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Cakes, Cookies and more

Focaccia: Herkunft, Varianten und Tipps für den Teig

2. Oktober 2026/0 Kommentare/von Tamara

Focaccia gehört zu den Gebäcken, die mit wenigen Zutaten auskommen und sich trotzdem immer wieder anders zubereiten lassen. Mehl, Wasser, Salz, Hefe und Olivenöl bilden bei vielen Varianten die Grundlage. Je nach Region und Rezept kommen Kräuter, Oliven, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln oder Käse dazu.

Auch auf meinem Blog ist die Focaccia im Laufe der Jahre in ganz unterschiedlichen Formen aufgetaucht: klassisch mit Rosmarin, gefüllt mit Frischkäse und Rohschinken, als Experiment mit Hefewasser und sogar als schweizerische Variante mit Polenta, Käse und Cervelat.

Doch was unterscheidet Focaccia eigentlich von Pizza? Und weshalb ist nicht jede Focaccia dick, weich und luftig?

Was ist Focaccia?

Focaccia ist ein italienisches Fladenbrot, das meist auf einem Blech oder in einer Backform gebacken wird. Besonders bekannt ist die ligurische Focaccia. Sie wird grosszügig mit Olivenöl zubereitet und besitzt die typischen Vertiefungen auf der Oberfläche.

Diese Mulden werden vor dem Backen mit den Fingern in den Teig gedrückt. Darin können sich Olivenöl, Salz und – abhängig vom Rezept – eine Mischung aus Wasser und Öl sammeln. Dadurch erhält die Focaccia ihre aromatische Oberfläche.

Im Inneren ist sie meist weich, während Boden und Oberfläche je nach Backweise leicht knusprig werden.

Der Begriff Focaccia bezeichnet allerdings nicht nur ein einzelnes Gebäck. In Italien gibt es zahlreiche regionale Varianten, die sich bei Teig, Dicke und Belag deutlich voneinander unterscheiden.

Focaccia genovese: der ligurische Klassiker

Die Focaccia genovese stammt aus Genua und gehört zu den bekanntesten Spezialitäten Liguriens. In der Region wird sie auch Fugassa genannt.

Typisch sind reichlich Olivenöl und die tiefen Vertiefungen auf der Oberfläche. Je nach Variante kommen grobes Salz, Zwiebeln, Kartoffeln oder Oliven dazu.

Die klassische Focaccia genovese wird nicht wie eine Pizza mit einer dicken Schicht aus Sauce und Käse belegt. Das Olivenöl, das Salz und der Teig stehen im Mittelpunkt.

In Ligurien wird Focaccia nicht nur als Beilage oder zum Apéro gegessen. Sie gehört dort auch zum Frühstück und wird teilweise sogar zusammen mit einem Cappuccino serviert.

Anschnitt eine luftigen Focaccia

Focaccia di Recco: dünner Teig mit Käsefüllung

Die Focaccia di Recco zeigt besonders deutlich, wie unterschiedlich Focaccia sein kann. Sie ist weder dick noch luftig und wird ohne Hefe hergestellt.

Für die geschützte Focaccia di Recco col formaggio IGP werden zwei sehr dünne Teigschichten aus Weizenmehl, Wasser, Salz und Olivenöl verwendet. Dazwischen kommt frischer, weicher Käse. Beim Backen schmilzt die Füllung, während die dünne Oberfläche goldbraun und stellenweise knusprig wird.

Die Bezeichnung ist geografisch geschützt. Die zertifizierte Focaccia di Recco col formaggio IGP darf nur im festgelegten Gebiet rund um Recco, Camogli, Sori und Avegno hergestellt werden. Die Spezialität erhielt 2015 den europäischen IGP-Schutz; die Produktionsregeln wurden 2024 aktualisiert.

Eine zu Hause gebackene Focaccia nach dieser Art kann natürlich ebenfalls fein sein. Ausserhalb des geschützten Gebiets darf sie jedoch nicht als zertifizierte Focaccia di Recco IGP bezeichnet werden.

