Food Waste muss nicht sein. Wir alle können etwas dazu beitragen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Ein Anliegen, das mich schon lange begleitet und das ich zu Hause aktiv umzusetzen versuche. Es ist nicht immer ganz einfach, nichts wegzuwerfen. Manchmal passiert es einfach, dass ein Lebensmittel schlecht wird. Falsche Lagerung ist dabei nur ein Beispiel. Was aber zählt, ist jedes Lebensmittel, das gerettet werden kann.
Damit Reste nicht nach Resten schmecken, gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten. Manche davon erkennen wir nicht einmal als Restegerichte. Ein gutes Beispiel dafür sind geschwellte Kartoffeln. Sie werden zu Rösti, Bratkartoffeln oder Tortilla und verschwinden auch in dieser Quiche.
Für die Quiche verwende ich Filoteig. So wird sie leichter, als wenn wir Blätterteig oder Kuchenteig verwenden. Falls noch eine Rolle Blätterteig im Kühlschrank liegt, kann aber auch diese verwendet werden.
Die Restlos-glücklich-Quiche lässt sich immer wieder anders zubereiten. Geeignet sind beispielsweise gekochte Kartoffeln, Broccoli, Blumenkohl, Rüebli, Zucchetti oder andere bereits gegarte Gemüsereste. Verschiedene Sorten können dabei problemlos miteinander kombiniert werden.
Auch beim Käse darf verwendet werden, was noch im Kühlschrank liegt. Hartkäse wird gerieben, weicher Käse kann in kleine Stücke geschnitten werden. So entsteht je nach vorhandenen Resten jedes Mal eine etwas andere Quiche.
Sehr feuchtes Gemüse sollte vor der Verwendung gut abtropfen. Grössere Stücke werden am besten etwas kleiner geschnitten, damit sich die Füllung gleichmässig verteilen lässt.
Filoteig oder Blätterteig
Mit Filoteig wird die Quiche besonders knusprig und etwas leichter. Die einzelnen Blätter werden versetzt in die Form gelegt und dazwischen mit wenig Milch bestrichen.
Mit Blätterteig gelingt das Rezept ebenfalls. In diesem Fall wird der Teig direkt in die Form gelegt. Das Schichten und Bestreichen der einzelnen Teigblätter entfällt.
Eine kleine Quiche aus Filoteig, gekochtem Gemüse und Käseresten.
Zutaten
2Eier
1/2kleine Zwiebelfein gehackt
40gKäseWeich- oder Hartkäse
200ggekochtes Gemüsez.B. Kartoffeln, Brokkoli, …
1/3Packung Filoteig oder 1 Rolle Blätterteig
30mlMilch
Anleitungen
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Eine Springform ca. 18 cm Durchmesser mit Olivenöl einfetten
Die Filoblätter schichtweise in die Springform legen, dabei die Blätter immer etwas versetzt anordnen, dabei zwischen jede Schicht etwas Milch streichen. (Wenn Blätterteig verwendet wird, können diese Schritte weggelassen werden.)
Die Zwiebel fein schneiden und in die Schüssel geben. Den Käse (etwas für die Oberseite zurückbehalten), Eier und das Gemüse in die Schüssel geben. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und vermengen.
Die Mischung vorsichtig in die vorbereitete Teigform geben, gleichmässig verteilen und den restlichen Käse darüber streuen.
Für 35 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und die Füllung fest geworden ist.
Notizen
Auch Poulet-, Fleisch- oder Wurst-Reste können unter die Füllung gemischt werden.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/10/Restlos-gluecklich-Pie.jpg13332000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-10-21 08:00:002026-08-17 07:57:08Restlos-glücklich-Quiche aus Gemüseresten
Focaccia gehört zu den Gebäcken, die mit wenigen Zutaten auskommen und sich trotzdem immer wieder anders zubereiten lassen. Mehl, Wasser, Salz, Hefe und Olivenöl bilden bei vielen Varianten die Grundlage. Je nach Region und Rezept kommen Kräuter, Oliven, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln oder Käse dazu.
Auch auf meinem Blog ist die Focaccia im Laufe der Jahre in ganz unterschiedlichen Formen aufgetaucht: klassisch mit Rosmarin, gefüllt mit Frischkäse und Rohschinken, als Experiment mit Hefewasser und sogar als schweizerische Variante mit Polenta, Käse und Cervelat.
Doch was unterscheidet Focaccia eigentlich von Pizza? Und weshalb ist nicht jede Focaccia dick, weich und luftig?
Was ist Focaccia?
Focaccia ist ein italienisches Fladenbrot, das meist auf einem Blech oder in einer Backform gebacken wird. Besonders bekannt ist die ligurische Focaccia. Sie wird grosszügig mit Olivenöl zubereitet und besitzt die typischen Vertiefungen auf der Oberfläche.
Diese Mulden werden vor dem Backen mit den Fingern in den Teig gedrückt. Darin können sich Olivenöl, Salz und – abhängig vom Rezept – eine Mischung aus Wasser und Öl sammeln. Dadurch erhält die Focaccia ihre aromatische Oberfläche.
Im Inneren ist sie meist weich, während Boden und Oberfläche je nach Backweise leicht knusprig werden.
Der Begriff Focaccia bezeichnet allerdings nicht nur ein einzelnes Gebäck. In Italien gibt es zahlreiche regionale Varianten, die sich bei Teig, Dicke und Belag deutlich voneinander unterscheiden.
Focaccia genovese: der ligurische Klassiker
Die Focaccia genovese stammt aus Genua und gehört zu den bekanntesten Spezialitäten Liguriens. In der Region wird sie auch Fugassa genannt.
Typisch sind reichlich Olivenöl und die tiefen Vertiefungen auf der Oberfläche. Je nach Variante kommen grobes Salz, Zwiebeln, Kartoffeln oder Oliven dazu.
Die klassische Focaccia genovese wird nicht wie eine Pizza mit einer dicken Schicht aus Sauce und Käse belegt. Das Olivenöl, das Salz und der Teig stehen im Mittelpunkt.
