Blitzblätterteig
Warum sich selbst gemachter Blätterteig lohnt
Mindestens einmal im Leben sollte man einen Blätterteig selber machen. Und dabei meine ich nicht nur den Geschmack, der meiner Meinung nach viel besser ist als jener aus dem Kühlregal. Viel wichtiger ist das Bewusstsein dafür, was eigentlich in diesem Teig steckt. Wer einmal selbst Butter, Mehl und Wasser verarbeitet hat, versteht schnell, wie reichhaltig Blätterteig tatsächlich ist. Während gekaufte Varianten oft Margarine enthalten, kommt selbst gemachter Blätterteig ganz ohne Ersatzprodukte aus.
Vielen geht es so wie mir: Gekaufter Blätterteig ist unglaublich praktisch und vielseitig einsetzbar. Ob süss oder salzig, schnell steht etwas Feines auf dem Tisch. Gleichzeitig sind diese Gerichte aber auch sehr gehaltvoll. Nichts gegen Blätterteig, ich verwende ihn selbst gerne. Trotzdem finde ich, dass wir ihn bewusster einsetzen sollten. Dazu gehört für mich auch, ihn gelegentlich selbst herzustellen oder, wenn das nicht möglich ist, auf handgemachten Blätterteig vom Bäcker des Vertrauens zurückzugreifen.

Klassischer Blätterteig vs. Blitzblätterteig
Der grosse Unterschied zwischen klassischem Blätterteig und Blitzblätterteig liegt im Aufwand und in der Technik. Beim klassischen Blätterteig wird ein Butterblock in den Teig eingeschlagen und mehrfach ausgerollt und gefaltet. Das braucht Zeit, Geduld und eine kühle Umgebung.
Beim Blitzblätterteig wird die kalte Butter direkt in Stücke geschnitten und mit dem Mehl vermischt. Die Schichtung entsteht trotzdem durch das Tourieren, also durch wiederholtes Ausrollen und Falten, allerdings deutlich unkomplizierter. Das Ergebnis ist etwas rustikaler, aber wunderbar blättrig und perfekt für den Alltag.
Schnell heisst nicht ohne Zeit
Der Name Blitzblätterteig kann etwas täuschen. Ganz ohne Zeit geht es auch hier nicht. Je nachdem, wie stark der Teig am Schluss aufgehen soll, braucht es mehrere Touren und Ruhephasen im Kühlschrank. Grundsätzlich gilt: Je mehr Touren, desto feiner und luftiger wird das Ergebnis.
Wenige Zutaten, viele Möglichkeiten
Butter, Mehl, Salz und Wasser – mehr braucht es für Blitzblätterteig nicht. Für süsse Anwendungen füge ich gerne noch etwas Zucker hinzu. Genau diese Einfachheit macht den Teig für mich so attraktiv. Er lässt sich gut vorbereiten, portionenweise einfrieren und vielseitig einsetzen.
Rezept für Blitzblätterteig

Blitzblätterteig
Zutaten
- 200 g Mehl
- 130 g Butter in Stücke geschnitten
- 15 g Zucker
- 8 g Salz
- 100 g kaltes Wasser
Anleitung
- Mehl, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und mit den Händen vermengen, Butter in Stücken dazu geben und zu einer krümligen Masse verarbeiten. Das Wasser dazu geben und vermengen, bis die Flüssigkeit aufgenommen wurde. Es entsteht kein homogener Teig.
- Den Teig 1 cm dick ausrollen, ab und zu anheben und mit Mehl bestäuben. Das untere Teigdrittel über das mittlere Teigdrittel falten und das obere über das mittlere falten. Danach den Teig nochmals in der Mitte falten. in Frischhaltefolie einwickeln und für 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Nochmals gleich vorgehen und für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Nochmals gleich vorgehen und dann den Teig für ca. 2 Stunden ruhen lassen.





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