Irland-Roadtrip Teil 6: Dublin, Guinness und ein letzter Morgen in Irland
Dublin
Nach zwei Wochen voller Natur, schmaler Strassen, wilder Küsten und eher ruhiger Orte bildete Dublin den Abschluss unserer Irland-Rundreise. Wir kamen direkt aus Nordirland über Belfast in die Hauptstadt und tauschten damit fast von einem Moment auf den anderen die weiten Landschaften gegen Stadtverkehr, Menschenmengen und das volle touristische Programm.
Unser Hotel
Unser Hotel lag dafür wirklich perfekt: zentral und praktisch direkt neben dem Trinity College. Gerade für Dublin war das ideal, weil wir eigentlich alles zu Fuss erreichen konnten. Ein zusätzlicher Glücksfall war die kleine Bäckerei nur ein paar Häuser weiter. Genau solche Orte liebe ich ja auf Reisen besonders, unscheinbar, praktisch und am Ende fast wichtiger als jedes grosse Highlight.

In unseren zwei Tagen in Dublin haben wir dann tatsächlich noch einmal ziemlich viel untergebracht. Natürlich durfte ein Besuch im Guinness Storehouse nicht fehlen. Auch wenn ich persönlich keine ausgesprochene Bierliebhaberin bin, gehört dieser Ort einfach zu Dublin dazu. Die Ausstellung ist gross inszeniert, führt durch die Geschichte von Guinness und endet oben in der Gravity Bar mit Blick über die Stadt. Nach all den ruhigen Tagen davor war mir das Ganze stellenweise fast etwas viel, aber beeindruckend war es trotzdem.
Auch am Trinity College kamen wir vorbei. Das Book of Kells und die Old Library haben wir allerdings nur von aussen mitgenommen beziehungsweise ausgelassen. Manchmal muss man auf Reisen eben entscheiden, was noch hineinpasst und was nicht. Nach so vielen Eindrücken in den Wochen zuvor war es für uns völlig in Ordnung, einfach über den Campus zu spazieren und die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen.

Weiter ging es durch die Stadt Richtung Dublin Castle, zur St. Patrick’s Cathedral und natürlich auch zur Ha’penny Bridge. Dazwischen blieb noch Zeit für Temple Bar und einen kleinen Einkaufsbummel. Temple Bar ist vermutlich genau das, was man erwartet: bunt, lebendig, laut und voller Menschen.
Heimreise
An unserem letzten Morgen liessen wir es dann noch einmal gemütlich angehen. Wir frühstückten in der Bäckerei neben unserem Hotel, genossen ein letztes Mal dieses kleine Reisegefühl zwischen Kaffee, Gebäck und gepackten Koffern und machten uns danach mit dem Mietwagen auf den Weg zurück zum Flughafen. Dort gaben wir das Auto ab und stiegen in unseren nach Zürich.
Damit endete unsere Irland-Rundreise. Eine Reise voller grüner Landschaften, enger Strassen, rauer Küsten, schöner Hotels, kleiner Überraschungen und vieler Momente, die bleiben. Irland hat uns landschaftlich unglaublich gut gefallen – auch wenn ich nach wie vor finde, dass man für einen Roadtrip starke Nerven, gutes Wetterglück und eine gewisse Liebe zu spontanen Stopps mitbringen sollte.
Ob ich wieder nach Irland reisen würde? Gerne, mit seinen wilden Küsten, den freundlichen Menschen und diesen Landschaften, die gleichzeitig rau und weich wirken. Diese Insel hat definitiv einen Platz in unseren Reiseerinnerungen bekommen.

Reiseinformationen Dublin
Beste Reisezeit
Mai, Juni, Juli, August und September. Besonders angenehm sind meist der Frühling und der frühe Herbst, weil die Tage lang sind, das Wetter mild ist und die Stadt etwas weniger voll wirkt als in der Hochsaison.
Wetter/Klima
Dublin hat ein gemässigtes, maritimes Klima mit eher milden Temperaturen und häufig wechselhaftem Wetter. Die Sommer sind meist angenehm, aber selten richtig heiss; im Juli und August liegen die durchschnittlichen Temperaturen ungefähr bei 15 °C. Im Winter bleibt es vergleichsweise mild, dafür oft feucht, windig und grau. Auch in Dublin gilt deshalb: Regenjacke und Schichtenlook gehören eigentlich immer ins Gepäck.
Sehenswürdigkeiten
Guinness Storehouse – Eine der bekanntesten Besucherattraktionen Dublins. Die Ausstellung erzählt auf mehreren Etagen die Geschichte von Guinness, vom Brauprozess bis zur Werbung, und endet in der Gravity Bar mit Blick über die Stadt.
Trinity College und Book of Kells – Das historische Trinity College liegt mitten im Zentrum. Besonders bekannt ist die Old Library mit dem Book of Kells, einem kunstvoll gestalteten mittelalterlichen Manuskript. Auch wenn man nicht hineingeht, lohnt sich ein Spaziergang über den Campus.
Temple Bar – Das wohl bekannteste Ausgehviertel Dublins mit vielen Pubs, Restaurants, Musik und sehr viel Trubel. Für einen kurzen Besuch und die typische Dublin-Atmosphäre spannend, aber besonders abends und am Wochenende oft sehr voll.
Dublin Castle – Ein geschichtsträchtiger Ort im Zentrum der Stadt. Die Anlage geht auf das frühe 13. Jahrhundert zurück und war über viele Jahrhunderte Sitz der englischen und später britischen Verwaltung in Irland. Heute ist Dublin Castle Regierungs- und Veranstaltungsort sowie normalerweise eine wichtige Sehenswürdigkeit.
St. Patrick’s Cathedral – Die Nationalkathedrale Irlands gehört zu den bedeutendsten Kirchen Dublins. Sie ist eng mit der Geschichte des heiligen Patrick verbunden und beeindruckt mit gotischer Architektur, historischen Details und ihrer langen Tradition.
Ha’penny Bridge – Eine der bekanntesten Brücken der Stadt und ein schönes Fotomotiv über der Liffey. Die Fussgängerbrücke wurde 1816 eröffnet und erhielt ihren Namen von der früheren Halb-Penny-Maut, die man zum Überqueren zahlen musste.










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