In Ligurien wird Focaccia nicht nur als Beilage oder zum Apéro gegessen. Sie gehört dort auch zum Frühstück und wird teilweise sogar zusammen mit einem Cappuccino serviert.
Focaccia di Recco: dünner Teig mit Käsefüllung
Die Focaccia di Recco zeigt besonders deutlich, wie unterschiedlich Focaccia sein kann. Sie ist weder dick noch luftig und wird ohne Hefe hergestellt.
Für die geschützte Focaccia di Recco col formaggio IGP werden zwei sehr dünne Teigschichten aus Weizenmehl, Wasser, Salz und Olivenöl verwendet. Dazwischen kommt frischer, weicher Käse. Beim Backen schmilzt die Füllung, während die dünne Oberfläche goldbraun und stellenweise knusprig wird.
Die Bezeichnung ist geografisch geschützt. Die zertifizierte Focaccia di Recco col formaggio IGP darf nur im festgelegten Gebiet rund um Recco, Camogli, Sori und Avegno hergestellt werden. Die Spezialität erhielt 2015 den europäischen IGP-Schutz; die Produktionsregeln wurden 2024 aktualisiert.
Eine zu Hause gebackene Focaccia nach dieser Art kann natürlich ebenfalls fein sein. Ausserhalb des geschützten Gebiets darf sie jedoch nicht als zertifizierte Focaccia di Recco IGP bezeichnet werden.
Focaccia und Pizza: Was ist der Unterschied?
Pizza und Focaccia bestehen häufig aus ähnlichen Grundzutaten. Die Grenzen können je nach regionaler Variante fliessend wirken. Trotzdem gibt es einige typische Unterschiede.
Merkmal
Focaccia
Pizza
Form
häufig rechteckig, teilweise rund
meist rund, teilweise rechteckig
Teig
meist dicker und weicher
abhängig von der Pizzaart dünn oder luftig
Olivenöl
oft wichtiger Bestandteil von Teig und Oberfläche
meist sparsamer verwendet
Oberfläche
typische, mit den Fingern eingedrückte Mulden
meist glatter Teig mit ausgeprägtem oder flachem Rand
Belag
häufig schlicht oder in den Teig gedrückt
meist Sauce, Käse und weitere Zutaten
Verwendung
Beilage, Apéro, Zwischenmahlzeit oder Hauptgericht
meist eigenständige Mahlzeit
Die Tabelle dient als Orientierung. Eine Focaccia di Recco passt beispielsweise kaum in diese allgemeine Beschreibung, weil sie aus zwei sehr dünnen Teigschichten besteht. Auch bei Pizza gibt es von der dünnen Pizza tonda romana bis zur höheren Pizza in teglia sehr unterschiedliche Formen.
Focaccia-Teige enthalten häufig relativ viel Wasser. Dadurch kann der Teig weich und klebrig wirken. Das bedeutet nicht automatisch, dass mehr Mehl nötig ist.
Wird zu viel zusätzliches Mehl eingearbeitet, kann die Focaccia später kompakter und trockener werden. Ein weicher Teig lässt sich oft leichter mit geölten oder angefeuchteten Händen bearbeiten.
Wie viel Wasser ein Teig aufnehmen kann, hängt allerdings vom verwendeten Mehl und vom jeweiligen Rezept ab. Die Flüssigkeitsmenge sollte deshalb nicht ohne weitere Anpassungen verändert werden.
Dem Teig genügend Zeit geben
Die Ruhezeit beeinflusst die Struktur und das Aroma der Focaccia. Während der Gare entstehen die Luftblasen, die später für ein weiches und lockeres Inneres sorgen.
Nach der Teigruhe sollte der Teig möglichst sanft behandelt werden. Starkes Kneten oder kräftiges Zusammendrücken würde einen Teil der entstandenen Luft wieder entfernen.
Das Blech gut ölen
Olivenöl gehört bei vielen Focaccia-Varianten nicht nur auf die Oberfläche, sondern auch auf das Blech. Es verhindert, dass der weiche Teig festklebt, und hilft dabei, dass der Boden beim Backen Farbe und eine leicht knusprige Konsistenz erhält.
Wie viel Öl benötigt wird, hängt von der Grösse des Blechs und vom Rezept ab. Die Focaccia sollte nicht im Öl schwimmen, das Blech muss aber gleichmässig bedeckt sein.
Die Vertiefungen mit den Fingern eindrücken
Die typischen Mulden werden erst nach der letzten Teigruhe mit den Fingerspitzen eingedrückt. Dabei wird der Teig nicht vollständig bis auf das Blech durchgestossen.
Bei sehr luftigem Teig ist etwas Zurückhaltung wichtig. Wird die gesamte Oberfläche kräftig zusammengedrückt, können zu viele Luftblasen verloren gehen.
Anschliessend kommen je nach Rezept Olivenöl, Salz, Kräuter oder weitere Zutaten auf den Teig.
Welche Zutaten passen auf Focaccia?
Eine Focaccia braucht keinen aufwendigen Belag. Olivenöl, Salz und Rosmarin reichen bereits für eine klassische und aromatische Variante.
Daneben passen beispielsweise:
Oliven
Zwiebeln
kleine Tomaten
Kartoffelscheiben
Knoblauch
verschiedene Kräuter
saisonales Gemüse
Käse
Wie bei der Pizza sollte auch eine Focaccia nicht unnötig überladen werden. Zu viel feuchter Belag kann verhindern, dass der Teig gleichmässig durchbäckt.
Tomaten und anderes wasserreiches Gemüse sollten deshalb mit etwas Abstand auf dem Teig verteilt werden. Feste Zutaten können vorsichtig in die Oberfläche gedrückt werden, damit sie beim Backen nicht herunterfallen.
Focaccia als Beilage, Apéro oder Mahlzeit
Focaccia lässt sich sehr vielseitig servieren. In Stücke geschnitten passt sie zu einem Apéro, zu Salat, Suppe oder Grilliertem. Sie kann aber auch aufgeschnitten und gefüllt werden.
