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Zimtschnecken mit Hermann-Teig

Der Hermann-Teig machte schon in den 1970 und 1980er als Freundschaftsbrief seine Runden. Ganz im Zeichen von „sharing is caring“ wird beim Hermann-Teig der Teig nach dem Ansetzen an Freunde und Familie weitergegeben. Der Teig kann dann zu einem Freundschafts-Kuchen oder einem anderen feinen Gebäck verbacken werden. Eine schöne Sache, wie ich finde. Die neue Reise vom Hermann-Teig startet bei uns mit dem Züchten eines neuen Teiges aus Mehl, Hefe, Zucker und Milch. Das Grundrezept findest du hier: Grundrezept Hermann-Teig. Den gezüchteten Hermann-Teig habe ich für den Hefeteig meiner Zimtschnecken verwendet. Die Zimtschnecken mit Hermann-Teig werden schön feucht und bleiben länger frisch. Wie lange sie wirklich frisch bleiben, konnte ich leider nicht testen, da die letzte Zimtschnecke schon am nächsten Morgen weg war.

Zimtschnecken mit Hermann-Teig

Süsser Sauerteig

Der Hermann-Teig ist ein süsser Sauerteig und enthält neben Hefe, Mehl und Milch auch einen grossen Anteil Zucker. In jedem Sauerteig entstehen lebende Kulturen und wenn er gut gepflegt wird, kann er mehrere Jahre alt werden. Eine Anleitung für „normalen“ Sauerteig findest du auch im Blog: Sauerteig

Rezept für Zimtschnecken mit Hermann-Teig

Egal ob sie Zimtschnecken, Cinamon Buns oder Kanelbullar genannt werden. Das leckere Hefeteiggebäck mit Zimt ist bei uns sehr beliebt. Ich backe sie sehr gerne in einer Muffin- oder Gratinform, so bleiben Butter und Zucker dort wo sie sein sollen. Im Blog findest du Rezepte für Zimtschnecken und auch Nussschnecken.

Für den Hefeteig werden zuerst alle Zutaten, bis auf die Butter, in die Schüssel der Haushaltsmaschine gegeben und 8 Minuten lang geknetet. Der Teig wird dabei schön geschmeidig. Die Butter kommt erst danach in den Teig. Dieser wird dann so lange geknetet, bis die Butter sich mit dem Teig verbunden hat und der Teig sich grösstenteils von der Schüssel löst. Der Teig soll sich zugedeckt bei Raumtemperatur in etwa verdoppeln. Dabei darauf achten, dass der Teig keiner Zugluft ausgesetzt ist.

Zimtschnecken mit Hermann-Teig
Zimtschnecken mit Hermann-Teig

Zimtschnecken mit Hermann-Teig

Zimtschnecken mit Hermann-Teig werden schön feucht und bleiben länger frisch.
Gericht: Frühstück
Land & Region: Amerika
Keyword: Hefeteig, Zimschnecken
Portionen: 8 Stück

Zutaten

Hefeteig

  • 325 g Mehl
  • 130 ml Milch aus dem Kühlschrank
  • 1 TL Salz
  • 40 g Zucker
  • 4 g Frischhefe
  • 200 g Hermann-Teig frisch gefüttert
  • 40 g weiche Butter

Füllung

  • 60 g weiche Butter
  • 40 g Zucker
  • 1-2 TL Zimt

Zuckerguss

  • Puderzucker
  • Wasser

Anleitungen

Hefeteig

  • Milch, Hermann-Teig, Frischhefe, Zucker, Salz und Mehl in die Schüssel der Haushaltsmaschine geben und auf der niedrigsten Stufe 4 Minuten kneten lassen.
  • Danach nochmals 4 Minuten auf der ersten Stufe kneten lassen. (Hinweise der Haushaltsmaschine beachten)
  • Die Butter in Stücken dazu geben und 4 bis 8 Minuten auf der ersten Stufe weiter kneten, bis sich die Butter mit dem Teig verbunden hat.
  • Den Teig zugedeckt um das Doppelte aufgehen lassen. Das dauert je nach Raumtemperatur 4 bis 5 Stunden.

Füllung

  • Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Den Teig zu einem Rechteck ausrollen.
  • Den Teig mit Butter bestreichen. Mit Zimt und Zucker bestreuen.

Formen und Backen

  • Den Teig aufrollen und in 8 gleichgrosse Stück schneiden.
  • Eine Gratinform mit Butter ausstreichen und die Zimtschnecken mit etwas Abstand zueinander in die Form legen.
  • Die Zimtschnecken für ca. 30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Etwas abkühlen lassen, nach Belieben mit Zuckerguss verzieren und noch lauwarm geniessen.

En Guete!

