Raclette-Käseschnitten

Für diese Folge von „Wir retten, was zu retten ist“ wurde für das Thema „Überbackene Brote und Toasts“ abgestimmt. Im ersten Moment habe ich mir gedacht – da müssen wir doch nichts retten, das können wir ja nur selber machen. Klar, das Brot oder den Toast können wir selber machen oder kaufen. Selbst gemacht sind beide sicher schmackhafter und gesünder, besonders im Vergleich zu der Ware aus dem Grossverteiler. Aber das Belegen und bBacken „muss“ man ja sowieso selber machen, oder? Es gibt aber tatsächlich Schinkenkäse-Toast und bei uns sogar tiefgekühlte Käseschnitten zu kaufen. Für mich kaum zu glauben. Dass man Brot oder Toast dafür kauft, kann ich nachvollziehen, aber fixfertiger Schinken-Käse-Toast oder gar Käseschnitten?

Schinken-Käse-Toast und auch Käseschnitten sind super einfach in der Zubereitung und Raclette-Käseschnitten sind noch einfacher in der Zubereitung. Beides gehört übrigens ins Koch-Repertoire beider unsere Jungs. Wenn sie Hunger haben und es schnell gehen muss, bereiten sie sich beides häufig und schon länger selbstständig zu.

Raclette-Käseschnitten
Raclette-Käseschnitten

Resteverwertung

Käseschnitten sind ein Restessen, denn es wird mit nicht mehr so ganz frischem Brot, Weissweinresten und Reste von Käse zubereitet. Für die „normalen“ Käseschnitten wird der Käse mit Mehl, Milch und Eier vermischt und danach auf das „Altbrot“ gestrichen. So braucht es auch etwas weniger Käse. Allerdings mögen wir die Variante nur mit Käse, wie z. B. bei der Raclette-Käseschnitten viel lieber. Ergänzt werden die Käseschnitten manchmal auch mit Schinken und/oder einem Spiegelei.

Raclette-Käseschnitten

Für die Raclette-Käseschnitten braucht es ja eigentlich kein Rezept. Ich verwende dafür fast immer ein selbst gemachtes Ruchbrot, aber natürlich geht das auch wunderbar mit Brot von der Bäckerei eures Vertrauens. Das Brot wird mit etwas Weisswein oder saurem Most (den gibt es mit und ohne Alkohol) beträufelt und mit eurem liebsten Raclette-Käse belegt. Wir mögen am liebsten den aus der Sennerei Maran. Dazu gibt es bei uns meist einen Salat, Cornichons und Silberzwiebeln.

Raclette-Käseschnitten
Raclette-Käseschnitten
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Raclette- Käseschnitten

Ein urchiges Gericht mit Brot und Raclette-Käse. Eine super Verwertungsmöglichkeit für nicht mehr ganz frisches Brot. Wir nehmen dazu am liebsten ein Zürcherbrot, besser bekannt als Ruchbrot.
Gericht: Hauptgericht
Küche: Schweiz
Keyword: Brot, Käse, Raclette, Ruchbrot
Portionen: 4 Personen

Zutaten

  • 8 Scheiben Ruchbrot kann gerne vom Vortag sein

Hier findest du das Rezept für Ruchbrot

  • Weisswein oder Sauren Most mit oder ohne Alkohol
  • 8 Scheiben Raclette-Käse so ca. 400 Gramm für 4 Portionen
  • Paprikapulver, Pfeffer, Cornichons, Silberzwiebeln, etc. nach Wahl

Anleitungen

  • Die Brotscheiben auf 4 kleinere Gratinformen oder eine grosse Form verteilen. Die Brotscheiben mit Weisswein oder Saurem Most beträufeln. Den Käse darauf verteilen.
  • Wer eine Grillfunktion im Backofen hat, stellt diese auf 250 Grad und "grillt" die Käseschnitten, bis der Käse geschmolzen ist und Blasen wirft. Falls dies nicht geht, den Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizten und die Käseschnitten in ca. 8 Minuten überbacken.
  • Zusammen mit Cornichons, Silberzwiebeln und Paprikapulver servieren.