Auf meinem Blog findest du bereits verschiedene Möglichkeiten:
Die Rezepte zeigen auch, wie flexibel der Grundgedanke der Focaccia ist. Neben einer eher klassischen Variante mit Rosmarin gibt es gefüllte, belegte und regional angehauchte Interpretationen.
Focaccia am besten frisch geniessen
Frisch gebacken und noch leicht warm schmeckt Focaccia besonders gut. Ist etwas übrig, kann sie später kurz aufgebacken werden. Dadurch wird die Oberfläche wieder etwas knuspriger und der Teig weicher.
Focaccia Svizzera
Der Abschluss unserer italienischen Teigreise
Focaccia zeigt besonders schön, wie aus wenigen Zutaten ganz unterschiedliche Gebäcke entstehen können. Die Focaccia genovese ist weich, aromatisch und von Olivenöl geprägt. Die Focaccia di Recco besteht dagegen aus hauchdünnem Teig und einer weichen Käsefüllung.
Damit endet auch meine kleine Serie über Pizza, Pinsa und Focaccia. Obwohl alle auf einfachen Teigen beruhen, unterscheiden sie sich deutlich in Form, Konsistenz und Backweise.
Wer die ganze Serie lesen möchte, findet hier die weiteren Beiträge:
Was ist Pinsa? Herkunft, Teig und Unterschied zur Pizza
Quellen und weiterführende Informationen
Associazione Verace Pizza Napoletana International Regulations – Vera Pizza Napoletana Informationen zu den Merkmalen, zur Herstellung und zur traditionellen Backweise der neapolitanischen Pizza. Abgerufen am 29. Juli 2026.
UNESCO Intangible Cultural Heritage Art of Neapolitan ‘Pizzaiuolo’ Informationen zur Aufnahme der Kunst des neapolitanischen Pizzaiuolo in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2017. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Turismo Roma La pizza Informationen zur römischen Pizza tonda, zur knusprigen Scrocchiarella sowie zu Pizza al taglio und weiteren römischen Pizzaformen. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Turismo Roma La Pinsa Romana Informationen zur modernen Entwicklung der Pinsa Romana, zu ihrer ovalen Form, zur Mehlmischung und zur Abgrenzung von der häufig erzählten antiken Ursprungsgeschichte. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Di Marco – Herstellerinformation Die Geschichte der Pinsa Romana Herstellerangaben zur Entwicklung der modernen Pinsa durch Corrado Di Marco und zu den Merkmalen der ursprünglichen Mehlmischung. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Italia.it 11 typische Produkte aus Ligurien Informationen zur Focaccia genovese, zu ihren typischen Vertiefungen und Belägen sowie zur Focaccia di Recco. Abgerufen am 29. Juli 2026.
Joyn / ProSieben Galileo – Pizza weltweit 3.0 Galileo-Folge vom 26. Januar 2020, in der die Pinsa einem breiten Publikum vorgestellt wurde. Abgerufen am 29. Juli 2026.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Focaccia-mit-Uebernachgare-scaled.jpg14412560Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-10-02 08:00:002026-08-30 11:42:03Focaccia: Herkunft, Varianten und Tipps für den Teig
Die veganen Pilzweggen habe ich im letzten Herbst für meinen Kurs «Vegane Küche» entwickelt und ausgiebig getestet. In diesem Herbst stehen im Kurs wieder neue herbstliche Gerichte auf dem Programm und bald werde ich dafür mit dem Testen beginnen. Die Pilzweggen bleiben aber auf jeden Fall zu Hause in meinem Repertoire, denn sie sind einfach in der Zubereitung und sind köstlich.
Die würzige Füllung besteht aus braunen Champignons, Lauch und Knoblauch. Tomatenpüree, scharfer Senf und Sojasauce sorgen für zusätzlichen Geschmack.
Pilzweggen
Veganes Herbstgebäck für verschiedene Gelegenheiten
Die Pilzweggen passen wunderbar auf ein Apéro- oder Fingerfood-Buffet. Sie lassen sich auch gut zu einem Picknick mitnehmen oder unterwegs essen. Mir schmecken sie allerdings direkt aus dem Ofen am besten. Zusammen mit einem feinen grünen Salat ergeben sie ein unkompliziertes herbstliches Abendessen.
Damit die Füllung nicht zu feucht wird, werden Lauch und Champignons nacheinander angebraten. Anschliessend sollte die Pilzmischung etwas abkühlen, bevor sie auf dem Blätterteig verteilt wird. Der Teig wird aufgerollt und in Stücke geschnitten. So entstehen ohne grossen Aufwand 16 vegane Pilzweggen.
Herbstliches Blätterteiggebäck mit Champignons und Lauch für Apéro, Picknick oder ein unkompliziertes Abendessen.
Servings: 16Stück
Calories: 98kcal
Zutaten
1rechteckig ausgewallter veganer Blätterteig
500gbraune Champignons
1EL Olivenöl
1Lauchca. 200 g, in feine Streifen geschnitten
1Knoblauchzehe
½EL scharfer Senf
1EL Tomatenpüree
1EL Sojasauce
Pflanzendrink zum Bestreichen
Anleitungen
Die Champignons sehr fein hacken.
Den Lauch im Olivenöl während 10 Minuten dünsten. Herausnehmen und die Champignons während 5 Minuten anbraten.
Knoblauch, Lauch, Senf, Tomatenpüree und Sojasauce dazugeben und alles weitere 2 Minuten braten. Die Füllung anschliessend abkühlen lassen.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Den Blätterteig flach auslegen. Die Füllung als Strang auf dem Teig verteilen und den Teig aufrollen. Die Rolle gut andrücken und in 16 Stücke schneiden.
Die Pilzweggen mit Pflanzendrink bestreichen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Für etwa 25 Minuten backen, bis der Blätterteig goldbraun ist.
Vegane Pilzweggen
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Pilzweggen.jpg13332000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-29 08:00:002026-08-07 16:27:00Vegane Pilzweggen mit Champignons und Lauch
Süsse Chocolate Chip Cookies passen für mich immer. Aussen sollen sie leicht knusprig werden, während die Mitte noch weich bleibt. Und natürlich braucht es in jedem Cookie genügend Schokoladenstücke.