    Zimtschnecken mit Hermann-Teig
    Zimtschnecken mit Hermann-Teig

    Hermann-Teig Grundrezept

    Der Hermann-Teig kommt wieder zu uns

    Schon in den 1970 und 1980er Jahren machte der Hermann-Teig als eine Art Freundschaftsbrief seine Runden. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, ob wir auch einmal einen geschenkt bekommen haben. Bei diesem Teig geht es darum einen Teil des angesetzten Teiges zusammen mit der Anleitung für die weitere Vermehrung an Familie und Freunde weiterzugegeben. Der Teig wird auch Freundschafts- oder Glückskuchen genannt.

    Die Reise geht weiter

    Und jetzt geht die Reise des Hermann-Teiges in der Schweiz weiter. Angestossen wurde die neuerliche Reise von Dr. Oetker Schweiz und natürlich habe ich dabei gerne mitgemacht. Ganz im Sinne von „sharing is caring“ geht der Hermann jetzt erneut auf Reisen. Etwas ähnliches wie den Hermann gibt es auch in den USA – dort wird aus dem Teig, das „Amish Friendship Bread“ gebacken.

    Zutaten Hermann-Teig
    Zutaten

    Süsser Sauerteig

    Sauerteig

    Im Blog findest du bereits eine Anleitung, um deinen eigenen Sauerteig herzustellen und ein paar Rezepte für Sauerteig-Brote, damit du deinen eigenen Sauerteig auch gleich ausprobieren kannst.

    Der Hermann ist ein süsser Sauerteig

    Der Hermann-Teig ist allerdings ein süsser Sauerteig. Er besteht aus Mehl, Zucker, Hefe und Milch. In einem Sauerteig entstehen lebende Kulturen. Wird er gut gepflegt und dabei immer gut auf die Sauberkeit geachtet, kann der Teig mehrere Jahre alt werden. Nachfolgend zeige ich euch, wie das mit dem Hermann-Teig herstellen, dem Teilen und der Pflege genau funktioniert.

    So entsteht der Hermann-Teig

    Wer keinen „Kettenbrief-Teig“ von seinen Freunden oder Bekannten bekommen kann, kann diesen ganz einfach selbst anrühren. Dafür braucht es vor allem etwas Geduld, denn der Hermann-Teig muss 10 Tage gepflegt werden, bevor er geteilt und verbacken wird. Die Verwendung des Teiges dafür ist vielseitig, er kann sowohl im Rührteig, wie auch in einem Hefeteig verwendet werden. Ich habe ihn für einen süssen Hefeteig verwendet und daraus Zimtschnecken zubereitet. Das Rezept für die Zimtschnecken, sie werden mit dem Hermann-Teig schön feucht und sind auch am nächsten Tag noch frisch, findet ihr demnächst im Blog.

    Grundrezept für den Hermann-Teig

    Rezept für Hermann-Teig
    Hermann-Teig

    Grundrezept für Hermann-Teig

    Der Hermann-Teig braucht 10 Tage bis er geteilt und verbacken werden kann. Er kann sowohl für Rührteig, wie süsse Hefeteige verwendet werden.

    Zutaten

    Teigansatz

    • 100 g Mehl
    • 1 EL Zucker
    • 200 ml Wasser
    • 3.5 g Trockenhefe

    1. Fütterung (Tag 5)

    • 100 g Mehl
    • 150 g Zucker
    • 200 ml Milch

    2. Fütterung (Tag 10)

    • 100 g Mehl
    • 150 g Zucker
    • 200 ml Milch

    Anleitungen

    Teigansatz

    • Mehl, Zucker, Hefe und Wasser in einer verschliessbaren Kunststoffschüssel miteinander verrühren und mit verschlossenem Deckel bei Raumtemperatur stehen lassen.

    Ruhen und umrühren

    • 1. Tag ruhen lassen
      2. Tag umrühren
      3. Tag umrühren und danach in den Kühlschrank stellen. Von nun an im Kühlschrank aufbewahren
      4. umrühren und wieder in den Kühlschrank stellen

    1. Fütterung (Tag 5)

    • 5. Tag Mehl und Zucker miteinander vermischen und unter den Hermann-Teig rühren. Die Milch dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Den Teig zugedeckt in den Kühlschrank stellen.

    Umrühren und im Kühlschrank lagern

    • 6. Tag umrühren
      7. Tag umrühren
      8. Tag umrühren
      9. Tag umrühren

    2. Fütterung, teilen und verbacken (Tag 10)

    • 10. Tag Mehl und Zucker miteinander vermischen und unter den Hermann-Teig rühren. Die Milch dazugeben und alles gut miteinander vermischen.
      Den Teig in 4 Portionen à ca. 200 g teilen. Zwei Portionen verteilen, eine Portion behalten und eine Portion verbacken.
    • Um neuen Ansätze zuzubereiten bei Tag 1 beginnen.

    Notizen

    Die fertigen Teigportionen können auch eingefroren werden.
    Verwende kein Metall für die Zubereitung.
    Die Teigschüssel immer mit einem Deckel verschliessen.
    Den Teig ab dem 3. Tag im Kühlschrank aufbewahren.
    Der Hermann-Teig muss regelmässig umgerührt und nach Plan gefüttert werden.
    Am besten den Teig immer um die gleiche Zeit umrühren und füttern.