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Kochen gegen Foodwaste – einfache Tipps, Rezepte & Resteverwertung

Kochen gegen Foodwaste – weniger verschwenden, mehr geniessen

Foodwaste beschäftigt mich schon seit vielen Jahren sowohl privat in meiner Küche als jetzt auch in meinen Kochkursen. Für meinen neuen Kurs mit genau diesem Namen habe ich das Thema nochmals vertieft aufgearbeitet. Dabei ist ein kleines Rezeptheft für den Kurs entstanden, gefüllt mit Tipps, Tricks und Ideen, wie wir Lebensmittel besser nutzen können. Mit ein paar einfachen Foodwaste-Tipps und kreativen Ideen zur Resteverwertung lässt sich im Alltag viel bewirken. Auch auf meinem Blog findet ihr bereits viele Rezepte und einen Menüplan zum Ausdrucken, die helfen, Abfälle im Alltag zu reduzieren.

Warum Foodwaste ein Problem ist

Wie viel Foodwaste entsteht in der Schweiz?

Allein in der Schweiz landen jedes Jahr rund 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Etwa eine Million Tonnen davon stammen aus privaten Haushalten. Das bedeutet: Jede Person wirft im Schnitt 60 Kilo geniessbare Lebensmittel weg – mit einem Wert von rund 600 Franken pro Jahr.

Welche Lebensmittel Lebensmittel besonders oft im Abfall landen

Brot, Früchte, Gemüse und fertige Mahlzeiten. Ein grosser Teil davon wäre mit etwas Planung, richtiger Lagerung oder kreativer Resteverwertung vermeidbar.

French Toast Waffeln - Resteverwertung von altem Brot
Fotzelschnitten-Waffeln

Haltbarkeit richtig verstehen

Mindesthaltbarkeitsdatum vs. Verbrauchsdatum

Viele Produkte werden zu früh entsorgt, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) falsch interpretiert wird. Es bedeutet lediglich, dass das Produkt bis zu diesem Zeitpunkt seine typischen Eigenschaften behält – oft ist es danach noch völlig geniessbar. So geht Kochen gegen Foodwaste.

So Prüfst du, ob Lebensmittel noch gut sind

Mit sehen, riechen, schmecken lässt sich schnell beurteilen, ob es noch gut ist. Nur beim Verbrauchsdatum (z. B. Hackfleisch, frischer Fisch) gilt: abgelaufen = nicht mehr verwenden.

Brot gebacken mit Altbrot
Brot aus „Altbrot“

Typische Ursachen & einfache Lösungen

  • Zu viel eingekauft: Menüplanung machen, Einkaufsliste schreiben.
  • Falsche Lagerung: z. B. Brot nicht im Kühlschrank, Tomaten nicht neben Gurken.
  • Reste im Kühlschrank vergessen: gleich einplanen oder einfrieren.
  • Zu grosse Portionen gekocht: lieber kleiner beginnen und nachschöpfen.
Resteverwertung - Brotchips aus altem Brot
Brotchips aus Brotresten

Reste kreativ verwerten

Aus alt mach neu! Hier ein paar Beispiele:

Lebensmittel / RestIdeen zur Weiterverwertung
Brot & BackwarenCroutons, Brotsalat, Paniermehl, Vogelheu
Gekochte Pasta & ReisAuflauf, Bratreis, Frittata
GemüseabschnitteBouillon, Pesto aus Karottengrün
Überreifes ObstSmoothies, Kuchen, Kompott, Bananenbrot
KäseresteGratin, Fondue, Omelette-Füllung
Kartoffeln (gekocht)Rösti, Kartoffelsalat, Bratkartoffeln
Resteverwertung - Bananen Pancakes
Vegane Bananen Pancakes

No Foodwaste: Bewusst mit Lebensmitteln umgehen

Warum bewusster Umgang so viel bewirken kann

Foodwaste vermeiden bedeutet nicht Verzicht. Im Gegenteil. Wer Reste nutzt, kocht oft kreativer und geniesst abwechslungsreicher. Ganz nebenbei schonen wir Umwelt und Portemonnaie. In meinen Kursen merke ich immer wieder: Sobald man einmal beginnt, bewusst mit Lebensmitteln umzugehen, wird es schnell zur Gewohnheit. Und es macht richtig Freude, aus Resten ein neues Lieblingsgericht zu zaubern. Hier findest du mehr interessante Infos dazu: No Foodwaste