Das Rezept basiert auf einem älteren Chocolate-Chip-Cookie-Rezept von meinem Blog. Für diese Version habe ich es etwas vereinfacht, die Schokoladenmenge angepasst und die Cookies kleiner portioniert. So lassen sie sich unkompliziert backen und auch gut für später vorbereiten.
Chocolate Chip Cookies mit viel Schokolade
Für die Cookies verwende ich 200 g Crémant-Schokolade. Diese Menge passt für mich gut: Die Cookies sind deutlich schokoladig, der Teig lässt sich aber trotzdem problemlos mischen und portionieren.
Die Schokolade muss nicht sorgfältig in gleichmässige Stücke gehackt werden. Ich lasse die Tafeln in der geschlossenen Verpackung und zerschlage sie darin in unterschiedlich grosse Stücke. So entstehen ganz unkompliziert kleine Schokoladensplitter und grössere Stücke.
Gerade diese Mischung gefällt mir bei Chocolate Chip Cookies besonders gut.
Süsse Chocolate Chip Cookies
Bei diesen Cookies nicht am Zucker sparen
Es gibt viele süsse Rezepte, bei denen sich die Zuckermenge einfach und ohne grosse Geschmackseinbussen reduzieren lässt. Dieses Cookie-Rezept gehört allerdings nicht dazu.
Wird weniger Zucker verwendet oder werden nur schon die Zuckerarten ausgetauscht, verändern sich die Cookies sofort. Geschmack und Konsistenz sind dann nicht mehr so, wie sie bei diesem Rezept sein sollen.
Darum esse ich lieber einen Cookie weniger, spare dafür bei diesem Rezept aber nicht am Zucker.
Gleichmässige Cookies mit einem kleinen Glacelöffel
Zum Portionieren verwende ich einen kleinen Glacelöffel. Eine Teigportion wiegt ungefähr 25 g. Dadurch werden die Cookies eher klein und lassen sich relativ gleichmässig auf den Blechen verteilen.
Aus dem Rezept entstehen etwa 39 Cookies.
Zwischen den einzelnen Teigportionen sollte genügend Abstand bleiben, da die Cookies beim Backen auseinanderlaufen.
Knuspriger Rand und weiche Mitte
Die Cookies werden bei 160 Grad Umluft gebacken. Bei Portionen von ungefähr 25 g waren sie nach etwa 12 Minuten richtig.
Direkt nach dem Backen sind sie noch weich und sollten deshalb zuerst kurz auf dem Blech ruhen. Beim Abkühlen werden sie stabiler. Der Rand wird knusprig, während die Mitte weich bleibt.
Da Backöfen unterschiedlich backen, lohnt es sich, die Cookies gegen Ende der Backzeit im Auge zu behalten. Sie sollten noch nicht vollständig fest wirken, wenn sie aus dem Ofen kommen.
Zwei Bleche gleichzeitig backen
Bei Umluft können zwei Bleche gleichzeitig in den Ofen geschoben werden. Ich habe die Cookies sowohl auf einem normalen Backblech als auch auf einem gelochten Profibackblech gebacken.
Auf beiden Blechen sind sie gut gelungen. Auf dem Lochblech wirkten sie etwas gleichmässiger, der Unterschied war aber klein. Ein normales Backblech reicht für das Rezept völlig aus.
Süsse Chocolate Chip Cookies
Chocolate-Chip-Cookie-Teig vorbereiten
Der Teig lässt sich gut mit dem Glacelöffel portionieren. Dadurch können die Teigkugeln vorbereitet und später gebacken werden.
Das ist besonders praktisch, wenn nicht alle Cookies auf einmal benötigt werden oder spontan frisch gebackene Cookies auf den Tisch kommen sollen.
Fertig gebackene Cookies einfrieren
Auch fertig gebackene Chocolate Chip Cookies sollen sich für später einfrieren lassen. Dafür müssen sie vollständig ausgekühlt sein, bevor sie gut verpackt in den Tiefkühler kommen.
Aufbewahrung
Die vollständig ausgekühlten Cookies werden am besten in einer gut verschlossenen Dose aufbewahrt.
Süsse Cookies für Schokoladenfans
Diese Chocolate Chip Cookies sind bewusst süss und schokoladig. Durch die kleineren Portionen lassen sie sich gut verteilen, vorbereiten und nach Bedarf backen.
Besonders mag ich die Kombination aus dem knusprigen Rand, der weichen Mitte und den unterschiedlich grossen Schokoladenstücken. Genau so sollen Chocolate Chip Cookies für mich sein.
200gZartbitterschokoladezerkleinert oder in der Packung "zerschlagen"
Anleitungen
Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
Den Zucker, die Vanille und die Butter in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine für ca. 10 Minuten aufschlagen. Das Ei unterrühren. Mehl, Salz und Backpulver vermischen und mit geringer Geschwindigkeit unter den Teig mischen. Zum Schluss die Schokolade unterheben.
Aus dem Teig, jeweils 45 g grosse Kugeln formen. oder mit einem kleinen Glacelöffel portionieren. Auf ein mit Packpapier belegtes Backblech legen. Zwischen den Cookies ausreichend Abstand behalten, denn sie gehen schön in die Breite.
Im vorgeheizten Ofen ca. 12nmin backen.
Die Cookies aus dem Ofen nehmen, wenn die Ränder dich goldbraun verfärben, auch wenn Sie auf Druck noch weich sind.
Die Cookies auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Dabei die Cookies ganz vorsichtig mit einem Spachtel vom Blech heben, denn in warmen Zustand sind sie sehr zerbrechlich.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Chocolate-Chip-Cookies.jpg11262000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-09-16 08:00:002026-09-16 10:51:49Süsse Chocolate Chip Cookies
Am 1. August begeht die Schweiz ihren Nationalfeiertag, der an den Bundesbrief von 1291 erinnert. Traditionell wird dieser Tag mit typischen Bräuchen wie Höhenfeuern, Feuerwerk, Brunch auf dem Bauernhof und politischen Reden begangen. Aufgrund der anhaltenden Dürre werden Höhenfeuer und Feuerwerk in diesem Jahr vermutlich ausfallen. Kulinarisch bietet der Nationalfeiertag jedoch zahlreiche Highlights.
