Buchbesprechung: Schwarzwälder Tapas 3

Werbung / Buchvorstellung

Manchmal genügt bereits ein Blick auf das Cover oder ein paar Rezepttitel, damit ein Buch meine Neugier weckt. So ging es mir mit «Schwarzwälder Tapas 3» von Verena Scheidel und Manuel Wassmer. Die Idee, traditionelle Gerichte aus der badischen und schwäbischen Küche als kleine Häppchen neu zu interpretieren, fand ich auf Anhieb charmant.

Dass ich die ersten Bücher der Reihe verpasst hatte, wusste ich zunächst gar nicht. Tatsächlich ist «Schwarzwälder Tapas 3» bereits der fünfte Band der Kochbuchserie. Darin warten mehr als 130 neue Heimathäppchen darauf, entdeckt zu werden.

Heimatküche im Tapasformat

Die Grundidee des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Vertraute Gerichte werden neu gedacht und in ein handliches Tapasformat gebracht. Dabei bleiben die Rezepte in der regionalen Küche verwurzelt, wirken durch ihre ungewöhnliche Form aber frisch und überraschend.

Besonders interessant finde ich den pikanten Bienenstich, die Dampfnudeln und die Käsespätzle-Nuggets. Es sind Gerichte oder Geschmacksrichtungen, die ich grundsätzlich mag, hier aber in einer Form präsentiert werden, die ich so nicht erwartet hätte.

Gerade die fantasievollen Rezeptnamen machen neugierig und sorgen beim Durchblättern immer wieder für Überraschungen. Das Buch zeigt, dass traditionelle Heimatküche keineswegs langweilig sein muss.

Bodenständig gestaltet

Die Gestaltung des Buches würde ich als bodenständig bezeichnen. Die zahlreichen Foodfotos zeigen anschaulich, wie die fertigen Gerichte aussehen und angerichtet werden können. Die Rezepte sind übersichtlich aufgebaut und gut lesbar.

Wer moderne Kochbücher mit sehr reduziertem Layout und aufwendig inszenierter Foodfotografie bevorzugt, wird die Aufmachung vielleicht weniger ansprechend finden. Für mich stehen bei diesem Buch jedoch ohnehin die kreativen Rezeptideen stärker im Vordergrund als die Gestaltung.

Wie aufwendig sind die Rezepte?

Die meisten Rezepte wirken beim Lesen gut umsetzbar. Viele der kleinen Gerichte lassen sich ohne aussergewöhnliche Kochkenntnisse zubereiten.

Einige Rezepte sind allerdings etwas komplizierter oder benötigen mehrere Zubereitungsschritte. Gerade bei einem Tapasbuffet sollte man deshalb genügend Zeit für die Vorbereitung einplanen. Dafür lassen sich verschiedene einfachere und aufwendigere Häppchen miteinander kombinieren.

Die Zutaten sind grösstenteils auch in der Schweiz erhältlich. Bei einzelnen regionalen Spezialitäten muss möglicherweise nach einer Alternative gesucht oder etwas improvisiert werden.

Vertrautes und Neues aus der Heimatküche

Zwischen der süddeutschen und der schweizer Küche gibt es einige Gemeinsamkeiten. Käsespätzle kennen wir beispielsweise als Chäschnöpfli, und auch Wurst-Käse-Salat ist bei uns kein unbekanntes Gericht.

Daneben enthält das Buch aber viele Spezialitäten und regionale Kombinationen, die man in der Schweiz weniger kennt. Genau diese Mischung aus Vertrautem und Neuem macht das Durchblättern für mich spannend.

Wer meinen Blog schon länger liest, weiss zudem, dass ich ein Faible für Tapas, Apérogebäck und Fingerfood habe. Kleine Gerichte eignen sich wunderbar für einen gemütlichen Abend, ein Buffet oder das Zusammensitzen mit Gästen. Das Konzept der Schwarzwälder Tapas passt deshalb sehr gut zu mir.

Mehr über die ursprüngliche Idee hinter den kleinen Gerichten findest du in meinem Beitrag über Tapas und die spanische Tapaskultur.

Für wen eignet sich «Schwarzwälder Tapas 3»?

Das Buch eignet sich aus meiner Sicht besonders für:

  • Fans von Tapas, Apéro und Fingerfood
  • Menschen mit einem Bezug zum Schwarzwald
  • Gastgeberinnen und Gastgeber, die ein besonderes Buffet zusammenstellen möchten
  • alle, die regionale Klassiker gerne in einer ungewöhnlichen Form entdecken
  • Kochbegeisterte, die Freude an kreativen Rezeptideen und Wortspielen haben

Wer ausschliesslich schnelle Alltagsrezepte sucht, sollte wissen, dass einige Häppchen etwas mehr Zeit und mehrere Zubereitungsschritte benötigen.

Mein Fazit

«Schwarzwälder Tapas 3» zeigt auf kreative und humorvolle Weise, wie sich traditionelle badische und schwäbische Gerichte neu interpretieren lassen. Die bodenständige Gestaltung rückt dabei vor allem die Rezepte und deren ungewöhnliche Ideen in den Mittelpunkt.

Besonders gut gefällt mir die Verbindung aus vertrauten Geschmacksrichtungen und überraschenden Formen. Käsespätzle-Nuggets, ein pikanter Bienenstich oder andere kleine Heimathäppchen machen neugierig und zeigen, dass regionale Küche vielseitig und modern sein kann.

Empfehlen würde ich das Buch vor allem Fans von Tapas und Fingerfood, Menschen mit Bezug zum Schwarzwald sowie allen, die traditionelle Gerichte gerne einmal anders servieren möchten.

Infos zum Buch

Schwarzwälder Tapas 3


Autorin und Autor: Verena Scheidel und Manuel Wassmer
Verlag: cook & shoot
Erscheinungsdatum: 1. November 2025
Umfang: 248 Seiten
Ausstattung: Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-9818961-4-5


Disclaimer: Dieses Buch wurde mir von der Agentur Buch Contact kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag widerspiegelt meine persönliche Meinung. Die Agentur, der Verlag sowie die Autorin und der Autor hatten keinen Einfluss auf den Inhalt und ich wurde für die Buchbesprechung nicht bezahlt.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert