Die veganen Pilzweggen habe ich im letzten Herbst für meinen Kurs «Vegane Küche» entwickelt und ausgiebig getestet. In diesem Herbst stehen im Kurs wieder neue herbstliche Gerichte auf dem Programm und bald werde ich dafür mit dem Testen beginnen. Die Pilzweggen bleiben aber auf jeden Fall zu Hause in meinem Repertoire, denn sie sind einfach in der Zubereitung und sind köstlich.
Die würzige Füllung besteht aus braunen Champignons, Lauch und Knoblauch. Tomatenpüree, scharfer Senf und Sojasauce sorgen für zusätzlichen Geschmack.
Pilzweggen
Veganes Herbstgebäck für verschiedene Gelegenheiten
Die Pilzweggen passen wunderbar auf ein Apéro- oder Fingerfood-Buffet. Sie lassen sich auch gut zu einem Picknick mitnehmen oder unterwegs essen. Mir schmecken sie allerdings direkt aus dem Ofen am besten. Zusammen mit einem feinen grünen Salat ergeben sie ein unkompliziertes herbstliches Abendessen.
Damit die Füllung nicht zu feucht wird, werden Lauch und Champignons nacheinander angebraten. Anschliessend sollte die Pilzmischung etwas abkühlen, bevor sie auf dem Blätterteig verteilt wird. Der Teig wird aufgerollt und in Stücke geschnitten. So entstehen ohne grossen Aufwand 16 vegane Pilzweggen.
Herbstliches Blätterteiggebäck mit Champignons und Lauch für Apéro, Picknick oder ein unkompliziertes Abendessen.
Servings: 16Stück
Calories: 98kcal
Zutaten
1rechteckig ausgewallter veganer Blätterteig
500gbraune Champignons
1EL Olivenöl
1Lauchca. 200 g, in feine Streifen geschnitten
1Knoblauchzehe
½EL scharfer Senf
1EL Tomatenpüree
1EL Sojasauce
Pflanzendrink zum Bestreichen
Anleitungen
Die Champignons sehr fein hacken.
Den Lauch im Olivenöl während 10 Minuten dünsten. Herausnehmen und die Champignons während 5 Minuten anbraten.
Knoblauch, Lauch, Senf, Tomatenpüree und Sojasauce dazugeben und alles weitere 2 Minuten braten. Die Füllung anschliessend abkühlen lassen.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Den Blätterteig flach auslegen. Die Füllung als Strang auf dem Teig verteilen und den Teig aufrollen. Die Rolle gut andrücken und in 16 Stücke schneiden.
Die Pilzweggen mit Pflanzendrink bestreichen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Für etwa 25 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist.
Vegane Pilzweggen
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Pilzweggen.jpg13332000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-29 08:00:002026-08-07 16:27:00Vegane Pilzweggen mit Champignons und Lauch
Werbung / Buchvorstellung – Girl Dinner von Georgia Freedman
Als ich «Girl Dinner» von Georgia Freedman zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich neugierig. Das farbenfrohe Cover fällt sofort auf, mit dem Titel konnte ich zunächst allerdings nicht viel anfangen. Erst als ich erfahren habe, dass «Girl Dinner» auf einem TikTok-Trend basiert, ergab er für mich mehr Sinn.
Gemeint sind unkomplizierte Mahlzeiten, die aus verschiedenen kleinen Gerichten, Snacks und Zutaten zusammengestellt werden. Statt eines klassischen Abendessens gibt es beispielsweise Brot, Käse, Gemüse, Dips oder Antipasti. Georgia Freedman greift diese Idee auf und zeigt, wie daraus mit wenig Aufwand eine Mahlzeit entstehen kann.
Im englischen Original trägt das Buch den etwas neutraleren Titel «Snacking Dinners». Die Autorin betont im Interview mit dem Callwey Verlag, dass sich die Idee nicht nur an Frauen richtet. Vielmehr geht es darum, die Erwartungen an das Abendessen etwas zu lockern und sich selbst mit einer unkomplizierten Mahlzeit etwas Gutes zu tun.
Beispielbild aus „Girl Dinner“ von Georgia Freedman – Callwey Verlag
Unkompliziert kochen und sich selbst etwas Gutes tun
Die Grundidee des Buches gefällt mir. Nicht jedes Abendessen muss aufwendig sein und nicht immer braucht es ein klassisches Menü. Besonders wenn man nur für sich selbst kocht, darf auf den Teller kommen, worauf man gerade Lust hat.
Auch bei uns zu Hause gibt es solche Mahlzeiten. Besonders im Sommer stellen wir Rohschinken, spanischen Käse, Burrata, Oliven, Brot und Butter auf den Tisch. Manchmal nimmt sich auch einfach jeder aus dem Kühlschrank, worauf er Lust hat. Solche ungezwungenen Abendessen können sehr gemütlich sein.
Ich finde es zudem schön, dass das Buch dazu ermutigt, auch eine einfache Mahlzeit für sich selbst bewusst anzurichten und zu geniessen. Einfach zu essen muss nicht bedeuten, sich keine Mühe zu geben oder gedankenlos irgendwelche Reste zu essen.
Rezeptbuch oder Inspirationssammlung?
Für mich persönlich ist «Girl Dinner» dennoch weniger ein klassisches Kochbuch als eine Sammlung von Ideen und Kombinationen. Einige Vorschläge enthalten richtige Zubereitungsschritte, bei anderen steht vor allem das Zusammenstellen verschiedener Zutaten im Mittelpunkt.
Ideen wie gebackener Feta oder Burrata mit Früchten, Pesto und Crostini finde ich durchaus ansprechend. Solche einfachen Gerichte könnte ich mir auch auf meinem Blog vorstellen. Es gibt viele Menschen, die gezielt nach unkomplizierten Rezepten und neuen Kombinationen für den Alltag suchen.
Für mich selbst wirken jedoch viele der Vorschläge recht selbstverständlich. Wenn ich Brot, Käse, Gemüse, Aufstriche oder Antipasti zu einer Mahlzeit zusammenstelle, brauche ich dafür normalerweise kein Rezept. Auch kulinarisch habe ich im Buch wenig entdeckt, das für mich wirklich neu war.
Genau darin liegt vermutlich sowohl die Stärke als auch die Schwäche des Buches: Wer sich beim Zusammenstellen einfacher Mahlzeiten Inspiration wünscht, findet viele konkrete Anregungen. Wer bereits viel kocht und solche Kombinationen intuitiv zusammenstellt, erhält möglicherweise weniger neue Impulse.
Aus diesem Buch habe ich bewusst kein Rezept ausprobiert. Keiner der Vorschläge hat mich so angesprochen, dass ich ihn unbedingt nachkochen wollte. Das bedeutet nicht, dass die Rezepte nicht funktionieren oder nicht schmecken. Sie entsprechen einfach nicht dem, was ich persönlich in einem Kochbuch suche. Einen Rezepttest nur für die Buchbesprechung zu erzwingen, hätte sich für mich nicht ehrlich angefühlt.
Das auffällige und farbenfrohe Cover passt gut zum Social-Media-Trend hinter dem Buch. Die Fotografien im Inneren sind ebenfalls bunt und zeigen die verschiedenen Gerichte und Snackplatten anschaulich.