Bild von einem Teigwarenauflauf
Teigwarenauflauf

Foodwaste vermeiden ohne Perfektionismus

Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit intensiv mit dem Thema, auch in meinen Kursen, wo Foodwaste ein fester Bestandteil ist. Trotzdem weiss ich aus eigener Erfahrung: Es ist nicht immer einfach. Manchmal bleibt etwas übrig, man kauft zu viel ein oder das Leben läuft einfach anders, als man es geplant hat. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir uns selbst nicht zu streng beurteilen, sondern Wege finden, die zu unserem Alltag passen.

Wichtig ist sich davon nicht entmutigen lässt. Jeder kleine Schritt zählt. Mit etwas Planung, praktischen Tipps und alltagstauglichen Rezepten lässt sich viel bewirken, für die Umwelt, fürs eigene Budget und für ein gutes Gefühl.

Einige Ideen und persönliche Gedanken dazu findest du auch in meinen Beiträgen:
👉 Notvorrat & Glace mit gezuckerter Kondensmilch
👉 Foodwaste – Lebensmittelabfälle vermeiden

Welche Resten verwertest du am liebsten? Schreib’s mir in die Kommentare.

Wochenrückblick – Hochsommer

Die ersten beiden Wochen nach meinem Urlaub waren anstrengend. Ich hatte Mühe in den Alltag zu finden und die Hitze hier in Zürich hat mir mehr zu schaffen gemacht als sonst. Darum war es hier im Blog und auf Social Media sehr ruhig.

Wir retten, was zu retten ist

Es gibt viele Fertiggerichte und Convenience-Produkte im Supermarkt zu kaufen. Das ist auf den ersten Blick eine tolle Idee und bringt auch eine Zeitersparnis. Doch diese Produkte verbergen ganz klar auch Gefahren. Zum einen sind das Zusatzstoffe und Konservierungsmittel, zum anderen verstecken sich in diesen Produkten auch Zucker, Salz und Fette.

Um was geht es bei „Wir retten, was zu retten ist“?

Wir zeigen bei diesem Blogevent regelmässig, wie solche Convenience – Gerichte mit ein wenig Planung ganz einfach selbst gemacht werden können. Im Blog findest schon eine grosser Rezeptsammlung zu diesem Thema: Rezepte „Wir retten, was zu retten ist“. Mir ist es dabei ein Anliegen euch einfache Rezepte zu zeigen, damit ihr solche Fertigprodukte nicht mehr braucht.

Ofenrisotto mit Brokkoli
Ofenrisotto mit Brokkoli

Das aktuellste Rezept

Bei der letzten Rettung ging es um Reisgerichte wie z. B. Convenience-Risotto. Für die Rettung habe ich mich entschieden, ein Ofenrisotto mit Brokkoli zuzubereiten. Es geht zwar nicht ganz so schnell wie ein fertiges Risotto in der Mikrowelle aufzuwärmen, aber es ist einfach in der Zubereitung und einmal im Ofen hat man Zeit für anderes.


Lasst uns gemeinsam einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten!

In der vergangenen Woche durfte ich das Event von „Too good to go“ zum 5-jährigen Jubiläum besuchen. Dank der innovativen App besteht die Möglichkeit, unverkaufte Lebensmittel aus unseren Lieblingsgeschäften und Restaurants vor dem Abfall zu bewahren. In den 5 Jahren Zeit konnten sie bereits unglaubliche 8 Millionen Überraschungspäckchen mit Lebensmitteln vor der Verschwendung retten.

Event Too good to go - Fotocredit: Jairo N’tango
Event „Too good to go“ Fotocredit: Jairo N’tango

Essiggemüse – Anleitung

Am Event wurde uns gezeigt, wie man Gemüse in Essig einlegt. Das Einlegen von Gemüse in Essig ist eine geniale Methode, um saisonale Schätze länger haltbar zu machen. Hygiene ist dabei das A und O. Das Gemüse wird dazu in sterilisierte Gläser gefüllt und einen Fingerbreit über das Gemüse mit einem Essigsud übergossen werden. Das Gemüse wird dazu in die gewünschte Form geschnitten und mit Gewürzen ergänzt. Für den Sud sollte ein Essig mit mindestens 5 % Säuregehalt verwendet werden. Der Sud besteht aus 1 Teil Essig und 2 Teilen Wasser, abgerundet mit Salz und Zucker. Die Gläser werden fest verschlossen und nach 2 bis 4 Wochen entfaltet sich der volle Geschmack.