Focaccia und Pizza: Was ist der Unterschied?

Pizza und Focaccia bestehen häufig aus ähnlichen Grundzutaten. Die Grenzen können je nach regionaler Variante fliessend wirken. Trotzdem gibt es einige typische Unterschiede.

MerkmalFocacciaPizza
Formhäufig rechteckig, teilweise rundmeist rund, teilweise rechteckig
Teigmeist dicker und weicherabhängig von der Pizzaart dünn oder luftig
Olivenöloft wichtiger Bestandteil von Teig und Oberflächemeist sparsamer verwendet
Oberflächetypische, mit den Fingern eingedrückte Muldenmeist glatter Teig mit ausgeprägtem oder flachem Rand
Belaghäufig schlicht oder in den Teig gedrücktmeist Sauce, Käse und weitere Zutaten
VerwendungBeilage, Apéro, Zwischenmahlzeit oder Hauptgerichtmeist eigenständige Mahlzeit

Die Tabelle dient als Orientierung. Eine Focaccia di Recco passt beispielsweise kaum in diese allgemeine Beschreibung, weil sie aus zwei sehr dünnen Teigschichten besteht. Auch bei Pizza gibt es von der dünnen Pizza tonda romana bis zur höheren Pizza in teglia sehr unterschiedliche Formen.

Pizza, Pinsa und Focaccia – die Unterschiede

Was ist bei einem Focaccia-Teig wichtig?

Ein weicher Teig darf klebrig sein

Focaccia-Teige enthalten häufig relativ viel Wasser. Dadurch kann der Teig weich und klebrig wirken. Das bedeutet nicht automatisch, dass mehr Mehl nötig ist.

Wird zu viel zusätzliches Mehl eingearbeitet, kann die Focaccia später kompakter und trockener werden. Ein weicher Teig lässt sich oft leichter mit geölten oder angefeuchteten Händen bearbeiten.

Wie viel Wasser ein Teig aufnehmen kann, hängt allerdings vom verwendeten Mehl und vom jeweiligen Rezept ab. Die Flüssigkeitsmenge sollte deshalb nicht ohne weitere Anpassungen verändert werden.

Dem Teig genügend Zeit geben

Die Ruhezeit beeinflusst die Struktur und das Aroma der Focaccia. Während der Gare entstehen die Luftblasen, die später für ein weiches und lockeres Inneres sorgen.

Nach der Teigruhe sollte der Teig möglichst sanft behandelt werden. Starkes Kneten oder kräftiges Zusammendrücken würde einen Teil der entstandenen Luft wieder entfernen.

Das Blech gut ölen

Olivenöl gehört bei vielen Focaccia-Varianten nicht nur auf die Oberfläche, sondern auch auf das Blech. Es verhindert, dass der weiche Teig festklebt, und hilft dabei, dass der Boden beim Backen Farbe und eine leicht knusprige Konsistenz erhält.

Wie viel Öl benötigt wird, hängt von der Grösse des Blechs und vom Rezept ab. Die Focaccia sollte nicht im Öl schwimmen, das Blech muss aber gleichmässig bedeckt sein.

Die Vertiefungen mit den Fingern eindrücken

Die typischen Mulden werden erst nach der letzten Teigruhe mit den Fingerspitzen eingedrückt. Dabei wird der Teig nicht vollständig bis auf das Blech durchgestossen.

Bei sehr luftigem Teig ist etwas Zurückhaltung wichtig. Wird die gesamte Oberfläche kräftig zusammengedrückt, können zu viele Luftblasen verloren gehen.

Anschliessend kommen je nach Rezept Olivenöl, Salz, Kräuter oder weitere Zutaten auf den Teig.

Focaccia aus Hefewasser

Welche Zutaten passen auf Focaccia?

Eine Focaccia braucht keinen aufwendigen Belag. Olivenöl, Salz und Rosmarin reichen bereits für eine klassische und aromatische Variante.

