleichmässig bedeckt sein.
Die Vertiefungen mit den Fingern eindrücken
Die typischen Mulden werden erst nach der letzten Teigruhe mit den Fingerspitzen eingedrückt. Dabei wird der Teig nicht vollständig bis auf das Blech durchgestossen.
Bei sehr luftigem Teig ist etwas Zurückhaltung wichtig. Wird die gesamte Oberfläche kräftig zusammengedrückt, können zu viele Luftblasen verloren gehen.
Anschliessend kommen je nach Rezept Olivenöl, Salz, Kräuter oder weitere Zutaten auf den Teig.
Welche Zutaten passen auf Focaccia?
Eine Focaccia braucht keinen aufwendigen Belag. Olivenöl, Salz und Rosmarin reichen bereits für eine klassische und aromatische Variante.
Daneben passen beispielsweise:
Oliven
Zwiebeln
kleine Tomaten
Kartoffelscheiben
Knoblauch
verschiedene Kräuter
saisonales Gemüse
Käse
Wie bei der Pizza sollte auch eine Focaccia nicht unnötig überladen werden. Zu viel feuchter Belag kann verhindern, dass der Teig gleichmässig durchbäckt.
Tomaten und anderes wasserreiches Gemüse sollten deshalb mit etwas Abstand auf dem Teig verteilt werden. Feste Zutaten können vorsichtig in die Oberfläche gedrückt werden, damit sie beim Backen nicht herunterfallen.
Focaccia als Beilage, Apéro oder Mahlzeit
Focaccia lässt sich sehr vielseitig servieren. In Stücke geschnitten passt sie zu einem Apéro, zu Salat, Suppe oder Grilliertem. Sie kann aber auch aufgeschnitten und gefüllt werden.
Auf meinem Blog findest du bereits verschiedene Möglichkeiten:
Die Rezepte zeigen auch, wie flexibel der Grundgedanke der Focaccia ist. Neben einer eher klassischen Variante mit Rosmarin gibt es gefüllte, belegte und regional angehauchte Interpretationen.
Focaccia am besten frisch geniessen
Frisch gebacken und noch leicht warm schmeckt Focaccia besonders gut. Ist etwas übrig, kann sie später kurz aufgebacken werden. Dadurch wird die Oberfläche wieder etwas knuspriger und der Teig weicher.
Focaccia Svizzera
Der Abschluss unserer italienischen Teigreise
Focaccia zeigt besonders schön, wie aus wenigen Zutaten ganz unterschiedliche Gebäcke entstehen können. Die Focaccia genovese ist weich, aromatisch und von Olivenöl geprägt. Die Focaccia di Recco besteht dagegen aus hauchdünnem Teig und einer weichen Käsefüllung.
Damit endet auch meine kleine Serie über Pizza, Pinsa und Focaccia. Obwohl alle auf einfachen Teigen beruhen, unterscheiden sie sich deutlich in Form, Konsistenz und Backweise.
Wer die ganze Serie lesen möchte, findet hier die weiteren Beiträge:
Was ist Pinsa? Herkunft, Teig und Unterschied zur Pizza
Quellen und weiterführende Informationen
Associazione Verace Pizza Napoletana International Regulations – Vera Pizza Napoletana Informationen zu den Merkmalen, zur Herstellung und zur traditionellen Backweise der neapolitanischen Pizza. Abgerufen am 29. Juli 2026.
UNESCO Intangible Cultural Heritage Art of Neapolitan ‘Pizzaiuolo’ Informationen zur Aufnahme der Kunst des neapolitanischen Pizzaiuolo in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2017. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Turismo Roma La pizza Informationen zur römischen Pizza tonda, zur knusprigen Scrocchiarella sowie zu Pizza al taglio und weiteren römischen Pizzaformen. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Turismo Roma La Pinsa Romana Informationen zur modernen Entwicklung der Pinsa Romana, zu ihrer ovalen Form, zur Mehlmischung und zur Abgrenzung von der häufig erzählten antiken Ursprungsgeschichte. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Di Marco – Herstellerinformation Die Geschichte der Pinsa Romana Herstellerangaben zur Entwicklung der modernen Pinsa durch Corrado Di Marco und zu den Merkmalen der ursprünglichen Mehlmischung. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Italia.it 11 typische Produkte aus Ligurien Informationen zur Focaccia genovese, zu ihren typischen Vertiefungen und Belägen sowie zur Focaccia di Recco. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Joyn / ProSieben Galileo – Pizza weltweit 3.0 Galileo-Folge vom 26. Januar 2020, in der die Pinsa einem breiten Publikum vorgestellt wurde. Abgerufen am 29. Juli 2026.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Focaccia-mit-Uebernachgare-scaled.jpg14412560Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-10-02 08:00:002026-08-30 11:42:03Focaccia: Herkunft, Varianten und Tipps für den Teig
Für meine Kurse rund um Apérogebäck und Fingerfood bin ich immer wieder auf der Suche nach einfachen, aber wirkungsvollen Ideen. Diese runden Blätterteigkissen mit Ziegenkäse und Honig sind schnell vorbereitet, sehen hübsch aus und schmecken himmlisch.
Ich liebe die Kombination von Ziegenkäse und Honig. Die würzige, leicht säuerliche Note des Käses passt wunderbar zur Süsse des Honigs. Besonders gut funktioniert das Gebäck mit Bûche de Chèvre. Du kannst dafür aber auch deinen liebsten Geissen- beziehungsweise Ziegenkäse verwenden.
Blätterteigkissen mit Ziegenkäse
Blätterteigkissen für Apéro und Picknick
Am besten schmecken die Blätterteigkissen meiner Meinung nach mit selbst gemachtem Blätterteig. Wenn die Zeit drängt funktionieren sie aber auch wunderbar mit Butterblätterteig vom Bäcker oder aus dem Grossverteiler.
Durch das Falten des Blätterteigs entstehen beim Ausstechen doppellagige Kreise. So gehen die Blätterteigkissen beim Backen schön auf. Sie müssen vor dem Backen nicht mit Ei bestrichen werden.
Blätterteigkissen mit Ziegenkäse
Die Blätterteigkissen schmecken frisch aus dem Ofen und noch warm am besten. Sie können aber auch kalt gegessen und beispielsweise zu einem Picknick mitgenommen werden. Auf einem Fingerfood-Buffet lassen sie sich gut mit anderen kleinen Häppchen kombinieren. Wenn ich sie nicht als Teil eines Buffets serviere, passt ein grüner Salat wunderbar dazu.
Einfaches Apérogebäck aus Blätterteig mit Bûche de Chèvre und Honig.
Servings: 9Stücke
Calories: 185kcal
Zutaten
1rechteckig ausgewallter Blätterteig
1Bûche de Chèvre
1ELHonig
Anleitungen
Blätterteig falten und Kreise ausstechen. So entstehen doppellagige Kreise, die beim Backen besser aufgehen. Die Kreise auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Mitte des Bodens mit einer Gabel einstechen.
Je eine Scheibe Bûche de Chèvre direkt auflegen.
Den Honig kannst du ebenfalls vor dem Backen darübergeben. Er karamellisiert dann leicht.
Bei etwa 200 °C Umluft oder 210 °C Ober-/Unterhitze ungefähr 15 bis 18 Minuten backen.
Herausnehmen, sobald der Blätterteig goldbraun und gut aufgegangen ist.
Für einen schöneren Glanz nur wenig Honig mitbacken und nach dem Backen nochmals einen dünnen Faden frischen Honig darübergeben.
Notizen
Ergibt: ca. 9 Stück, je nach Grösse des Ausstechers
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Ziegenkaesekissen.jpg13332000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-30 08:00:002026-08-07 16:28:17Blätterteig-Ziegenkäse-Kissen mit Honig
Die veganen Pilzweggen habe ich im letzten Herbst für meinen Kurs «Vegane Küche» entwickelt und ausgiebig getestet. In diesem Herbst stehen im Kurs wieder neue herbstliche Gerichte auf dem Programm und bald werde ich dafür mit dem Testen beginnen. Die Pilzweggen bleiben aber auf jeden Fall zu Hause in meinem Repertoire, denn sie sind einfach in der Zubereitung und sind köstlich.
Die würzige Füllung besteht aus braunen Champignons, Lauch und Knoblauch. Tomatenpüree, scharfer Senf und Sojasauce sorgen für zusätzlichen Geschmack.
Pilzweggen
Veganes Herbstgebäck für verschiedene Gelegenheiten
Die Pilzweggen passen wunderbar auf ein Apéro- oder Fingerfood-Buffet. Sie lassen sich auch gut zu einem Picknick mitnehmen oder unterwegs essen. Mir schmecken sie allerdings direkt aus dem Ofen am besten. Zusammen mit einem feinen grünen Salat ergeben sie ein unkompliziertes herbstliches Abendessen.
Damit die Füllung nicht zu feucht wird, werden Lauch und Champignons nacheinander angebraten. Anschliessend sollte die Pilzmischung etwas abkühlen, bevor sie auf dem Blätterteig verteilt wird. Der Teig wird aufgerollt und in Stücke geschnitten. So entstehen ohne grossen Aufwand 16 vegane Pilzweggen.
Herbstliches Blätterteiggebäck mit Champignons und Lauch für Apéro, Picknick oder ein unkompliziertes Abendessen.
Servings: 16Stück
Calories: 98kcal
Zutaten
1rechteckig ausgewallter veganer Blätterteig
500gbraune Champignons
1EL Olivenöl
1Lauchca. 200 g, in feine Streifen geschnitten
1Knoblauchzehe
½EL scharfer Senf
1EL Tomatenpüree
1EL Sojasauce
Pflanzendrink zum Bestreichen
Anleitungen
Die Champignons sehr fein hacken.
Den Lauch im Olivenöl während 10 Minuten dünsten. Herausnehmen und die Champignons während 5 Minuten anbraten.
Knoblauch, Lauch, Senf, Tomatenpüree und Sojasauce dazugeben und alles weitere 2 Minuten braten. Die Füllung anschliessend abkühlen lassen.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Den Blätterteig flach auslegen. Die Füllung als Strang auf dem Teig verteilen und den Teig aufrollen. Die Rolle gut andrücken und in 16 Stücke schneiden.
Die Pilzweggen mit Pflanzendrink bestreichen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Für etwa 25 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist.
Vegane Pilzweggen
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Pilzweggen.jpg13332000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-29 08:00:002026-08-07 16:27:00Vegane Pilzweggen mit Champignons und Lauch
Werbung / Buchvorstellung – Girl Dinner von Georgia Freedman
Als ich «Girl Dinner» von Georgia Freedman zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich neugierig. Das farbenfrohe Cover fällt sofort auf, mit dem Titel konnte ich zunächst allerdings nicht viel anfangen. Erst als ich erfahren habe, dass «Girl Dinner» auf einem TikTok-Trend basiert, ergab er für mich mehr Sinn.
Gemeint sind unkomplizierte Mahlzeiten, die aus verschiedenen kleinen Gerichten, Snacks und Zutaten zusammengestellt werden. Statt eines klassischen Abendessens gibt es beispielsweise Brot, Käse, Gemüse, Dips oder Antipasti. Georgia Freedman greift diese Idee auf und zeigt, wie daraus mit wenig Aufwand eine Mahlzeit entstehen kann.
Im englischen Original trägt das Buch den etwas neutraleren Titel «Snacking Dinners». Die Autorin betont im Interview mit dem Callwey Verlag, dass sich die Idee nicht nur an Frauen richtet. Vielmehr geht es darum, die Erwartungen an das Abendessen etwas zu lockern und sich selbst mit einer unkomplizierten Mahlzeit etwas Gutes zu tun.
Beispielbild aus „Girl Dinner“ von Georgia Freedman – Callwey Verlag
Unkompliziert kochen und sich selbst etwas Gutes tun
Die Grundidee des Buches gefällt mir. Nicht jedes Abendessen muss aufwendig sein und nicht immer braucht es ein klassisches Menü. Besonders wenn man nur für sich selbst kocht, darf auf den Teller kommen, worauf man gerade Lust hat.
Auch bei uns zu Hause gibt es solche Mahlzeiten. Besonders im Sommer stellen wir Rohschinken, spanischen Käse, Burrata, Oliven, Brot und Butter auf den Tisch. Manchmal nimmt sich auch einfach jeder aus dem Kühlschrank, worauf er Lust hat. Solche ungezwungenen Abendessen können sehr gemütlich sein.
Ich finde es zudem schön, dass das Buch dazu ermutigt, auch eine einfache Mahlzeit für sich selbst bewusst anzurichten und zu geniessen. Einfach zu essen muss nicht bedeuten, sich keine Mühe zu geben oder gedankenlos irgendwelche Reste zu essen.
