Irland-Roadtrip Teil 4: Unterwegs nach Donegal und ruhige Tage am Meer

Nach dem Besuch der Cliffs of Moher und unserer Übernachtung in Doolin (Irland-Roadtrip Teil 3) ging es für uns weiter Richtung Nordwesten.

Weiter Richtung Norden: Auf dem Weg nach Donegal

Als wir von Doolin losgefahren sind, haben wir noch schnell ein paar Snacks (riesige Schokoladengipfel) in einer Bäckerei eingekauft. Für diesen Tag war die Reise selbst das Ziel. Gleichzeitig lag die längste Strecke unseres gesamten Roadtrips vor uns, zumindest was einen einzelnen Tag betraf. Uns war aber klar, dass wir uns dafür Zeit nehmen wollten und immer wieder anhalten würden.

Kleine Stopps entlang der Strecke: Strände, Aussichtspunkte und Natur

Unterwegs legten wir immer wieder kurze Stopps ein. Ein besonders schöner Halt war ein kleiner, fast verwunschener Wald, in dem wir unsere Snacks gegessen haben. Genau solche Momente machen für mich einen Roadtrip aus. Einfach anhalten, kurz durchatmen und dann weiterfahren.

Am frühen Nachmittag kamen wir bei unserem Strandhotel in Donegal an. Wir waren noch früh dran, aber unser Zimmer war bereits bereit. Es hatte einen schönen Erker mit grossem Fenster und einem Sofa, von dem aus wir direkt auf das Meer blicken konnten. Für mich war das genau der richtige Ort, um anzukommen. Ein Buch lesen, zwischendurch auf die oft stürmische See schauen und einfach nichts tun.

Slieve League Cliffs

Ruhige Tage am Meer: Spaziergänge, Entspannung und Weite

Wir blieben zwei Nächte und ich habe diese Zeit sehr genossen. Mehrmals machten wir Spaziergänge am Rossnowlagh Beach, einem langen, offenen Sandstrand, der viel Platz bietet. Dank der Vorsaison und vermutlich auch, weil man ein gutes Stück laufen muss, war es dort angenehm ruhig. Ein Bad im Meer durfte natürlich auch nicht fehlen, auch wenn es bei einem einzigen, kurzen Gang bis zur Wade blieb.

Sonnenuntergang

Slieve League Cliffs

In den folgenden Tagen erkundeten wir die Umgebung. Wir fuhren unter anderem Richtung St. John’s Point, eine eher abgelegene Halbinsel mit ruhigen Stränden und einer ganz eigenen Stimmung. Besonders beeindruckt haben mich auch die Slieve League Cliffs. Sie gehören zu den höchsten Meeresklippen Europas und sind deutlich weniger besucht als die Cliffs of Moher. Wir unternahmen dort eine kleine Wanderung, bergauf und bergab, vorbei an Schafen und mit immer wieder neuen Ausblicken auf den Atlantik. Gerade in der Vorsaison war es dort angenehm ruhig.

Ein ganz besonderes Erlebnis hatten wir ebenfalls noch. Vom Land aus konnten wir Delfine und sogar einen Wal beobachten. Eine wunderbare und völlig unerwartete Erfahrung, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Nach diesen ruhigen Tagen in Donegal ging unsere Reise weiter Richtung Nordirland. Mehr dazu dann im nächsten Teil.

St. John’s Point
St. John’s Point

Reiseinformationen: Donegal und Umgebung

Beste Reisezeit
Mai bis September
Die Vorsaison im Frühling eignet sich besonders gut für ruhige Spaziergänge und Wanderungen ohne grossen Besucherandrang.

Wetter/Klima
Maritimes Klima mit wechselhaftem Wetter. Auch an sonnigen Tagen kann es windig sein, vor allem an der Küste. Die Temperaturen liegen meist zwischen 12 und 18 °C. Wetterfeste Kleidung ist empfehlenswert.

Sehenswürdigkeiten

Rossnowlagh Beach
Ein langer, weitläufiger Sandstrand an der Atlantikküste von Donegal. Besonders in der Vorsaison sehr ruhig. Ideal für Spaziergänge und zum Abschalten.

St. John’s Point
Eine abgelegene Halbinsel mit ruhigen Stränden und weitem Blick auf den Atlantik. Ein Ort mit viel Weite und einer ganz besonderen Stimmung, abseits der bekannten Routen.

Slieve League Cliffs
Zu den höchsten Meeresklippen Europas zählend und deutlich weniger besucht als die Cliffs of Moher. Kleine Wanderungen führen bergauf und bergab durch Schafweiden und bieten eindrückliche Ausblicke auf Meer und Küste. Besonders in der Vorsaison angenehm ruhig.

Tierbeobachtungen
Mit etwas Glück lassen sich entlang der Küste von Donegal Delfine und sogar Wale vom Land aus beobachten. Ein Fernglas lohnt sich.

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