Daneben passen beispielsweise:

  • Oliven
  • Zwiebeln
  • kleine Tomaten
  • Kartoffelscheiben
  • Knoblauch
  • verschiedene Kräuter
  • saisonales Gemüse
  • Käse

Wie bei der Pizza sollte auch eine Focaccia nicht unnötig überladen werden. Zu viel feuchter Belag kann verhindern, dass der Teig gleichmässig durchbäckt.

Tomaten und anderes wasserreiches Gemüse sollten deshalb mit etwas Abstand auf dem Teig verteilt werden. Feste Zutaten können vorsichtig in die Oberfläche gedrückt werden, damit sie beim Backen nicht herunterfallen.

Focaccia als Beilage, Apéro oder Mahlzeit

Focaccia lässt sich sehr vielseitig servieren. In Stücke geschnitten passt sie zu einem Apéro, zu Salat, Suppe oder Grilliertem. Sie kann aber auch aufgeschnitten und gefüllt werden.

Auf meinem Blog findest du bereits verschiedene Möglichkeiten:

  • Focaccia mit Hefewasser
  • Focaccia Svizzera mit Polenta, Schweizer Käse und Cervelat

Die Rezepte zeigen auch, wie flexibel der Grundgedanke der Focaccia ist. Neben einer eher klassischen Variante mit Rosmarin gibt es gefüllte, belegte und regional angehauchte Interpretationen.

Focaccia am besten frisch geniessen

Frisch gebacken und noch leicht warm schmeckt Focaccia besonders gut. Ist etwas übrig, kann sie später kurz aufgebacken werden. Dadurch wird die Oberfläche wieder etwas knuspriger und der Teig weicher.

Keine klassische Focaccia, belegt mit Käse und Wurst
Focaccia Svizzera

Der Abschluss unserer italienischen Teigreise

Focaccia zeigt besonders schön, wie aus wenigen Zutaten ganz unterschiedliche Gebäcke entstehen können. Die Focaccia genovese ist weich, aromatisch und von Olivenöl geprägt. Die Focaccia di Recco besteht dagegen aus hauchdünnem Teig und einer weichen Käsefüllung.

Damit endet auch meine kleine Serie über Pizza, Pinsa und Focaccia. Obwohl alle auf einfachen Teigen beruhen, unterscheiden sie sich deutlich in Form, Konsistenz und Backweise.

Wer die ganze Serie lesen möchte, findet hier die weiteren Beiträge:

  • Pizza, Pinsa und Focaccia – die Unterschiede
  • Neapolitanische und römische Pizza im Vergleich
  • Was ist Pinsa? Herkunft, Teig und Unterschied zur Pizza

Quellen und weiterführende Informationen

Associazione Verace Pizza Napoletana
International Regulations – Vera Pizza Napoletana
Informationen zu den Merkmalen, zur Herstellung und zur traditionellen Backweise der neapolitanischen Pizza. Abgerufen am 29. Juli 2026.

UNESCO Intangible Cultural Heritage
Art of Neapolitan ‘Pizzaiuolo’
Informationen zur Aufnahme der Kunst des neapolitanischen Pizzaiuolo in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2017. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Turismo Roma
La pizza
Informationen zur römischen Pizza tonda, zur knusprigen Scrocchiarella sowie zu Pizza al taglio und weiteren römischen Pizzaformen. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Turismo Roma
La Pinsa Romana
Informationen zur modernen Entwicklung der Pinsa Romana, zu ihrer ovalen Form, zur Mehlmischung und zur Abgrenzung von der häufig erzählten antiken Ursprungsgeschichte. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Di Marco – Herstellerinformation
Die Geschichte der Pinsa Romana
Herstellerangaben zur Entwicklung der modernen Pinsa durch Corrado Di Marco und zu den Merkmalen der ursprünglichen Mehlmischung. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Italia.it
11 typische Produkte aus Ligurien
Informationen zur Focaccia genovese, zu ihren typischen Vertiefungen und Belägen sowie zur Focaccia di Recco. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Joyn / ProSieben
Galileo – Pizza weltweit 3.0
Galileo-Folge vom 26. Januar 2020, in der die Pinsa einem breiten Publikum vorgestellt wurde. Abgerufen am 29. Juli 2026.

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Focaccia-mit-Uebernachgare-scaled.jpg 1441 2560 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2026-10-02 08:00:002026-08-30 11:42:03Focaccia: Herkunft, Varianten und Tipps für den Teig
Focaccia mit Übernachtgare im Anschnitt

Focaccia mit Übernachtgare

23. September 2026/0 Kommentare/von Tamara

Eine frisch gebackene Focaccia braucht nicht viele Zutaten: Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Olivenöl reichen bereits für einen aromatischen und wunderbar luftigen Teig. Bei dieser Variante darf der Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen. Das sorgt nicht nur für mehr Aroma, sondern macht die Zubereitung auch gut planbar.

Der Teig wird am Vorabend vorbereitet und kommt nach einer ersten Ruhephase für 18 bis 24 Stunden in den Kühlschrank. Am nächsten Tag muss er nur noch auf das gut geölte Blech gegeben werden, darf sich dort entspannen und wird anschliessend mit Olivenöl, grobem Meersalz und Rosmarin gebacken.

Focaccia mit Übernachtgare im Anschnitt

Weshalb eine Übernachtgare?

Bei der Übernachtgare ruht der Teig über längere Zeit bei kühler Temperatur. Dafür wird nur wenig Hefe benötigt. Während der langsamen Teigreifung kann sich das Aroma entwickeln, ohne dass der Teig zu schnell aufgeht.

Für die Planung im Alltag ist diese Methode besonders praktisch: Der grösste Teil der Arbeit wird bereits am Vortag erledigt. Am nächsten Tag braucht der Teig zwar noch genügend Zeit, um sich auf dem Blech zu entspannen und wieder etwas wärmer zu werden, das eigentliche Vorbereiten geht dann aber schnell.

Wichtig ist, die Übernachtgare rechtzeitig einzuplanen. Zusammen mit der ersten Ruhephase und den zwei Stunden auf dem Blech benötigt die Focaccia deutlich mehr Zeit als ein Teig, der am gleichen Tag zubereitet und gebacken wird.

Ein weicher Teig mit hohem Wasseranteil

Der Teig für diese Focaccia enthält 400 Gramm Wasser auf 500 Gramm Mehl. Das entspricht einem Wasseranteil von 80 Prozent. Dadurch ist der Teig sehr weich und kann am Anfang auch etwas klebrig wirken.

Es lohnt sich, nicht einfach zusätzliches Mehl einzuarbeiten. Zu viel Mehl kann dazu führen, dass die gebackene Focaccia kompakter und trockener wird. Zum Verarbeiten helfen leicht feuchte oder geölte Hände.

Das verwendete Mehl sollte den hohen Wasseranteil aufnehmen können. Geeignet ist beispielsweise Tipo 0 oder ein Weissmehl mit ungefähr 11 bis 12 Prozent Protein.

Autolyse sowie Dehnen und Falten

Vor dem eigentlichen Kneten können Mehl und ein grosser Teil des Wassers für 30 bis 45 Minuten miteinander vermischt werden. Diese sogenannte Autolyse ist optional, erleichtert aber die weitere Teigentwicklung.

Nach dem Einarbeiten von Hefe, Salz und Olivenöl darf der Teig zunächst bei Raumtemperatur aufgehen. Während dieser Zeit wird er zweimal gedehnt und gefaltet. Dadurch gewinnt der weiche Teig an Struktur, ohne dass zusätzliches Mehl notwendig ist.

Anschliessend kommt er gut zugedeckt für 18 bis 24 Stunden in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag auf das Blech geben

Nach der Übernachtgare wird der Teig auf ein grosszügig geöltes Blech gegeben. Er sollte dabei möglichst sanft behandelt werden, damit die während der langen Ruhezeit entstandenen Luftblasen erhalten bleiben.

Der Teig muss nicht sofort bis in jede Ecke gezogen werden. Ist er noch kühl und zieht sich immer wieder zusammen, darf er zuerst etwas ruhen. Nach und nach lässt er sich leichter auf dem Blech verteilen.