Beispielbild aus „Girl Dinner“ von Georgia Freedman – Callwey Verlag
Für wen eignet sich «Girl Dinner»?
Das Buch eignet sich aus meiner Sicht besonders für alle jene, die:
einfache Ideen für das Abendessen suchen
nicht lange in der Küche stehen möchten
gerne Snackplatten und kleine Gerichte zusammenstellen
sich beim Kombinieren verschiedener Zutaten Inspiration wünschen
auch für sich allein eine schöne Mahlzeit zubereiten möchten
Wer dagegen bereits viel und intuitiv kocht, neue Kochtechniken kennenlernen oder anspruchsvollere Rezepte ausprobieren möchte, wird vom Buch vermutlich weniger angesprochen.
Mein Fazit
«Girl Dinner» vermittelt eine sympathische Botschaft: Ein gutes Abendessen muss weder kompliziert noch aufwendig sein. Man darf essen, worauf man Lust hat, und auch eine einfache Mahlzeit kann zu einem bewussten Genussmoment werden.
Diese Idee gefällt mir, und ich kann gut verstehen, weshalb das Buch viele Menschen anspricht. Für mich persönlich bietet es jedoch zu wenig Neues. Viele Kombinationen sind für mich selbstverständlich und ich brauche dafür keine ausführliche Anleitung.
Empfehlen würde ich es allen, die unkomplizierte Ideen und Inspiration für entspannte Mahlzeiten suchen und sich gerne von farbenfrohen Snackplatten anregen lassen.
Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Callwey Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dieser Blogbeitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Der Verlag hat keinen Einfluss auf den Inhalt genommen und ich wurde für den Beitrag nicht bezahlt. Die verwendeten Bilder wurden mir vom Callwey Verlag für diese Buchbesprechung zur Verfügung gestellt. Bildnachweis: Leela Cyd.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/08/GeorgiaFreedman_Burrata-Fruit-Pesto_22.jpg20001445Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-24 08:00:002026-08-10 14:50:06Buchbesprechung: Girl Dinner von Georgia Freedman
Eine frisch gebackene Focaccia braucht nicht viele Zutaten: Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Olivenöl reichen bereits für einen aromatischen und wunderbar luftigen Teig. Bei dieser Variante darf der Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen. Das sorgt nicht nur für mehr Aroma, sondern macht die Zubereitung auch gut planbar.
Der Teig wird am Vorabend vorbereitet und kommt nach einer ersten Ruhephase für 18 bis 24 Stunden in den Kühlschrank. Am nächsten Tag muss er nur noch auf das gut geölte Blech gegeben werden, darf sich dort entspannen und wird anschliessend mit Olivenöl, grobem Meersalz und Rosmarin gebacken.
Weshalb eine Übernachtgare?
Bei der Übernachtgare ruht der Teig über längere Zeit bei kühler Temperatur. Dafür wird nur wenig Hefe benötigt. Während der langsamen Teigreifung kann sich das Aroma entwickeln, ohne dass der Teig zu schnell aufgeht.
Für die Planung im Alltag ist diese Methode besonders praktisch: Der grösste Teil der Arbeit wird bereits am Vortag erledigt. Am nächsten Tag braucht der Teig zwar noch genügend Zeit, um sich auf dem Blech zu entspannen und wieder etwas wärmer zu werden, das eigentliche Vorbereiten geht dann aber schnell.
Wichtig ist, die Übernachtgare rechtzeitig einzuplanen. Zusammen mit der ersten Ruhephase und den zwei Stunden auf dem Blech benötigt die Focaccia deutlich mehr Zeit als ein Teig, der am gleichen Tag zubereitet und gebacken wird.
Ein weicher Teig mit hohem Wasseranteil
Der Teig für diese Focaccia enthält 400 Gramm Wasser auf 500 Gramm Mehl. Das entspricht einem Wasseranteil von 80 Prozent. Dadurch ist der Teig sehr weich und kann am Anfang auch etwas klebrig wirken.
Es lohnt sich, nicht einfach zusätzliches Mehl einzuarbeiten. Zu viel Mehl kann dazu führen, dass die gebackene Focaccia kompakter und trockener wird. Zum Verarbeiten helfen leicht feuchte oder geölte Hände.
Das verwendete Mehl sollte den hohen Wasseranteil aufnehmen können. Geeignet ist beispielsweise Tipo 0 oder ein Weissmehl mit ungefähr 11 bis 12 Prozent Protein.
Autolyse sowie Dehnen und Falten
Vor dem eigentlichen Kneten können Mehl und ein grosser Teil des Wassers für 30 bis 45 Minuten miteinander vermischt werden. Diese sogenannte Autolyse ist optional, erleichtert aber die weitere Teigentwicklung.
Nach dem Einarbeiten von Hefe, Salz und Olivenöl darf der Teig zunächst bei Raumtemperatur aufgehen. Während dieser Zeit wird er zweimal gedehnt und gefaltet. Dadurch gewinnt der weiche Teig an Struktur, ohne dass zusätzliches Mehl notwendig ist.
Anschliessend kommt er gut zugedeckt für 18 bis 24 Stunden in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag auf das Blech geben
Nach der Übernachtgare wird der Teig auf ein grosszügig geöltes Blech gegeben. Er sollte dabei möglichst sanft behandelt werden, damit die während der langen Ruhezeit entstandenen Luftblasen erhalten bleiben.
Der Teig muss nicht sofort bis in jede Ecke gezogen werden. Ist er noch kühl und zieht sich immer wieder zusammen, darf er zuerst etwas ruhen. Nach und nach lässt er sich leichter auf dem Blech verteilen.
Vor dem Backen entspannt sich der Teig nochmals ungefähr zwei Stunden bei Raumtemperatur.
Die typischen Dellen in den Teig drücken
Kurz vor dem Backen werden mit geölten Fingern die typischen Vertiefungen in den Teig gedrückt. Dabei dürfen die Finger ruhig tief in den Teig sinken, ohne ihn jedoch vollständig zusammenzudrücken.
Anschliessend wird die Oberfläche grosszügig mit Olivenöl beträufelt und mit grobem Meersalz sowie Rosmarin bestreut. Beim Backen sammelt sich ein Teil des Öls in den Vertiefungen und sorgt für die typische aromatische Oberfläche.
Focaccia nach Lust und Saison belegen
Rosmarin und grobes Meersalz sind eine einfache und klassische Kombination. Der Teig kann aber auch mit weiteren Zutaten ergänzt werden, beispielsweise mit:
Oliven
kleinen Tomaten
Zwiebeln
Knoblauch
Kartoffelscheiben
verschiedenen Kräutern
Sehr feuchte Zutaten sollten eher sparsam verwendet werden, damit die Oberfläche und der Boden gut backen können.
Vielseitig serviert
Focaccia schmeckt frisch gebacken und noch leicht warm besonders gut. Sie passt zum Apéro, zu Salat oder Suppe und eignet sich als Beilage zu Grilliertem. Aufgeschnitten kann sie auch als Grundlage für ein Sandwich verwendet werden.
