Buchbesprechung: Girl Dinner von Georgia Freedman

Werbung / Buchvorstellung – Girl Dinner von Georgia Freedman

Als ich «Girl Dinner» von Georgia Freedman zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich neugierig. Das farbenfrohe Cover fällt sofort auf, mit dem Titel konnte ich zunächst allerdings nicht viel anfangen. Erst als ich erfahren habe, dass «Girl Dinner» auf einem TikTok-Trend basiert, ergab er für mich mehr Sinn.

Gemeint sind unkomplizierte Mahlzeiten, die aus verschiedenen kleinen Gerichten, Snacks und Zutaten zusammengestellt werden. Statt eines klassischen Abendessens gibt es beispielsweise Brot, Käse, Gemüse, Dips oder Antipasti. Georgia Freedman greift diese Idee auf und zeigt, wie daraus mit wenig Aufwand eine Mahlzeit entstehen kann.

Im englischen Original trägt das Buch den etwas neutraleren Titel «Snacking Dinners». Die Autorin betont im Interview mit dem Callwey Verlag, dass sich die Idee nicht nur an Frauen richtet. Vielmehr geht es darum, die Erwartungen an das Abendessen etwas zu lockern und sich selbst mit einer unkomplizierten Mahlzeit etwas Gutes zu tun.

Beispielbild aus „Girl Dinner“ von Georgia Freedman – Callwey Verlag

Unkompliziert kochen und sich selbst etwas Gutes tun

Die Grundidee des Buches gefällt mir. Nicht jedes Abendessen muss aufwendig sein und nicht immer braucht es ein klassisches Menü. Besonders wenn man nur für sich selbst kocht, darf auf den Teller kommen, worauf man gerade Lust hat.

Auch bei uns zu Hause gibt es solche Mahlzeiten. Besonders im Sommer stellen wir Rohschinken, spanischen Käse, Burrata, Oliven, Brot und Butter auf den Tisch. Manchmal nimmt sich auch einfach jeder aus dem Kühlschrank, worauf er Lust hat. Solche ungezwungenen Abendessen können sehr gemütlich sein.

Eine ähnliche Idee findest du in meinem Beitrag über das Cheese and Meat Board beziehungsweise Plättli, das bei uns auch gerne als unkompliziertes Abendessen auf den Tisch kommt.

Ich finde es zudem schön, dass das Buch dazu ermutigt, auch eine einfache Mahlzeit für sich selbst bewusst anzurichten und zu geniessen. Einfach zu essen muss nicht bedeuten, sich keine Mühe zu geben oder gedankenlos irgendwelche Reste zu essen.

Rezeptbuch oder Inspirationssammlung?

Für mich persönlich ist «Girl Dinner» dennoch weniger ein klassisches Kochbuch als eine Sammlung von Ideen und Kombinationen. Einige Vorschläge enthalten richtige Zubereitungsschritte, bei anderen steht vor allem das Zusammenstellen verschiedener Zutaten im Mittelpunkt.

Ideen wie gebackener Feta oder Burrata mit Früchten, Pesto und Crostini finde ich durchaus ansprechend. Solche einfachen Gerichte könnte ich mir auch auf meinem Blog vorstellen. Es gibt viele Menschen, die gezielt nach unkomplizierten Rezepten und neuen Kombinationen für den Alltag suchen.

Für mich selbst wirken jedoch viele der Vorschläge recht selbstverständlich. Wenn ich Brot, Käse, Gemüse, Aufstriche oder Antipasti zu einer Mahlzeit zusammenstelle, brauche ich dafür normalerweise kein Rezept. Auch kulinarisch habe ich im Buch wenig entdeckt, das für mich wirklich neu war.

Genau darin liegt vermutlich sowohl die Stärke als auch die Schwäche des Buches: Wer sich beim Zusammenstellen einfacher Mahlzeiten Inspiration wünscht, findet viele konkrete Anregungen. Wer bereits viel kocht und solche Kombinationen intuitiv zusammenstellt, erhält möglicherweise weniger neue Impulse.

Aus diesem Buch habe ich bewusst kein Rezept ausprobiert. Keiner der Vorschläge hat mich so angesprochen, dass ich ihn unbedingt nachkochen wollte. Das bedeutet nicht, dass die Rezepte nicht funktionieren oder nicht schmecken. Sie entsprechen einfach nicht dem, was ich persönlich in einem Kochbuch suche. Einen Rezepttest nur für die Buchbesprechung zu erzwingen, hätte sich für mich nicht ehrlich angefühlt.

Das auffällige und farbenfrohe Cover passt gut zum Social-Media-Trend hinter dem Buch. Die Fotografien im Inneren sind ebenfalls bunt und zeigen die verschiedenen Gerichte und Snackplatten anschaulich.

Beispielbild aus "Girl Dinner" von Georgia Freedman - Callwey Verlag
Beispielbild aus „Girl Dinner“ von Georgia Freedman – Callwey Verlag

Für wen eignet sich «Girl Dinner»?

Das Buch eignet sich aus meiner Sicht besonders für alle jene, die:

  • einfache Ideen für das Abendessen suchen
  • nicht lange in der Küche stehen möchten
  • gerne Snackplatten und kleine Gerichte zusammenstellen
  • sich beim Kombinieren verschiedener Zutaten Inspiration wünschen
  • auch für sich allein eine schöne Mahlzeit zubereiten möchten

Wer dagegen bereits viel und intuitiv kocht, neue Kochtechniken kennenlernen oder anspruchsvollere Rezepte ausprobieren möchte, wird vom Buch vermutlich weniger angesprochen.

Mein Fazit

«Girl Dinner» vermittelt eine sympathische Botschaft: Ein gutes Abendessen muss weder kompliziert noch aufwendig sein. Man darf essen, worauf man Lust hat, und auch eine einfache Mahlzeit kann zu einem bewussten Genussmoment werden.

Diese Idee gefällt mir, und ich kann gut verstehen, weshalb das Buch viele Menschen anspricht. Für mich persönlich bietet es jedoch zu wenig Neues. Viele Kombinationen sind für mich selbstverständlich und ich brauche dafür keine ausführliche Anleitung.

Empfehlen würde ich es allen, die unkomplizierte Ideen und Inspiration für entspannte Mahlzeiten suchen und sich gerne von farbenfrohen Snackplatten anregen lassen.

Infos zum Buch

Girl Dinner


Autorin: Georgia Freedman
Verlag: Callwey
Erscheinungsdatum: 17. September 2025
Umfang: 160 Seiten
ISBN: 978-3-7667-2807-4


Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Callwey Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dieser Blogbeitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Der Verlag hat keinen Einfluss auf den Inhalt genommen und ich wurde für den Beitrag nicht bezahlt. Die verwendeten Bilder wurden mir vom Callwey Verlag für diese Buchbesprechung zur Verfügung gestellt. Bildnachweis: Leela Cyd.

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