Vor dem Backen entspannt sich der Teig nochmals ungefähr zwei Stunden bei Raumtemperatur.

Luftige Krume der Focaccia mit Übernachtgare

Die typischen Dellen in den Teig drücken

Kurz vor dem Backen werden mit geölten Fingern die typischen Vertiefungen in den Teig gedrückt. Dabei dürfen die Finger ruhig tief in den Teig sinken, ohne ihn jedoch vollständig zusammenzudrücken.

Anschliessend wird die Oberfläche grosszügig mit Olivenöl beträufelt und mit grobem Meersalz sowie Rosmarin bestreut. Beim Backen sammelt sich ein Teil des Öls in den Vertiefungen und sorgt für die typische aromatische Oberfläche.

Focaccia nach Lust und Saison belegen

Rosmarin und grobes Meersalz sind eine einfache und klassische Kombination. Der Teig kann aber auch mit weiteren Zutaten ergänzt werden, beispielsweise mit:

  • Oliven
  • kleinen Tomaten
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Kartoffelscheiben
  • verschiedenen Kräutern

Sehr feuchte Zutaten sollten eher sparsam verwendet werden, damit die Oberfläche und der Boden gut backen können.

Vielseitig serviert

Focaccia schmeckt frisch gebacken und noch leicht warm besonders gut. Sie passt zum Apéro, zu Salat oder Suppe und eignet sich als Beilage zu Grilliertem. Aufgeschnitten kann sie auch als Grundlage für ein Sandwich verwendet werden.

Mehr über die Herkunft der Focaccia, die Focaccia genovese und weitere regionale Varianten findest du in meinem Küchenwissen-Beitrag:

Mit der Übernachtgare braucht diese Focaccia zwar etwas Planung, dafür verteilt sich die Zubereitung angenehm auf zwei Tage. Am Backtag bleibt vor allem das Formen, Belegen und Backen und schon bald duftet es in der Küche nach Olivenöl und Rosmarin.nze Welt erobert. Ob klassisch mit Rosmarin und Salz oder modern mit kreativen Toppings; sie bleibt ein Symbol für die italienische Liebe zu einfachem, aber geschmackvollem Essen

Focaccia mit Übernachtgare im Anschnitt
Rezept drucken

Focaccia mit Übernachtgare

Kochutensilien

  • Zutaten (1 Blech, ca. 30 × 40 cm)

Zutaten

  • 500 g Mehl Tipo 0 oder Weissmehl 11–12 % Protein
  • 400 g Wasser 80 %, kalt
  • 10 g Salz
  • 3 g Frischhefe oder 1 g Trockenhefe
  • 30 g Olivenöl im Teig
  • Olivenöl zum Bestreichen
  • Grobes Meersalz Rosmarin

Anleitungen

  • Für die Autolyse (optional, aber empfohlen) Mehl und 350 g Wasser mischen, 30–45 Min. ruhen lassen.
  • Hefe und restliches Wasser vermischen und einarbeiten, dann Salz und Olivenöl zugeben. Den Teig Kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
  • Danach 1–2 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen lassen. Den Teig zwischendurch 2× dehnen und falten. Den Teig zugedeckt für 18–24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Den Teig auf ein gut geöltes Blech geben und sanft auseinanderziehen. Für 2 Stunden bei Raumtemperatur entspannen lassen.
  • Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Vor dem Backen mit geölten Fingern Dellen in den Teig drücken. Grosszügig mit Olivenöl beträufeln und mit grobem Salz und Rosmarin bestreuen. Für 25–30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/09/Uebernacht-Focaccia-Anschnitt-scaled.jpg 1441 2560 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2026-09-23 08:00:002026-08-30 11:26:48Focaccia mit Übernachtgare

Pizza, Pinsa und Focaccia: Das sind die Unterschiede

21. August 2026/0 Kommentare/von Tamara

Pizza, Pinsa und Focaccia gehören zu den bekanntesten Klassikern der italienischen Küche. Im Zentrum steht dabei immer ein Teig, der mit wenigen Grundzutaten auskommt. Je nach Variante gehören dazu Mehl, Wasser, Hefe oder Sauerteig, Salz und Olivenöl.