Mehr über die Herkunft der Focaccia, die Focaccia genovese und weitere regionale Varianten findest du in meinem Küchenwissen-Beitrag:
Mit der Übernachtgare braucht diese Focaccia zwar etwas Planung, dafür verteilt sich die Zubereitung angenehm auf zwei Tage. Am Backtag bleibt vor allem das Formen, Belegen und Backen und schon bald duftet es in der Küche nach Olivenöl und Rosmarin.nze Welt erobert. Ob klassisch mit Rosmarin und Salz oder modern mit kreativen Toppings; sie bleibt ein Symbol für die italienische Liebe zu einfachem, aber geschmackvollem Essen
Für die Autolyse (optional, aber empfohlen) Mehl und 350 g Wasser mischen, 30–45 Min. ruhen lassen.
Hefe und restliches Wasser vermischen und einarbeiten, dann Salz und Olivenöl zugeben. Den Teig Kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
Danach 1–2 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen lassen. Den Teig zwischendurch 2× dehnen und falten. Den Teig zugedeckt für 18–24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Teig auf ein gut geöltes Blech geben und sanft auseinanderziehen. Für 2 Stunden bei Raumtemperatur entspannen lassen.
Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Vor dem Backen mit geölten Fingern Dellen in den Teig drücken. Grosszügig mit Olivenöl beträufeln und mit grobem Salz und Rosmarin bestreuen. Für 25–30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Uebernacht-Focaccia-Anschnitt-scaled.jpg14412560Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-23 08:00:002026-08-30 11:26:48Focaccia mit Übernachtgare
Manchmal lässt sich an den Zugriffszahlen eines Blogs ziemlich genau erkennen, welches Gericht gerade plötzlich in aller Munde ist. Genau das habe ich Anfang 2020 mit meinem Pinsa-Rezept erlebt.
Veröffentlicht hatte ich das Rezept bereits am 2. Oktober 2019. Damals war die Pinsa bei uns noch eher wenig bekannt. Am 26. Januar 2020 stellte Galileo sie in der Sendung «Pizza weltweit 3.0» vor. Kurz danach gingen die Aufrufe meines Rezepts durch die Decke. Plötzlich wollten sehr viele Menschen wissen, was eine Pinsa ist und wie sie sich zu Hause zubereiten lässt.
In der Sendung wurde die Pinsa als wiederentdeckte «antike» Pizza vorgestellt. Ganz so einfach ist ihre Geschichte allerdings nicht. Die heutige Pinsa Romana ist eine moderne Entwicklung, auch wenn ihr Name und ihre Form Bezüge zu früheren Fladenbroten herstellen.
Pinsa Romana
Was ist eine Pinsa?
Eine Pinsa ist ein italienisches Fladengebäck mit einer meist ovalen und etwas unregelmässigen Form. Typisch sind eine knusprige Oberfläche und ein weiches, luftiges Inneres.
Der Teig enthält in der bekannten modernen Variante neben Weizenmehl auch Reis- und Sojamehl. Dazu kommen ein verhältnismässig hoher Wasseranteil und eine längere Teigführung. Die genaue Zusammensetzung kann jedoch je nach Rezept oder verwendetem Mehlprodukt variieren.
Pinsa wird ähnlich wie Pizza belegt. Häufig wird der Teig zunächst vorgebacken und anschliessend mit den gewünschten Zutaten fertig gebacken. Frische oder empfindliche Zutaten können auch erst nach dem Backen daraufkommen.
Ist die Pinsa wirklich ein Gericht aus dem antiken Rom?
Die Pinsa wird häufig mit einfachen Fladenbroten in Verbindung gebracht, die bereits im antiken Rom gegessen worden sein sollen. Auch in der Galileo-Sendung wurde sie als eine Art antike Pizza vorgestellt.
Das offizielle Tourismusportal der Stadt Rom bezeichnet diese Geschichte inzwischen jedoch als reizvolle, aber fantasievolle Legende. Die moderne Pinsa sei weder eine überlieferte Variante des römischen Libum noch eines anderen eindeutig belegten antiken Fladenbrotes.
Die Pinsa Romana, wie wir sie heute kennen, entstand demnach im Jahr 2001. Entwickelt wurde sie vom Unternehmer Corrado Di Marco, der eine besondere Mehlmischung mit einer eigenen Methode der Teigführung kombinierte. Auch das Unternehmen Di Marco nennt 2001 als Entstehungsjahr der modernen Pinsa.
Die Formulierung «wiederentdeckte antike Pizza» ist deshalb irreführend. Treffender ist: Die Pinsa besitzt sprachliche und kulturelle Bezüge zu römischen Fladenbroten, ihre heutige Rezeptur ist jedoch eine moderne Entwicklung.
Anschnitt der Pinsa Romana
Woher kommt der Name Pinsa?
Der Name wird vom lateinischen Verb pinsere abgeleitet. Es kann mit «zerdrücken», «pressen» oder «flach drücken» übersetzt werden und soll sich auf das Formen des Teigs beziehen.
Diese sprachliche Verbindung zum Lateinischen dürfte dazu beigetragen haben, dass sich die Erzählung von der antiken Pinsa so hartnäckig gehalten hat. Ein Name mit historischen Wurzeln bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auch das heutige Rezept unverändert aus der Antike überliefert wurde.
Was ist am Pinsa-Teig besonders?
Für die moderne Originale Pinsa Romana wird eine Mischung aus Weizen-, Reis- und Sojamehl sowie getrocknetem Weizensauerteig verwendet. Das Weizenmehl bildet die Grundlage und gibt dem Teig Struktur. Reis- und Sojamehl beeinflussen unter anderem die Verarbeitung und die spätere Konsistenz.
Charakteristisch sind ausserdem:
ein hoher Wasseranteil
eine lange Teigführung
eine offene, unregelmässige Porung
eine knusprige Oberfläche
ein weiches und luftiges Inneres
die typische ovale Form
Für die Originalmischung nennt der Hersteller Wasseranteile von bis zu ungefähr 80 Prozent und lange Reifezeiten. Diese Angaben beziehen sich allerdings auf die Rezeptur und die Mehlmischungen von Di Marco. Sie sind keine allgemeingültige Vorgabe für jede Pinsa.
Auch Rezepte für zu Hause können davon abweichen. In meinem Pinsa-Rezept wird beispielsweise neben Weiss-, Vollkorn- und Reismehl auch Kichererbsenmehl oder wahlweise Sojamehl verwendet. Das Rezept entstand im Rahmen eines Synchronbackens und ist damit eine eigene Variante, nicht die genaue Rezeptur der Originalen Pinsa Romana.
Pinsa und Pizza bestehen beide aus einem gegangenen Teig und können mit ähnlichen Zutaten belegt werden. Trotzdem gibt es einige typische Unterschiede.
Merkmal
Pinsa
Klassische Pizza
Form
meist oval und unregelmässig
meistens rund
Mehl
häufig Mischung aus Weizen-, Reis- und Sojamehl
überwiegend Weizenmehl
Wasseranteil
häufig hoch
abhängig von der Pizzaart
Teigführung
meist lang
je nach Rezept sehr unterschiedlich
Konsistenz
innen luftig, aussen knusprig
je nach Pizzaart weich oder knusprig
Zubereitung
häufig vorgebacken
meist direkt mit dem Belag gebacken
Belag
teilweise erst nach dem Vorbacken ergänzt
häufig vor dem Backen aufgelegt
Dieser Vergleich dient nur als Orientierung. Pizza ist ein sehr weiter Begriff: Eine neapolitanische Pizza ist weich und biegsam, während eine Pizza tonda romana dünn und knusprig gebacken wird. Auch bei der Pinsa unterscheiden sich Rezepte und fertige Produkte teilweise deutlich voneinander.