Einmachen von Essiggemüse - Fotocredit: Jairo N’tango
Essiggemüse – Fotocredit: Jairo N’tango

Nachhaltig kochen – Zu Gut für die Tonne – Rezept mit Radieschenblätter

Lebensmittelrettung, No Foodwaste, Resteverwertung und Radieschenblätter

Bei Lanis Lecker Ecke und dem Kochtopf findet im Moment der nachhaltige Blogevent „Zu gut für die Tonne“ statt. Ein Thema das mich im Moment sowieso beschäftigt. Und ich muss sagen, da ist Jette von Lanis Lecker Ecke nicht ganz unschuldig daran…. Bei ihr könnt ihr im Blog, wie auch auf Instagram, sehen, wie sie immer wieder Tolles aus Lebensmitteln zaubert, die sie vor der Tonne rettet. Ich finde ihre Posts und ihre Kreativität sehr inspirierend.

Nachhaltig kochen - gedünstete Radieschenblätter mit Risotto und einem Radieschen
Nachhaltig kochen – gedünstete Radieschenblätter

Foodwaste, bei uns zu Hause, nach Möglichkeit zu verhindern, dies ist meine ganz persönliche Challange für dieses Jahr. Im Januar habe ich bereits einen Post darüber geschrieben, dort findet ihr neben Informationen zu diesem Thema auch Hinweise zu einigen Rezepten, die sich gut zur Resteverwertung eignen. Nachhaltig kochen gelingt mir noch nicht immer, auch mir passiert es ab und zu, dass mal etwas vergessen wird und so verdirbt. Alles in allem habe ich aber ein gutes Gefühl dabei, dass es mir immer mehr gelingt Foodwaste im eigenen Haushalt zu verringern. Neben einer guten Planung, ist es hilfreich, wenn man spontan und kreativ mit dem Thema umgeht.

Nachhaltig kochen - gedünstete Radieschenblätter
Nachhaltig kochen – gedünstete Radieschenblätter

Allerdings gibt es neben den offensichtlichen Lebensmitteln noch mehr was wir vor der Tonne retten können. Ich denke dabei zu Beispiel an den Strunk vom Broccoli, welcher bei uns ganz selbstverständlich mitgegessen wird, sei dies als Gemüse zusammen mit den Broccoliröschen oder auch zu einer feinen Suppe verarbeitet. Aber auch anderes Grün, welches sonst meist weggeworfen wird, kann gut als Gemüse, Pesto oder  auch als feine Suppe verwendet werden. Nicht selten schmecken diese Rezepte auch noch sehr gut.

Frische Radieschen

Dabei denke ich zum Beispiel an das Grün vom Karotten oder Radieschen. Die Radieschenblätter können zum Beispiel wunderbar zu einem Pesto verarbeitet werden (Rezept für Radieschenpesto) und es schmeckt auch sehr lecker als Spinatersatz. Diese einfache, aber leckere Gemüsevariante möchte ich euch heute vorstellen.

Gedünstete Radieschenblätter

Rezept für gedünstete Radieschenblätter

2 Bund Radieschenblätter möglichst Bio
(die Radieschen einfach so essen oder zu einem feinen Salat verarbeiten)
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
Etwas Olivenöl
Salz

Pfeffer aus der Mühle

Die Radieschenblätter waschen und abtropfen lassen Die Schalotte und die Knoblauchzehe fein hacken. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten und dann die Radieschenblätter zugeben. Die Blätter mit andünsten, bis sie zusammengefallen sind. Mit Salz und Pfeffer würzen.

En Guete!
Resteverwertung – Rezept für gedünstete Radieschenblätter
Blog-Event CXXXIX - Zu gut für die Tonne! (Einsendeschluss 15. März 2018)