Als Erstes denke ich an den 1.-August-Weggen. Danach kommt alles, was man für einen gemütlichen Brunch braucht: Zopf, Käse, Aufschnitt. Zum Znacht passen natürlich Grilladen oder ein Wurst-Käse-Salat.
1. August-Weggen
Wie man den 1. August-Weggen vorbereiten kann
Der 1. August-Weggen könnt ihr auf verschiedene Arten vorbereiten. Zum einen könnt ihr das ganze Rezept am 1. August frisch zubereiten und ihn dann auch gleich warm geniessen. Ihr könnt die Brötli aber auch früher fertig backen, einfrieren und am Feiertag nur noch kurz aufbacken. Oder ihr bereitet die Brötchen am Vortag vor und backt sie nach einer Nacht im Kühlschrank frisch, diese Variante erkläre ich euch weiter unten.
Persönlich habe ich mich diesen Sommer fürs Einfrieren entschieden. So bin ich gut vorbereitet, und falls etwas anderes dazwischenkommt wie ein Brunch auf dem Bauernhof, eine spontane Einladung oder mehr/weniger Personen, die zum Zmorgen zu Hause sind, kann ich die Brötchen im Tiefkühler lassen oder genau so viele aufbacken, wie wir benötigen.
Der Teig – einfach und zuverlässig
Die Zubereitung – das Rezept dazu findet ihr im Anschluss – ist gar nicht schwer. Der Teig ist in ca. 15 Minuten gemacht, dann darf er ruhen, bevor er geformt wird. Normalerweise lasse ich ihn etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen, bis er sich verdoppelt hat. Danach forme ich die Brötchen und lasse sie nochmals 30 Minuten gehen.
Kurz vor dem Backen kann man mit einem scharfen Messer oder einer Schere ein Schweizerkreuz in die Brötchen schneiden. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt auch für eine schöne Form.
Übernachtgare – perfekt für entspannte Feiertage
Wenn ihr die Brötchen am Vortag vorbereiten möchtet, geht ihr so vor:
Teig herstellen und 1 Stunde anspringen lassen.
Brötchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
Das Blech gut abdecken (z. B. mit einer Haube oder Frischhaltefolie) und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am Morgen die Brötchen 40 – 60 Minuten akklimatisieren lassen, damit sie nicht eiskalt in den Ofen kommen.
Schweizerkreuz einschneiden und wie im Rezept beschrieben backen.
Die Brötchen werden wunderbar aromatisch, bleiben saftig und passen perfekt zu jedem 1.-August-Brunch.
Bananenmuffins und Bananencakes gehören für mich zu den liebsten Rezepten zur Resteverwertung von Bananen. Für dieses Rezept braucht es keine Butter – wir verwenden stattdessen ein Pflanzenöl aus dem Vorrat. Wer die Muffins vegan zubereiten möchte, kann das Ei problemlos weglassen. Die Konsistenz verändert sich leicht, aber köstlich bleiben sie trotzdem. Ich backe gerne mit Olivenöl, aber natürlich funktionieren auch Raps- oder Sonnenblumenöl wunderbar.
Bananen gehören zu diesen Früchten, die bei uns zu Hause im Alltag immer mal wieder ihr eigenes Tempo entwickeln. An manchen Tagen verschwinden sie schneller, als ich hinschauen kann und eine Woche später liegen sie unberührt im Früchtekorb, weil sich scheinbar niemand mehr für sie interessiert. Haben sie mal die ersten schwarzen Flecken gebildet, werden sie sowieso von der Familie nicht mehr angerührt. Genau in solchen Momenten zeigen sich Bananenmuffins oder Bananencakes als „Rettung“. Sie sind unkompliziert, flexibel und wunderbar geeignet, um reife oder sogar überreifen Bananen vor dem Wegwerfen zu bewahren.
Bananenmuffins aus geretteten Bananen
Reife Bananen zu köstlichen Bananenmuffins verarbeiten
Ich freue mich ehrlich gesagt, wenn die Bananen ab und zu vergessen werden. Manchmal kaufe sie auch schon mal so Supermarkt, wenn die schon etwas fleckigen Bananen mit grossem Rabatt angeboten werden. Für viele sind sie vielleicht nicht mehr perfekt, für Bananenmuffins hingegen sind sie ein wahrer Glücksfall. Je reifer die Banane, desto aromatischer der Teig und desto weniger zusätzliche Süsse braucht es. So entsteht ein Gebäck, das nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch ein kleines Statement gegen Food Waste setzt.
Food Waste vermeiden – ohne Dogma
Dabei geht es nicht darum, dogmatisch zu sein. Manchmal lässt sich etwas nicht retten, manchmal geht etwas vergessen, das passiert in jedem Haushalt. Viel wichtiger ist die Freude daran, aus dem, was da ist, etwas Feines zu zaubern. Und genau das gelingt mit diesen Muffins besonders gut. Sie kommen ohne Butter aus, lassen sich mit einfachem Pflanzenöl zubereiten und funktionieren sogar vegan, wenn das Ei weggelassen wird. Die Konsistenz verändert sich leicht, aber der Genuss bleibt.
Bananen Muffins
Flexibilität und Kreativität
Das Schönste an diesem Rezept ist seine Flexibilität: ein paar Schokostückchen, eine Handvoll Nüsse, ein Rest Beeren, etwas Zimt oder Haferflocken alles darf, nichts muss. So entstehen jedes Mal Muffins, die ein bisschen anders schmecken und doch immer vertraut sind. Sie passen zum Frühstück, zum Znüni, zum Zvieri oder einfach als kleiner Glücksmoment zwischendurch.
Bananenmuffins zeigen, wie einfach Resteverwertung sein kann: ein paar Zutaten, ein wenig Zeit und die Bereitschaft, reifen Bananen eine zweite Chance zu geben. Und am Ende steht ein Duft in der Küche, der daran erinnert, wie viel Genuss in den kleinen Dingen steckt. Bei diesem Rezept braucht es keinen Butter, denn wir können es mit Pflanzenöl aus unserem Vorrat zubereiten. Wer die Muffins vegan zubereiten möchte, kann ohne Probleme das Ei weglassen. Die Konsistenz der Muffins verändert sich zwar dabei, dennoch werden sie köstlich.