[Interner Link: Neapolitanische und römische Pizza im Vergleich]
Wie wird eine Pinsa geformt?
Der Pinsa-Teig wird nicht mit dem Wallholz ausgerollt. Er wird vorsichtig mit den Händen auseinandergezogen und in seine typische längliche, ovale Form gebracht.
Gerade bei einem weichen, wasserreichen Teig ist eine behutsame Verarbeitung wichtig. Wird er zu stark gedrückt oder geknetet, gehen viele der während der Teigruhe entstandenen Luftblasen wieder verloren.
Etwas Mehl oder Weizendunst auf der Arbeitsfläche kann dabei helfen, dass der Teig nicht festklebt. Wie viel davon nötig ist, hängt jedoch von der Konsistenz des jeweiligen Teigs ab.
Wie lässt sich Pinsa belegen?
Pinsa kann ähnlich belegt werden wie Pizza. Dabei lohnt es sich, den Teig nicht mit zu vielen Zutaten zu beschweren. Ein zurückhaltender Belag lässt die luftige Struktur und die knusprige Oberfläche besser zur Geltung kommen.
Für einen klassischen Belag eignen sich beispielsweise Tomatensauce, Mozzarella und Kräuter. Feuchte Zutaten sollten gut abtropfen, damit der Boden beim Backen nicht weich wird.
Empfindliche Zutaten kommen am besten erst nach dem Backen auf die Pinsa. Dazu gehören beispielsweise:
Rucola
frische Kräuter
Rohschinken
Burrata
frische Tomaten
gehobelter Parmesan
Auch saisonales Gemüse, Pilze oder verschiedene Käsesorten passen gut. Entscheidend ist weniger die Menge als eine Kombination, bei der die einzelnen Zutaten noch erkennbar bleiben.
Ist Pinsa bekömmlicher als Pizza?
Pinsa wird häufig als besonders leicht oder bekömmlich beworben. Als Gründe werden meist der hohe Wasseranteil, die lange Teigführung und die verwendete Mehlmischung genannt. Auch Di Marco und das römische Tourismusportal verwenden entsprechende Beschreibungen. Dabei handelt es sich teilweise um Hersteller- beziehungsweise Marketingangaben.
Eine allgemeine Aussage, dass Pinsa grundsätzlich besser verträglich sei als Pizza, lässt sich daraus nicht ableiten. Wie gut ein Teig vertragen wird, hängt unter anderem vom Rezept, von der Teigführung, vom Belag, von der gegessenen Menge und von der einzelnen Person ab.
Pinsa ist ausserdem nicht automatisch glutenfrei. Enthält sie Weizenmehl, enthält sie auch Gluten. Einzelne Anbieter führen zwar spezielle glutenfreie Varianten, diese dürfen aber nicht mit der üblichen Pinsa aus Weizen-, Reis- und Sojamehl verwechselt werden.
Eine moderne Spezialität mit überraschender Erfolgsgeschichte
Die heutige Pinsa Romana ist also keine unverändert überlieferte Speise aus dem antiken Rom. Sie ist eine moderne Entwicklung, die historische Bezüge, eine besondere Mehlmischung und eine eigene Art der Teigführung miteinander verbindet.
Dass sie innerhalb weniger Jahre auch ausserhalb Italiens bekannt wurde, habe ich 2020 direkt an den Aufrufen meines Rezepts gesehen. Nach der Galileo-Sendung wollten plötzlich sehr viele Menschen wissen, was hinter dem ovalen Fladen steckt.
Heute findet man Pinsa nicht mehr nur in spezialisierten Pinserien. Sie wird auch in Pizzerien angeboten und ist als vorgebackener Boden im Handel erhältlich. Trotzdem lohnt es sich, bei Rezepten und Produkten genauer hinzuschauen: Nicht jede ovale Pizza ist automatisch eine Pinsa, und nicht jede Pinsa folgt genau der ursprünglichen modernen Rezeptur.
Wer sie selbst ausprobieren möchte, findet hier mein Rezept mit langer Teigführung und einer Mischung aus verschiedenen Mehlsorten:
Turismo Roma La Pinsa Romana Informationen zur modernen Entstehung der Pinsa Romana, zur häufig erzählten Geschichte ihres antiken Ursprungs sowie zu Form, Mehlmischung und Teigführung. Abgerufen am 30. Juli 2026.
Di Marco – Herstellerinformation Pinsa romana: tutto quello che devi sapere Herstellerangaben zur Entwicklung der modernen Pinsa durch Corrado Di Marco, zur verwendeten Mehlmischung, zum Wasseranteil und zur langen Teigführung. Aussagen zur Leichtigkeit und Bekömmlichkeit sind als Herstellerangaben zu verstehen. Abgerufen am 30. Juli 2026.
Joyn / ProSieben Galileo – Pizza weltweit 3.0 Galileo-Folge vom 26. Januar 2020, in der die Pinsa in Rom vorgestellt und mit anderen Pizzaarten verglichen wurde. Abgerufen am 30. Juli 2026.
Cakes, Cookies and more Rezept für Pinsa Romana Mein Pinsa-Rezept mit langer Teigführung sowie einer Mischung aus Weissmehl, Reismehl und Kichererbsen- oder Sojamehl. Veröffentlicht am 2. Oktober 2019.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2019/09/Pinsa-Romana-mit-Tomatensauce-und-Mozarella.jpg600800Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-18 08:00:002026-07-30 10:38:33Was ist Pinsa? Herkunft, Teig und Unterschied zur Pizza
Süsse Chocolate Chip Cookies passen für mich immer. Aussen sollen sie leicht knusprig werden, während die Mitte noch weich bleibt. Und natürlich braucht es in jedem Cookie genügend Schokoladenstücke.
Das Rezept basiert auf einem älteren Chocolate-Chip-Cookie-Rezept von meinem Blog. Für diese Version habe ich es etwas vereinfacht, die Schokoladenmenge angepasst und die Cookies kleiner portioniert. So lassen sie sich unkompliziert backen und auch gut für später vorbereiten.
Chocolate Chip Cookies mit viel Schokolade
Für die Cookies verwende ich 200 g Crémant-Schokolade. Diese Menge passt für mich gut: Die Cookies sind deutlich schokoladig, der Teig lässt sich aber trotzdem problemlos mischen und portionieren.
Die Schokolade muss nicht sorgfältig in gleichmässige Stücke gehackt werden. Ich lasse die Tafeln in der geschlossenen Verpackung und zerschlage sie darin in unterschiedlich grosse Stücke. So entstehen ganz unkompliziert kleine Schokoladensplitter und grössere Stücke.
Gerade diese Mischung gefällt mir bei Chocolate Chip Cookies besonders gut.
Süsse Chocolate Chip Cookies
Bei diesen Cookies nicht am Zucker sparen
Es gibt viele süsse Rezepte, bei denen sich die Zuckermenge einfach und ohne grosse Geschmackseinbussen reduzieren lässt. Dieses Cookie-Rezept gehört allerdings nicht dazu.
Wird weniger Zucker verwendet oder werden nur schon die Zuckerarten ausgetauscht, verändern sich die Cookies sofort. Geschmack und Konsistenz sind dann nicht mehr so, wie sie bei diesem Rezept sein sollen.
Darum esse ich lieber einen Cookie weniger, spare dafür bei diesem Rezept aber nicht am Zucker.
Gleichmässige Cookies mit einem kleinen Glacelöffel
Zum Portionieren verwende ich einen kleinen Glacelöffel. Eine Teigportion wiegt ungefähr 25 g. Dadurch werden die Cookies eher klein und lassen sich relativ gleichmässig auf den Blechen verteilen.
Aus dem Rezept entstehen etwa 39 Cookies.
Zwischen den einzelnen Teigportionen sollte genügend Abstand bleiben, da die Cookies beim Backen auseinanderlaufen.
Knuspriger Rand und weiche Mitte
Die Cookies werden bei 160 Grad Umluft gebacken. Bei Portionen von ungefähr 25 g waren sie nach etwa 12 Minuten richtig.
Direkt nach dem Backen sind sie noch weich und sollten deshalb zuerst kurz auf dem Blech ruhen. Beim Abkühlen werden sie stabiler. Der Rand wird knusprig, während die Mitte weich bleibt.
Da Backöfen unterschiedlich backen, lohnt es sich, die Cookies gegen Ende der Backzeit im Auge zu behalten. Sie sollten noch nicht vollständig fest wirken, wenn sie aus dem Ofen kommen.
Zwei Bleche gleichzeitig backen
Bei Umluft können zwei Bleche gleichzeitig in den Ofen geschoben werden. Ich habe die Cookies sowohl auf einem normalen Backblech als auch auf einem gelochten Profibackblech gebacken.
Auf beiden Blechen sind sie gut gelungen. Auf dem Lochblech wirkten sie etwas gleichmässiger, der Unterschied war aber klein. Ein normales Backblech reicht für das Rezept völlig aus.
Süsse Chocolate Chip Cookies
Chocolate-Chip-Cookie-Teig vorbereiten
Der Teig lässt sich gut mit dem Glacelöffel portionieren. Dadurch können die Teigkugeln vorbereitet und später gebacken werden.
Das ist besonders praktisch, wenn nicht alle Cookies auf einmal benötigt werden oder spontan frisch gebackene Cookies auf den Tisch kommen sollen.
Fertig gebackene Cookies einfrieren
Auch fertig gebackene Chocolate Chip Cookies sollen sich für später einfrieren lassen. Dafür müssen sie vollständig ausgekühlt sein, bevor sie gut verpackt in den Tiefkühler kommen.
Aufbewahrung
Die vollständig ausgekühlten Cookies werden am besten in einer gut verschlossenen Dose aufbewahrt.
Süsse Cookies für Schokoladenfans
Diese Chocolate Chip Cookies sind bewusst süss und schokoladig. Durch die kleineren Portionen lassen sie sich gut verteilen, vorbereiten und nach Bedarf backen.
Besonders mag ich die Kombination aus dem knusprigen Rand, der weichen Mitte und den unterschiedlich grossen Schokoladenstücken. Genau so sollen Chocolate Chip Cookies für mich sein.
200gZartbitterschokoladezerkleinert oder in der Packung "zerschlagen"
Anleitungen
Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
Den Zucker, die Vanille und die Butter in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine für ca. 10 Minuten aufschlagen. Das Ei unterrühren. Mehl, Salz und Backpulver vermischen und mit geringer Geschwindigkeit unter den Teig mischen. Zum Schluss die Schokolade unterheben.
Aus dem Teig, jeweils 45 g grosse Kugeln formen. oder mit einem kleinen Glacelöffel portionieren. Auf ein mit Packpapier belegtes Backblech legen. Zwischen den Cookies ausreichend Abstand behalten, denn sie gehen schön in die Breite.
Im vorgeheizten Ofen ca. 12nmin backen.
Die Cookies aus dem Ofen nehmen, wenn die Ränder dich goldbraun verfärben, auch wenn Sie auf Druck noch weich sind.
Die Cookies auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Dabei die Cookies ganz vorsichtig mit einem Spachtel vom Blech heben, denn in warmen Zustand sind sie sehr zerbrechlich.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Chocolate-Chip-Cookies.jpg11262000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-16 08:00:002026-09-16 10:51:49Süsse Chocolate Chip Cookies
Für meine Rezension des Kochbuchs «Sonne und Meer auf dem Teller» habe ich die Zucchinibällchen, auf Griechisch Kolokithokeftedakia, selbst zubereitet, ausprobiert und fotografiert. Das Rezept ist auf Anhieb gelungen und die Zucchinibällchen haben mir ausgezeichnet geschmeckt.
Die Kombination aus Zucchini, Feta, Frühlingszwiebeln, Lauch und den frischen Kräutern macht die Bällchen wunderbar aromatisch. Minze und Dill sorgen für Frische, während der Kreuzkümmel eine würzige Note beisteuert.
Das Kochbuch «Sonne und Meer auf dem Teller» widmet sich der modernen griechischen Küche. Neben traditionellen Klassikern enthält es auch neue und überraschende Gerichte. Die Rezepte sind gut erklärt und lassen sich auch umsetzen, wenn man noch nicht viel Erfahrung mit der griechischen Küche hat.
Zucchinibällchen mit Feta
Griechische Zucchinibällchen mit Feta und Kräutern
Für die Kolokithokeftedakia werden die Zucchini fein gerieben, gesalzen und anschliessend gut ausgedrückt. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Masse nicht zu feucht wird. Danach werden die Zucchini mit den restlichen Zutaten vermischt. Mit zwei Löffeln lassen sich daraus unkompliziert kleine Bällchen formen, die direkt im heissen Öl frittiert werden.
Zucchinibällchen
Rezept für Zucchinibällchen – Kolokithokeftedakia
Anleitung
Zucchini mit 1 Teelöffel Salz vermischen und für 15 Minuten stehen lassen. Die Zucchini gut ausdrücken, das geht am besten in einem Küchentuch. Alle Zutaten zusammen in einer Schüssel vermengen und mit ¼ Teelöffel Salz und Pfeffer würzen. Öl auf 160 Grad erhitzen. Aus der Masse mit zwei Löffeln Bällchen formen und diese sofort frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen
Die Masse kann bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Lange Zeit war bei uns vor allem die dünne und knusprige Pizza verbreitet. Inzwischen werden in den Pizzerien immer häufiger auch neapolitanische Pizzas mit einem hohen, luftigen Rand angeboten. Gleichzeitig gibt es heute verschiedene kleine Pizzaöfen für zu Hause, mit denen sich diese Pizzaart auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon backen lässt.
Doch was unterscheidet die neapolitanische Pizza eigentlich von der römischen? Neben der Form des Randes spielen vor allem die Konsistenz des Teigs, die Backtemperatur und die Backzeit eine wichtige Rolle.
Neapolitanische Pizza: weich, luftig und sehr heiss gebacken
Die neapolitanische Pizza stammt aus Neapel. Charakteristisch sind ihre dünne, weiche Mitte und der deutlich aufgegangene, luftige Rand, der als Cornicione bezeichnet wird.