En Guete!

    Bei der Rettung von „Wir retten, was zu retten ist“ waren diese Mal mit dabei:

    Brittas Kochbuch – Rustipani mit Champginons
    Barbaras Spielwiese – Eggs Florentine mit selbstgemachten englischen Muffins
    Cakes, Cookies and more – Raclette-Käseschnitten
    Brotwein – Croque Monsieur Rezept & Croque Madame – Klassische Bistroküche
    CorumBlog 2.0 – Strammer Max oder so ähnlich
    Cahama – Jägertoast
    Kaffeebohne – Überbackene Tomaten-Mozzarella-Brote
    Volkermampft – Bikini Deluxe – Spanisches Käse-Schinken Sandwich mit Trüffel

    Weiter Rezepte von „Wir retten, was zu retten ist“ und Infos zu den Rettungen findest du hier: Wir retten, was zu retten ist

    12 Kommentare
    1. Barbara
      Barbara sagte:

      5 Sterne
      Hallo Tamara,
      mir ist reiner Käse auch lieber als so eine angemantschte Pampe mit Mehl.
      Cool finde ich den Weißwein zum Beträufeln – das kenne ich noch nicht. Und allein dafür hat sich das Event Thema gelohnt! 😁
      Liebe Grüße
      Barbara

      Antworten
    2. Volker
      Volker sagte:

      Hallo Tamara,

      die Schnitten sehen super aus. Ich finde ja von Raclettekäse kann man überhaupt nicht genug essen und da kommen die Schnitten gerade richtig.

      Gruß Volker

      Antworten
      • Tamara
        Tamara sagte:

        Lieber Volker,
        Käse ist bei uns sowieso immer hoch im Kurs und da gehört Raclette natürlich auch dazu. Ist ja für uns auch eine Art „Kulturerbe“.

        Liebe Grüsse
        Tamara

      • Tamara
        Tamara sagte:

        Lieber Harald,

        So ähnlich auf jeden Fall. Ich bereit das Ganze auch gerne mit Fonduekäse zu. Schmeckt wunderbar.

        Liebe Grüsse
        Tamara

    3. Katja
      Katja sagte:

      Hallo Tamara,
      ich habe kürzlich Weißbrot mit Raclette-Käse überbacken und zur Zwiebelsuppe serviert.
      Die Idee, das Brot mit Weißwein zu beträufeln, finde ich super, denn wenn das Brot älter ist, dann ist es oft etwas hart und trocken.
      Liebe Grüße
      Katja

      Antworten
      • Tamara
        Tamara sagte:

        Liebe Kajta,
        Gute Zutaten machen auch bei der Käseschnitten einen grossen Unterschied.
        Liebe Grüsse
        Tamara

    4. Brotwein
      Brotwein sagte:

      Für meine Käsestulle habe ich oft einfachen Gauda oder Raclettekäse schlicht in der Pfanne geschmolzen und mit Muskat oder Paprika bestreut und dann aufs Brot gegeben. So wie hier mit Weißwein und hochwertigem Raclette hört sich das um Klassen besser an! Das wird beim nächsten Mal definitiv so ausprobiert wie hier!
      Lieben Gruß Sylvia

      Antworten
    5. Sarah
      Sarah sagte:

      Hallo Tamara,
      das sieht spitze aus und ist eine super Anregung. Ich hab dieses Jahr noch keinen Raclettekäse gekauft, weil mir die Packungsgrößen immer zu groß waren für ein Mal Raclette machen – das ist aber ein toller Tipp, um den Käse nochmals zu nutzen.
      Gruss,
      Sarah

      Antworten
    6. Britta
      Britta sagte:

      Wow, liebe Tamara, das sieht aber nach einer Schwerarbeiterportion aus. Aber sehr, sehr lecker. Das ist bestimmt das Richtige nach einem langen Tag unterwegs.

      Liebe Grüße
      Britta

      Antworten
      • Tamara
        Tamara sagte:

        Liebe Britta,
        Das scheint nur so. Meine Jungs essen da auch gerne mal zwei Portionen.

        Liebe Grüsse
        Tamara

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