Diese saftigen Bananenmuffins sind die perfekte Resteverwertung für reife Bananen. Sie kommen ohne Butter aus, sind schnell gerührt und lassen sich nach Lust und Laune mit Schokolade, Nüssen oder Früchten ergänzen. Ideal für Znüni, Zvieri oder als kleiner süsser Snack.
Servings: 8Stück
Zutaten
2überreife Bananen
150gMehl
50gZucker oder alternative Süsse
1Ei(optional für vegane Version weglassen)
50gOlivenöl (oder ein neutrales Pflanzenöl
Optional: FrüchteresteNüsse, Haferflocken, Zimt
Anleitungen
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Bananen zerdrücken und mit Ei und Öl vermischen.
Mehl, Zucker und optionale Zutaten unter den Teig heben. Den Teig in ein mit Muffinförmchen ausgelegten Muffinblech füllen und für 20–25 Minuten backen.
Notizen
TippMit Schokolade, Beeren, Äpfeln, Zimt oder Nüssen ergänzen.
Die Bananenmuffins sind 2–3 Tage haltbar oder können eingefroren werden.
Bananenmuffins
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/03/Bananen-Muffins-mit-Schokolade.jpg13332000Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-03-10 08:00:002026-10-19 08:38:45Bananenmuffins – Einfaches Rezept zur Resteverwertung reifer Bananen
Am 6. Januar feiern wir in der Schweiz traditionell den Dreikönigstag und natürlich gehört ein feiner Dreikönigskuchen dazu. Über die Jahre sind auf meinem Blog verschiedene Rezepte entstanden, ausprobiert, weiterentwickelt und verfeinert worden. Einige sind besonders praktisch, andere ganz klassisch und wieder andere sind entstanden, weil ich neugierig war und Neues testen wollte.
Inzwischen gibt es eine schöne Auswahl an Dreikönigskuchen, die für unterschiedliche Situationen geeignet sind. Egal ob du gemütlich backen möchtest, mit Kindern arbeitest, früh bereit sein willst oder einfach Freude am Experimentieren hast, hier findest du sicher das passende Rezept.
Meine Dreikönigskuchen Rezepte im Überblick
Hier findest du meine drei Lieblings-Rezepte.
Dreikönigskuchen mit Übernachtagare
⭐ Dreikönigskuchen mit Übernachtgare
Perfekt für alle, die entspannt in den Dreikönigstag starten möchten. Der Teig ruht über Nacht im Kühlschrank, entwickelt ein feines Aroma und kann morgens frisch gebacken werden. Dieses Rezept ist ganz klar mein Favorit für den 6. Januar. Ich bereite ihn am Abend vorher vor und am Dreikönigstag muss er nur noch gebacken werden. Hier geht es zum Rezept: Dreikönigskuchen mit Übernachtgare
⭐ Mein erster Dreikönigskuchen
Mit diesem Rezept hat auf meinem Blog alles begonnen. Viel Herzblut, viel Ausprobieren und ein Stück Backgeschichte. Schön für alle, die gern Einblicke hinter die Kulissen mögen. Dies ist eins meiner liebsten Rezepte: erstes Dreikönigskuchenrezept
⭐ Dreikönigskuchen vom Synchronbacken
Ein ganz besonderes Rezept, das im Rahmen eines Synchronbackens entstanden ist. Hier stehen Backfreude, Austausch und Gemeinschaft im Vordergrund, begleitet von einem köstlichen Resultat. Dabei haben wir aufs neue herausgefunden, dass wenn 5 Personen das gleiche Rezept backen, 5 verschiedene Ergebnisse entstehen können. Synchron Dreikönigskuchen
Dreikönigskuchen
Welcher Dreikönigskuchen passt zu dir?
Ob praktisch vorbereitet, ganz klassisch, mit Geschichte oder als Gemeinschaftserlebnis gebacken, jeder dieser Dreikönigskuchen hat seinen eigenen Charme. So kannst du dir jedes Jahr aufs Neue überlegen, welche Variante gerade zu deiner Familie, deiner Klasse oder deiner Runde passt. Um den König zu küren brauchts du übrigens nicht unbedingt eine Plastikfigur. Wir verwenden dafür eine Mandel oder ein eingefärbtes Stück Teig.
Ich wünsche dir viel Freude beim Stöbern, Nachbacken und Geniessen. Vielleicht wird ja dieses Jahr jemand ganz Neues zur Königin oder zum König gekrönt. Lasst es mich wissen!
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2019/01/Dreikönigskuchen-Titelbild.jpg12001600Tamarahttps://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.pngTamara2026-01-02 08:00:002026-10-15 13:09:21Tradition, Freude und viele leckere Dreikönigskuchen
Für meine schwarzen Bohnenburger habe ich feine Brioche Burger Buns gebacken und das Rezept möchte ich unbedingt mit euch teilen! Die selbstgemachten Buns schmecken wunderbar weich, leicht süsslich und buttrig – genau so, wie man es sich bei Brioche vorstellt.
Sie sind besonders luftig und passen wunderbar zu herzhaften Burgern aller Art.
Brioche Burger Buns mit Sesam
Hefeteigliebe – darum backe ich Burger Buns selbst
Ich liebe es, Brot zu backen – besonders mit Hefeteig. Das Kneten, das Gehenlassen und der Duft beim Backen sind für mich etwas sehr Beruhigendes. Im Blog findet ihr bereits einige Rezepte für verschiedene Burger Buns – von der klassischen, neutralen Variante über Vollkornbuns bis hin zu fluffigen Milchbrötchen.
Falls du lieber „normale“ Burger Brötchen magst, findest du hier ein paar erprobte Rezepte: [Burger Buns].