Der Teig wird mit den Händen von der Mitte nach aussen gedrückt und nicht mit dem Wallholz ausgerollt. Dabei bleibt der äussere Bereich möglichst unangetastet, damit die im Teig entstandene Luft erhalten bleibt. Nach den Regeln der Associazione Verace Pizza Napoletana ist die Mitte nur wenige Millimeter dick, während der Rand deutlich aufgeht.
Die traditionelle neapolitanische Pizza wird in einem sehr heissen Holzofen gebacken. Die offiziellen Richtlinien nennen Temperaturen zwischen ungefähr 430 und 480 °C sowie eine Backzeit von nur 60 bis 90 Sekunden.
Eine neapolitanische Pizza nach diesen Richtlinien lässt sich in einem gewöhnlichen Haushaltsofen daher nicht backen. Dafür braucht es einen Pizzaofen, der die nötige Temperatur erreicht. Im Haushaltsofen kann zwar eine Pizza nach neapolitanischer Art entstehen, das Ergebnis unterscheidet sich wegen der tieferen Temperatur und der längeren Backzeit jedoch von einer traditionell gebackenen Pizza Napoletana.
Der Belag ist meistens eher sparsam. Zu den bekanntesten Varianten gehören:
Pizza Marinara: Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl
Pizza Margherita: Tomaten, Mozzarella oder Fior di Latte, Basilikum und Olivenöl
Bei dieser Art von Pizza stehen der Teig und die Qualität der wenigen Zutaten im Mittelpunkt. Durch die kurze Backzeit bleibt die Mitte weich und biegsam, während der Rand luftig aufgeht.
Neapolitanische Pizzakunst als Kulturerbe
Seit 2017 gehört die Kunst des neapolitanischen Pizzaiuolo zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Gemeint ist damit nicht die Pizza selbst, sondern das überlieferte Handwerk rund um die Herstellung, das Formen und das Backen des Teigs.
Römische Pizza
Römische Pizza: mehr als nur eine Variante
Von «der» römischen Pizza zu sprechen, ist eigentlich etwas zu einfach. In Rom sind verschiedene Pizzaformen verbreitet, die sich in Form, Dicke und Konsistenz deutlich unterscheiden können. Das römische Tourismusportal nennt unter anderem runde Pizza, Blechpizza und Pizza, die auf einer langen Schaufel gebacken wird.
Pizza tonda romana
Die runde römische Pizza wird traditionell sehr dünn gebacken. Ihr Rand ist flach und knusprig. In Rom wird diese Konsistenz gerne als scrocchiarella bezeichnet – also als Pizza, die beim Essen hörbar knuspert.
Im Vergleich zur neapolitanischen Pizza wird sie länger gebacken. Dadurch verliert der Teig mehr Feuchtigkeit und wird fester und knuspriger.
Der Belag kann klassisch oder reichhaltiger ausfallen. Da die Pizza bis zum Rand belegt werden kann, steht der ausgeprägte Teigrand weniger im Mittelpunkt als bei der neapolitanischen Variante.
Lange Zeit war diese dünne und knusprige Pizza auch die Variante, die bei uns in den Pizzerien erhältlich war. Inzwischen werden jedoch häufig auch neapolitanische Pizzas und Pinsa angeboten.
Pizza al taglio und Pizza in teglia
Daneben gehört auch die rechteckige, auf dem Blech gebackene Pizza zum römischen Alltag. Sie wird in Stücke geschnitten und eignet sich dadurch besonders gut als unkomplizierte Zwischenmahlzeit. In Rom findet man sie in zahlreichen Bäckereien, Imbissen und Rosticcerie.
Je nach Rezept kann dieser Teig deutlich höher, luftiger und weicher sein als jener der runden römischen Pizza. Die Aussage «Römische Pizza ist immer dünn und knusprig» lässt sich deshalb nicht auf alle römischen Pizzaarten übertragen.
Neapolitanische und römische Pizza im Vergleich
Merkmal
Neapolitanische Pizza
Pizza tonda romana
Mitte
dünn und weich
sehr dünn und knusprig
Rand
hoch und luftig
flach und knusprig
Backtemperatur
sehr hoch
tiefer
Backzeit
sehr kurz
länger
Belag
eher sparsam
häufig variabler
Konsistenz
weich und biegsam
fest und knusprig
Die Tabelle zeigt die typischen Merkmale. Je nach Rezept, Pizzeria und persönlicher Vorliebe gibt es natürlich auch Zwischenformen.
Neapolitanische Pizza
Welcher Ofen eignet sich für welche Pizza?
Kleine Pizzaöfen für neapolitanische Pizza
Wir haben zu Hause einen kleinen Pizzaofen, der mit Pellets eingefeuert wird. Darin gelingt uns die neapolitanische Pizza mit ihrem luftigen Rand und der kurzen Backzeit sehr gut.
Entscheidend ist, dass der Ofen die nötige Hitze erreicht und der Backboden ausreichend aufgeheizt ist. Die Pizza kann dann innerhalb kurzer Zeit aufgehen und backen, ohne dass die dünne Mitte trocken wird.
Haushaltsöfen mit ungefähr 300 °C
Einige Haushaltsöfen erreichen Temperaturen um 300 °C. Diese eignen sich besonders gut für eine dünne und knusprige Pizza tonda romana.
Unser Backofen erreicht zum Glück diese Temperatur. Ich verwende dafür einen Pizzastein und die spezielle Pizzafunktion des Ofens. Diese Kombination sorgt für kräftige Unterhitze und einen knusprigen Boden.
Pizza bei 230 °C backen
Erreicht der Haushaltsofen nur 230 °C, bedeutet das nicht, dass darin keine gute Pizza gelingen kann. In meinen Pizzakursen arbeiten wir ebenfalls mit Haushaltsöfen, die ungefähr diese Temperatur erreichen.
Mit der richtigen Vorbereitung, einem gut vorgeheizten Pizzastein und ein paar weiteren Tricks lassen sich darin sehr gute römische Pizzas backen.
Wichtig ist, dass der Ofen und der Pizzastein ausreichend lange vorgeheizt werden. Nur so bekommt der Teig von Anfang an genügend Unterhitze. Wird der Stein erst kurz vor dem Backen in den Ofen gelegt, kann er seine Wirkung nicht entfalten.
Warum weniger Belag oft besser ist
Das Überladen der Pizza ist in meinen Pizzakursen immer wieder ein Thema. Manchmal muss ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogar aktiv davon abhalten, noch mehr Zutaten auf ihre Pizza zu legen.
Gerade beim Backen in einem Haushaltsofen mit ungefähr 230 °C ist ein zurückhaltender Belag wichtig. Zu viel Sauce, Mozzarella oder wasserreiches Gemüse bringt viel Feuchtigkeit auf den Teig. Dadurch verlängert sich die Backzeit, und der Boden kann weich bleiben, statt knusprig zu werden.
Weniger ist hier tatsächlich mehr: Ein dünner Teig, wenig Sauce und einige gezielt ausgewählte Zutaten backen gleichmässiger.
Mozzarella und andere feuchte Zutaten sollten vor dem Belegen gut abtropfen. Sehr wasserreiches Gemüse kann je nach Sorte vorher kurz angebraten, gesalzen oder anderweitig entwässert werden.
Empfindliche Zutaten wie Rucola, frische Kräuter, Rohschinken oder Burrata kommen am besten erst nach dem Backen auf die Pizza. So bleiben sie frisch und verlieren weder ihre Konsistenz noch ihr Aroma.
Pizza mit selbstgemachter Tomatensauce
Welche Pizza passt zu welchem Geschmack?
Die neapolitanische Pizza passt zu allen, die einen weichen Teig mit einer dünnen Mitte und einem hohen, luftigen Rand mögen. Die Pizza tonda romana ist ideal für Menschen, die einen sehr dünnen und knusprigen Boden bevorzugen.
Ich persönlich mag beide Pizzaarten. Am liebsten ist mir allerdings eine Pizza tonda romana mit einem etwas luftigeren Rand als üblich, aber einem schön knusprigen Boden. Damit liegt meine Lieblingspizza irgendwo zwischen der klassischen römischen und der neapolitanischen Variante.
Quellen und weiterführende Informationen
Associazione Verace Pizza Napoletana: International Regulations – Vera Pizza Napoletana. Informationen zu den Merkmalen, zur Zubereitung und zum Backen der traditionellen neapolitanischen Pizza. https://www.pizzanapoletana.org/en/ricetta_pizza_napoletana Abgerufen am 29. Juli 2026.
UNESCO Intangible Cultural Heritage: Art of Neapolitan ‘Pizzaiuolo’. Informationen zur Aufnahme der neapolitanischen Pizzaiuolo-Kunst in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2017. https://ich.unesco.org/en/RL/art-of-neapolitan-pizzaiuolo-00722 Abgerufen am 29. Juli 2026.
Turismo Roma: La pizza. Informationen zur römischen Pizzakultur, zur dünnen und knusprigen Pizza tonda sowie zur Pizza in teglia und Pizza al taglio. https://www.turismoroma.it/it/node/34890 Abgerufen am 29. Juli 2026.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2025/02/Pizza.jpg16001200Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-04 08:00:002026-07-29 17:39:45Neapolitanische und römische Pizza: die Unterschiede
Einfache Rezepte erleichtern uns nicht nur den Alltag, sondern schenken uns auch gemeinsame Zeit mit unseren Liebsten. Warum also nicht einmal gemeinsam mit der ganzen Familie das Abendessen vorbereiten? Die Kinder können dabei bei vielem mithelfen, zum Beispiel beim Zubereiten des bunten Schnippelsalats.
Braucht es dabei unter Umständen mehr Zeit und Geduld? Auf jeden Fall, besonders am Anfang. Aber manchmal werden aus den Kleinen richtige Küchenprofis.
Persönlich finde ich, dass die Kids, wann immer möglich, bei der Zubereitung der Mahlzeiten helfen dürfen. Aus unserer Erfahrung klappt das am besten spielerisch und ohne Druck.
Wienerli im Blätterteig
Wienerli im Teig eignen sich wunderbar zum gemeinsamen Zubereiten. Je nach Alter können die Kinder den Blätterteig in Streifen schneiden, die Wienerli damit umwickeln oder den Teig mit Ei bestreichen. So können alle eine kleine Aufgabe übernehmen.
Wienerli im Teig gemeinsam zubereiten
Für dieses einfache Rezept braucht es nur wenige Zutaten. Die Wienerli werden mit etwas Senf bestrichen und anschliessend mit Blätterteigstreifen umwickelt. Im Backofen wird der Blätterteig schön goldbraun.
Pasta, kaum ein anderes Lebensmittel steht so sehr für Italien wie sie. Ob frisch oder getrocknet, schlicht oder gefüllt, mit Butter oder Tomaten, Pasta ist mehr als nur eine Mahlzeit. Sie ist ein Stück Kultur, Handwerk und Lebensfreude zugleich.
„Pasta“ ist der italienische Sammelbegriff für Teigwaren, die aus einem einfachen Teig aus Mehl und Wasser oder Mehl und Ei bestehen. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Hauptarten:
Pasta fresca: frische Pasta, meist hausgemacht, weich, mit kurzer Garzeit.
Pasta secca: getrocknete Pasta, haltbar und ideal für den Vorrat.
Je nach Region wird Pasta mit oder ohne Ei hergestellt. Im Norden Italiens überwiegt der zarte Eierteig, im Süden ist der kräftige Hartweizengriess mit Wasser typisch – schlicht, ehrlich und voller Biss.
Tagliatelle mit Ragu
Teigarten und ihre Eigenheiten
Teigart
Zutaten
Typische Anwendung
Eierteig
Weissmehl + Eier
Tagliatelle, Tortellini, Lasagne
Wasserteig
Hartweizengriess + Wasser
Orecchiette, Cavatelli, Malloreddus
Farbiger Teig
Eierteig + pürierter Spinat
Für besondere Optik, z. B. Tortelloni
Grundregel: 👉 100 g Mehl + 1 Ei = 1 Portion Pasta Beim Wasserteig: ca. 50 ml Wasser pro 100 g Griess.
Vom Teig zur Pasta – mit Gefühl und Geduld
Eine gute Pasta lebt von der Handarbeit. Der Teig wird mindestens 10 Minuten geknetet, bis er glatt und elastisch ist. Danach ruht er 30–60 Minuten, um geschmeidig ausgerollt werden zu können.
Beim Ausrollen zählt Gleichmässigkeit – etwa 1–2 mm Stärke sind ideal. Dann wird geformt, geschnitten, gefüllt oder gefaltet – jede Region Italiens hat dabei ihre eigene Spezialität, vom norditalienischen Tagliatelle bis zu den apulischen Orecchiette.
Pici
Pasta und Sauce – eine kulinarische Partnerschaft
In Italien wird Pasta nie einfach mit irgendeiner Sauce kombiniert. Die Form der Pasta ist entscheidend – sie bestimmt, welche Sauce am besten haftet und den Geschmack vollendet.
Sauce
Typ
Passt zu
Ragù alla Bolognese
langsam geschmort
Tagliatelle, Garganelli
Salbeibutter
aromatisch, fein
Tortelloni mit Ricotta-Spinat oder Kürbis
Tomatensauce
klassisch, mild
Garganelli, Cavatelli, gefüllte Pasta
Pesto Genovese
roh, kräuterfrisch
Trofie, Cavatelli, Tagliatelle
Merke:
Glatte Pasta = feine, flüssige Saucen
Gerillte/geformte Pasta = stückige oder cremige Saucen
Gefüllte Pasta = dezente Begleitung, die die Füllung betont
Im Norden wird reichlich Butter, Rahm und Käse verwendet, im Süden dominieren Olivenöl, Tomaten, Knoblauch und Kräuter. So erzählt jede Region ihre eigene Geschichte in einem Teller Pasta.