Rezeptbuch oder Inspirationssammlung?
Für mich persönlich ist «Girl Dinner» dennoch weniger ein klassisches Kochbuch als eine Sammlung von Ideen und Kombinationen. Einige Vorschläge enthalten richtige Zubereitungsschritte, bei anderen steht vor allem das Zusammenstellen verschiedener Zutaten im Mittelpunkt.
Ideen wie gebackener Feta oder Burrata mit Früchten, Pesto und Crostini finde ich durchaus ansprechend. Solche einfachen Gerichte könnte ich mir auch auf meinem Blog vorstellen. Es gibt viele Menschen, die gezielt nach unkomplizierten Rezepten und neuen Kombinationen für den Alltag suchen.
Für mich selbst wirken jedoch viele der Vorschläge recht selbstverständlich. Wenn ich Brot, Käse, Gemüse, Aufstriche oder Antipasti zu einer Mahlzeit zusammenstelle, brauche ich dafür normalerweise kein Rezept. Auch kulinarisch habe ich im Buch wenig entdeckt, das für mich wirklich neu war.
Genau darin liegt vermutlich sowohl die Stärke als auch die Schwäche des Buches: Wer sich beim Zusammenstellen einfacher Mahlzeiten Inspiration wünscht, findet viele konkrete Anregungen. Wer bereits viel kocht und solche Kombinationen intuitiv zusammenstellt, erhält möglicherweise weniger neue Impulse.
Aus diesem Buch habe ich bewusst kein Rezept ausprobiert. Keiner der Vorschläge hat mich so angesprochen, dass ich ihn unbedingt nachkochen wollte. Das bedeutet nicht, dass die Rezepte nicht funktionieren oder nicht schmecken. Sie entsprechen einfach nicht dem, was ich persönlich in einem Kochbuch suche. Einen Rezepttest nur für die Buchbesprechung zu erzwingen, hätte sich für mich nicht ehrlich angefühlt.
Das auffällige und farbenfrohe Cover passt gut zum Social-Media-Trend hinter dem Buch. Die Fotografien im Inneren sind ebenfalls bunt und zeigen die verschiedenen Gerichte und Snackplatten anschaulich.
Beispielbild aus „Girl Dinner“ von Georgia Freedman – Callwey Verlag
Für wen eignet sich «Girl Dinner»?
Das Buch eignet sich aus meiner Sicht besonders für alle jene, die:
einfache Ideen für das Abendessen suchen
nicht lange in der Küche stehen möchten
gerne Snackplatten und kleine Gerichte zusammenstellen
sich beim Kombinieren verschiedener Zutaten Inspiration wünschen
auch für sich allein eine schöne Mahlzeit zubereiten möchten
Wer dagegen bereits viel und intuitiv kocht, neue Kochtechniken kennenlernen oder anspruchsvollere Rezepte ausprobieren möchte, wird vom Buch vermutlich weniger angesprochen.
Mein Fazit
«Girl Dinner» vermittelt eine sympathische Botschaft: Ein gutes Abendessen muss weder kompliziert noch aufwendig sein. Man darf essen, worauf man Lust hat, und auch eine einfache Mahlzeit kann zu einem bewussten Genussmoment werden.
Diese Idee gefällt mir, und ich kann gut verstehen, weshalb das Buch viele Menschen anspricht. Für mich persönlich bietet es jedoch zu wenig Neues. Viele Kombinationen sind für mich selbstverständlich und ich brauche dafür keine ausführliche Anleitung.
Empfehlen würde ich es allen, die unkomplizierte Ideen und Inspiration für entspannte Mahlzeiten suchen und sich gerne von farbenfrohen Snackplatten anregen lassen.
Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Callwey Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dieser Blogbeitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Der Verlag hat keinen Einfluss auf den Inhalt genommen und ich wurde für den Beitrag nicht bezahlt. Die verwendeten Bilder wurden mir vom Callwey Verlag für diese Buchbesprechung zur Verfügung gestellt. Bildnachweis: Leela Cyd.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/08/GeorgiaFreedman_Burrata-Fruit-Pesto_22.jpg20001445Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-24 08:00:002026-08-10 14:50:06Buchbesprechung: Girl Dinner von Georgia Freedman
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