Brioche Buns – weich, buttrig, ein bisschen Luxus
Heute geht es aber um Brioche: Diese französisch inspirierte Variante ist etwas gehaltvoller – durch Butter, Milch und Ei entsteht ein besonders weicher, fast zarter Teig. Die Brötchen bekommen dadurch nicht nur mehr Geschmack, sondern auch eine schöne goldene Farbe. Wer Burger liebt, wird diese Brioche Buns definitiv ausprobieren wollen.
Ich backe sie gerne frisch am Tag des Grillens oder friere sie direkt nach dem Abkühlen ein – so habe ich immer welche auf Vorrat. Und mit ein paar Minuten im Ofen oder auf dem Grill sind sie schnell wieder wie frisch gebacken.
Dieses Rezept für Brioche Burger Buns ist perfekt für selbstgemachte Burger. Weich, buttrig und luftig – ideal zu Bohnenburgern, Smashed Burgers & Co.
Zutaten
Teig
500gWeissmehl
50gHartweizengriess
100mlMilchzimmerwarm
100mlWasserzimmerwarm
1TLZucker
15gfrische Hefe
2EierGrösse M
75gweiche Butter
11gSalz
Anstrich
1Eigelb und 1 EL Milch zum Bestreichen
1EL Sesamsamen zum Bestreuen
Anleitungen
Teig
Für den Vorteig das Mehl und den Griess in die Rührschüssel der Haushaltsmaschine geben und eine Mulde hineindrücken. Wasser, Milch und Zucker vermischen, Hefe hineinbröckeln und darin auflösen. In die Mulde geissen und mit etwas Mehl verrühren. Etwas Mehl darüber streuen und für 15 Minuten stehen lassen. Es sollten jetzt Bläschen sichtbar sein.
Eier und Salz dazu geben und 5 Minuten auf der untersten Stufe kneten lassen. 3 Minuten auf der nächt höheren Stufe kneten lassen.
Butter in Stücken dazu geben und den Teig so lange kneten lassen, bis sie sich gut mit dem Teig verbunden hat.
Gare
Zu einer Kugel formen und in einer mit Öl ausgestrichenen Schüssel zugedeckt in ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Der Teig sollte sich verdoppeln.
Den Teig in 8 gleichschwere Teile teilen und diese zu runden Brötchen schleifen. Die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und etwas flach drücken.
Stückgare
Zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Eigelb mit der Milch verrühren und eine Prise Salz und Zucker dazu geben. Die Brötchen mit der Mischung bestreichen und mit Sesam bestreuen.
Backen
Backofen auf 200 Grad vorheizen
Im vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.
Fotzelschnitte-Waffeln und die „normalen“ Fotzelschnitten haben zugegebenermassen einen eher speziellen Namen. Doch das Gericht – das es in ähnlicher Form, einfach unter anderem Namen, in vielen Ländern gibt – ist seit Generationen ein Klassiker.
Fotzelschnitten – Ein Klassiker der Resteverwertung
Manchmal sind die einfachsten Gerichte die besten – und Fotzelschnitten sind das perfekte Beispiel dafür. Bei uns wird dieses Gericht seit Generationen gekocht. Es ist überaus einfach und eine tolle Art der Resteverwertung.
Fotzelschnitten-Waffeln
Ursprung und Bedeutung
Der Name „Fotzelschnitten“ klingt vielleicht ein wenig komisch, doch dahinter steckt eine lange Tradition. Das Wort „Fotzel“ bedeutet in der schweizerdeutschen Mundart „Fetzen“ oder „Stück“ – in diesem Fall bezieht es sich auf die geschnittenen Brotscheiben. Doch nicht nur darauf: In der Schule oder auf dem Pausenhof mussten wir früher oft „fötzele“ – also Papierschnipsel und Abfall aufsammeln.
Fotzelschnitten waren schon immer eine Möglichkeit, hart gewordenes Brot sinnvoll zu verwerten, anstatt es wegzuwerfen – ein Prinzip, das heute aktueller ist denn je, gerade angesichts der stetig steigenden Lebensmittelpreise. Bereits früher, als Lebensmittelverschwendung kaum denkbar war, fanden Menschen kreative Wege, altes Brot geniessbar zu machen. Durch das Einweichen in eine Mischung aus Milch und Ei erhält das trockene Brot eine neue, weiche Konsistenz, bevor es in der Pfanne goldbraun gebraten wird. Serviert werden Fotzelschnitten bei uns meist mit Zimt und Zucker und/oder Apfelmus.
Verwandte der Fotzelschnitte
Dieses Prinzip gibt es natürlich nicht nur bei uns in der Schweiz, ähnliche Gerichte gibt es überall:
Arme Ritter (Deutschland) – Ebenfalls aus altem Brot gemacht, meist süss mit Zucker und Zimt serviert.
French Toast (USA) – Weltweit bekannt, oft mit Ahornsirup oder Früchten genossen.
Pain Perdu (Frankreich) – Wörtlich „verlorenes Brot“, eine französische Variante.
Torrijas (Spanien) – Besonders zu Ostern beliebt, meist mit Honig oder Zucker.
Wentelteefjes (Niederlande) – Eine fast identische Zubereitung, oft mit Zimt und Zucker verfeinert.
Diese Variationen zeigen, dass die Idee, altes Brot in etwas Wunderbares zu verwandeln, überall auf der Welt geschätzt wird. Die Basis ist einfach, aber die Möglichkeiten sind vielfältig.
Fotzelschnitten – Waffeln mit Zimtzucker
Fotzelschnitten oder Fotzelschnitten-Waffeln
Fast immer, wenn bei uns Zopf oder Brioche vom Wochenende übrig bleibt, verwandle ich ihn in Fotzelschnitten oder French Toast. Fotzelschnitten lassen sich zwar auch salzig zubereiten, zum Beispiel mit Schinken und Käse, aber ich persönlich bevorzuge die süsse Variante.
Ob süss oder salzig – die Zubereitung geht ganz schnell. Dafür verwende ich pro 2–3 Brotscheiben ein Ei, das ich mit einem Gutsch Milch sowie je einer Prise Salz und Zucker vermische. Die Brotscheiben lasse ich kurz darin einweichen. Anschliessend brate ich sie in der Pfanne – oder, wie hier gezeigt, im Waffeleisen. Das geht schneller und einfacher.