Cavatelli
Beispiele handgemachter Pastasorten
Sorte
Formung
Teigart
Passende Saucen
Cavatelli
Mit zwei Fingern gerollt, leicht hohl
Wasser + Griess
Tomatensauce, Broccoli, Ragù alla Barese
Orecchiette
Mit dem Messer abgezogen, mit Daumen geformt
Wasser + Griess
Cime di rapa, Sardellen, Knoblauchöl
Garganelli
Quadrate zu Röhrchen gerollt
Eierteig
Erbsen-Rahmsauce, Speck, Ragù
Busiate
Spiralförmig um Spiess gedreht
Wasser + Griess
Pesto, Fischragù
Pici
Dicke Spaghetti, handgerollt
Wasserteig
Aglione (Knoblauch-Tomate), Wildragù
Tagliatelle
Eierteig in Streifen geschnitten
Eierteig
Ragù, Pilzrahmsauce, Trüffelbutter
Pappardelle
Breite Bandnudeln, handgeschnitten
Eierteig
Wild- oder Entenragù
Pasta – Handwerk, Herz und Hingabe
Pasta ist mehr als Teig – sie ist ein Symbol italienischer Lebensart. Ihre Herstellung verlangt keine aufwendige Technik, sondern Hingabe, Gefühl und gute Zutaten.
Wer Pasta mit den Händen formt, erlebt, wie aus Mehl und Wasser ein Stück Kultur entsteht, schlicht, aber voller Seele. Jede Schale Pasta erzählt eine Geschichte von Gemeinschaft, Genuss und Liebe zum Handwerk.
Denn am Ende geht es, wie so oft in der italienischen Küche, nicht um Perfektion, sondern um Leidenschaft.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/07/Tagliatelle.jpg11262000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-08-28 08:00:002026-07-30 11:15:22Selbstgemachte Pasta
Ibiza, wer denkt dabei nicht gleich an Sonne, Strand und Party? Doch natürlich ist auch Ibiza viel mehr als nur ein Touristen-Hotspot. Das Callwey-Buch «Zu Gast auf Ibiza» möchte uns eine andere Seite der Baleareninsel zeigen. Einheimische laden darin zu einer kulinarischen und kulturellen Entdeckungsreise abseits des Tourismusrummels ein.
Mich zieht es immer wieder in die Ferne, nicht nur auf Reisen, sondern auch kulinarisch. Auf Ibiza war ich bisher noch nie, dafür bereits sehr häufig auf dem spanischen Festland. Da mich die spanische Küche und damit auch jene der Balearen sehr interessiert, hat mich das Buch sofort angesprochen.
Ibiza kulinarisch und kulturell entdecken
Aufgrund des Titels und der Beschreibung auf der Banderole hatte ich zunächst ein Buch über die traditionelle Küche Ibizas erwartet. Spanische Gerichte finden wir darin durchaus, die Auswahl geht aber weit darüber hinaus. Neben klassischen Rezepten enthält das Buch zahlreiche kreative Abwandlungen und Gerichte aus der Fusion-Küche.
Diese unerwartete Mischung hat mein Leseerlebnis keineswegs geschmälert. Im Gegenteil: Die Kombination aus kulturellen Informationen, geografischen Einblicken sowie Vorstellungen von Restaurants, Hotels und Clubs hat mich positiv überrascht.
Besonders gut gefallen mir die vielen Fotos sowie die Beschreibungen der Orte und die Hintergrundinformationen. Beim Blättern entsteht das Gefühl, die Insel nach und nach kennenzulernen. Das Buch macht neugierig auf Ibiza und zeigt, dass es dort abseits der bekannten Partyszene vieles zu entdecken gibt.
Wenn du dich für die spanische Küche interessierst, findest du in meinem Beitrag über Tapas und die spanische Tapaskultur weitere Rezepte und Hintergrundinformationen.
Kreative und teilweise anspruchsvolle Rezepte
Die Rezepte sind raffiniert und aussergewöhnlich. Einige davon können auch weniger geübte Köchinnen und Köche gut bewältigen, andere sind deutlich anspruchsvoller und benötigen mehrere Vorbereitungsschritte.
Hilfreich ist, dass die Rezepte nach ihrem Schwierigkeitsgrad bewertet sind. So lässt sich bereits beim Durchblättern einschätzen, wie viel Erfahrung und Zeit für ein Gericht nötig sind. Die einzelnen Arbeitsschritte sind gut erklärt und verständlich aufgebaut.
Etwas schwieriger kann die Beschaffung einzelner Zutaten sein. Viele Produkte sind auch bei uns erhältlich, bei manchen braucht es jedoch etwas Kreativität oder einen passenden Ersatz.
Zu den Rezepten gehören unter anderem:
Soba-Nudeln mit Thunfisch und roten Garnelen
Paella mit Meeresfrüchten
Aioli
Jakobsmuscheln mit Blumenkohl
geräucherte Black-Angus-Brust auf einem Rainbow-Bagel
Pad Thai mit Kokosnuss
Die Gerichte sind kreativ angerichtet und wunderschön fotografiert. Bereits beim Betrachten der Bilder wird deutlich, dass hier nicht nur traditionelle Inselküche, sondern auch die moderne und internationale Gastronomieszene Ibizas im Mittelpunkt steht.
Pad Thai mit Kokosnuss – Bild von Luana Failla – Callwey Verlag
Ein Buch zum Schmökern und Ferienträumen
Ausprobiert habe ich aus dem Buch bisher noch kein Rezept. Für mich ist «Zu Gast auf Ibiza» in erster Linie ein Buch zum Schmökern, Entdecken und von den nächsten Ferien Träumen.
Nicht jedes Kochbuch muss für mich ein reines Arbeitsbuch sein, aus dem ich möglichst viele Rezepte nachkoche. Manchmal möchte ich einfach darin blättern, schöne Bilder betrachten, neue Orte kennenlernen und mich kulinarisch inspirieren lassen. Genau dies gelingt diesem Buch sehr gut.
Beim Lesen und Betrachten der Fotos wächst die Lust, Ibiza selbst zu besuchen, durch die vorgestellten Orte zu schlendern und die kulinarische Vielfalt der Insel vor Ort zu entdecken.
Mein Fazit
«Zu Gast auf Ibiza» ist eine Mischung aus Kochbuch, Bildband und Reiseführer. Das Buch zeigt eine vielseitige Insel mit spannenden Orten, kreativer Gastronomie und einer Küche, die weit über die erwarteten spanischen Klassiker hinausgeht.
Empfehlen würde ich das Buch Ibiza-Fans, experimentierfreudigen Kochbegeisterten und allen, die gerne in schön gestalteten Reise- und Kochbüchern blättern. Wer hauptsächlich einfache und traditionelle Rezepte sucht, sollte wissen, dass einige Gerichte recht anspruchsvoll und modern interpretiert sind.
Mich haben vor allem die Fotografien, die Hintergrundinformationen und die Beschreibungen der verschiedenen Orte begeistert. Und ja, das Buch hat mir auf jeden Fall Lust gemacht, Ibiza einmal selbst zu besuchen.
Infos zum Buch
Zu Gast auf Ibiza
Autorin: Sherin Kneifl Verlag:Callwey Erscheinungsdatum: 18. März 2025 Umfang: 224 Seiten Ausstattung: Mit Banderole und geprägtem Umschlag ISBN: 978-3-7667-2770-1
Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Callwey Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dieser Blogbeitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Der Verlag hat keinen Einfluss auf den Inhalt genommen und ich wurde für den Beitrag nicht bezahlt. Die verwendeten Bilder wurden mir vom Callwey Verlag für diese Buchbesprechung zur Verfügung gestellt.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/08/RAW-COCONUT-PAD-THAI-1_WEB.jpg1373916Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-08-27 08:00:002026-08-07 16:55:19Buchbesprechung: Zu Gast auf Ibiza
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