Pane Cafone Napoletano – rustikales Brot mit italienischer Seele
Am vergangenen Wochenende war wieder #synchronbacken-Zeit – und das diesmalige Thema Pane Cafone Napoletano hat mich gleich sofort angesprochen. Dieses italienische Landbrot aus der Region Kampanien begeistert mit seiner kräftigen Kruste, einer saftigen Krume und echtem Charakter. Allerdings habe ich mir das Rezept zunächst nicht so richtig durchgelesen und erst am Sonntag bei der Zubereitung des Hauptteiges bemerkt, wie viel Zeit das Brot tatsächlich braucht. Gleich vorweg: Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Brot ist sehr aromatisch geworden.
Was ist Pane Cafone Napoletano?
Pane Cafone ist ein traditionelles neapolitanisches Landbrot, das früher das Alltagsbrot der einfachen Leute war. Heute erlebt es eine kleine Renaissance bei allen, die Wert auf Geschmack, Handwerk und Authentizität legen.
Charakteristisch ist die lange Teigführung, meist mit einem milden italienischen Sauerteig wie Lievito Madre. In unserer Version beim #synchronbacken haben wir jedoch mit Hefe gebacken, was das Brot auch für Einsteiger*innen gut umsetzbar macht. Der Teig wird mehrfach gefaltet, wodurch eine stabile Struktur und eine offene, luftige Krume entsteht. Typisch ist auch die Mischung aus Tipo 0-Mehl und Manitoba-Mehl, was dem Brot Elastizität und Volumen verleiht.
Pane Cafone Napoletano
Mein #synchronbacken-Erlebnis
Ich habe das Rezept im Rahmen von #synchronbacken umgesetzt – einer Aktion, bei der wir gleichzeitig dasselbe Rezept ausprobieren und unsere Ergebnisse erst auf Instagram und später dann auf unseren Blogs teilen. Organisiert wird der Event von Zorra vom Blog Kochtopf. Grundlage für dieses Mal war das Pane Cafone Napoletano von Profumo di Lievito.
Den Vorteig haben wir am Samstag vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am Sonntag wurde dann der Hauptteig zubereitet, gefaltet, geformt, nochmals gehen gelassen und schliesslich gebacken – und das Ergebnis war überzeugend: eine knusprige Kruste und ein feuchtes, aromatisches Innenleben. Besonders gut schmeckt das Brot zu Olivenöl, mit Tomaten oder einfach pur mit etwas Butter.
Da ich das passende Mehl zum Originalrezept nicht hatte, habe ich ein Gemisch aus Tipo 0-Mehl, Haushaltsmehl und Semola verwendet. Die Mischung hat gut geklappt.
Ein wirklich tolles Brotrezept – allerdings ist es für mich etwas zu aufwendig, um nur einen Laib Brot zu backen. Ich war gefühlt den ganzen Sonntag damit beschäftigt. Beim nächsten Mal werde ich eine größere Menge zubereiten und einen Teil des Brotes einfrieren.
Rustikales italienisches Brot mit Vorteig im Topf gebacken.
Gericht: Brot
Küche: Italien
Suchbegriff: Hefeteig, Übernachtgare, Vorteig
Kochutensilien
Gusseisentopf
Zutaten
Pasta di riporto (alter Vorteig) – am Vortag zubereiten
100gMehl W 300ich habe Typo 00 verwendet
70gWasser
2gfrische Hefe
2gSalz
Hauptteig
600gMehl W 250ich habe 450 g Typo 0, 50 g Haushaltsmehl und 100 g Semola verwendet
420gWasserRaumtemperatur
5frische Hefe
13gSalz
1TLMalz oder Honigich habe Honig verwendet
gesamter Vorteig
Anleitungen
Pasta di riporto herstellen
Alle Zutaten verkneten, 2x aufgehen lassen (jeweils mit kurzem Durchkneten dazwischen), dann abgedeckt über Nacht im Kühlschrank lagern.
Hauptteig kneten
Hefe und Malz im Wasser auflösen. Mehl einrühren. Dann Salz und Vorteig zufügen. Mit dem Teighacken für 3 Minuten auf der ersten Stufe und danach 12 Minuten auf der zweiten Stufe kneten lassen.
Teigruhe und Falten
Den Teig 30 Minuten ruhen lassen, dann "Dehnen und Falten". Mit der Nat nach unten abgedeckt ruhen lassen.
Nach weiteren 30 Minuten nochmals "Dehnen und Falten". Mit der Nat nach unten abgedeckt ruhen lassen.
Nach weiteren 15 Minuten durch leichtes Bewegen auf der Arbeitsfläche rund formen. Abgedeckt weiter aufgehen lassen.
Nach ca. 60 Minuten fertig formen. Dabei darauf achten, dass die Luft nicht entweicht. Auf ein Backpapier legen und mit Mehl bestäuben.
Bei 28–30 °C ca. 50 Minuten gehen lassen, bis das Volumen sich verdoppelt hat. (Ich habe es für 30 Minuten im 30 Grad warmen Ofen aufgehen lassen, danach herausgenommen und den Ofen mit Gusseisentopf auf 250 Grad vorgeheizt)
Backen
Den Backofen mit dem Gusseisentopfe auf 250 Grad vorheizen.
Das Brot auf dem Backpapier in den Topf geben. Deckel schliessen.
Für 20 Minuten geschlossen backen. Danach den Deckel abnehmen und das Brot bei 200 Grad für weitere 20 – 30 Minuten backen.
Abkühlen lassen
Das fertige Brot aus dem Topf nehmen, Boden abklopfen (es soll hohl klingen), im offenen (ausgeschalteten) Ofen abkühlen lasse.
Fazit: Ein Brot mit Geschichte und Geschmack
Pane Cafone Napoletano ist mehr als nur ein Brot – es ist ein Stück italienischer Alltagskultur. Wer rustikale Brote liebt, wird dieses Rezept mögen. Dank der langen Teigführung und der einfachen Zutaten wird mit etwas Aufwand ein tolles Brot.
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