Aus diesen einfachen Grundzutaten haben sich ganz unterschiedliche regionale Spezialitäten entwickelt. Eine neapolitanische Pizza hat wenig mit einer dünnen römischen Pizza gemeinsam. Eine Focaccia wird anders geformt, gewürzt und gebacken als eine Pinsa. Selbst innerhalb der einzelnen Kategorien gibt es zahlreiche regionale Varianten, welche diese Gebäcke wunderbar flexibel und abwechslungsreich machen

Was unterscheidet Pizza, Pinsa und Focaccia also voneinander? Ein Blick auf Herkunft, Teig, Form und Backweise bringt vielleicht etwas Ordnung in die italienische Teigvielfalt. Das Gebiet ist aber so gross, dass es fast unmöglich ist alle Aspekte zu erfassen.

Was haben Pizza, Pinsa und Focaccia gemeinsam?

Pizza, Pinsa und Focaccia gehören zur grossen Familie der gebackenen Fladen- und Hefeteige. Der Teig wird aus wenigen Zutaten hergestellt, darf ruhen und wird anschliessend bei hoher Temperatur gebacken.

Die Unterschiede entstehen vor allem durch:

  • die verwendeten Mehlsorten
  • den Wasseranteil im Teig
  • die Dauer der Teigruhe
  • die Form und Dicke des Teigs
  • die Backtemperatur und Backzeit
  • die Art und Menge des Belags

Die Grenzen sind dabei nicht immer eindeutig. Besonders bei Pizza und Focaccia gibt es in Italien zahlreiche regionale Varianten, die sich in Form, Konsistenz und Zubereitung teilweise stark unterscheiden.

Pizza in der Pizzaria
Pizza

Neapolitanische Pizza: weich und luftig

Die neapolitanische Pizza ist für ihre dünne, weiche Mitte und den hohen, luftigen Rand bekannt. Sie wird bei sehr hoher Temperatur nur kurz gebacken und eher sparsam belegt. Dadurch stehen der Teig und die Qualität der wenigen Zutaten im Mittelpunkt.

Seit 2017 gehört die Kunst des neapolitanischen Pizzaiuolo zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Gemeint ist damit nicht die Pizza selbst, sondern das traditionelle Handwerk rund um die Teigherstellung, das Formen und das Backen.

Römische Pizza: dünn und knusprig

Die runde römische Pizza ist deutlich dünner und knuspriger als die neapolitanische Variante. Sie wird länger gebacken und besitzt normalerweise keinen stark aufgegangenen Rand.

In Rom gibt es jedoch nicht nur diese eine Pizzaform. Auch rechteckige Blechpizzas sowie Pizza al taglio, die in Stücke geschnitten verkauft wird, gehören zur römischen Pizzakultur.

Lange Zeit war die dünne, knusprige Pizza auch die Variante, die bei uns in den Pizzerien erhältlich war. Inzwischen werden jedoch häufig auch neapolitanische Pizzas und Pinsa angeboten.

Pinsa Romana auf einem Holzbrett
Pinsa Romana

Pinsa: alte Bezüge und moderne Rezeptur

Die Pinsa wird häufig mit einfachen Fladenbroten aus dem antiken Rom in Verbindung gebracht. Die Pinsa Romana, wie wir sie heute kennen, ist allerdings eine moderne Weiterentwicklung.

Typisch sind ihre ovale Form, ein hoher Wasseranteil und eine längere Teigführung. Häufig wird eine Mischung aus Weizen-, Reis- und Sojamehl verwendet. Dadurch wird der Teig innen luftig und bleibt aussen knusprig.

Wie schnell ein Gericht durch eine Fernsehsendung bekannt werden kann, habe ich Anfang 2020 selbst erlebt. Nachdem Galileo die Pinsa in einer Sendung vorgestellt hatte, gingen die Aufrufe meines bereits zuvor veröffentlichten Pinsa-Rezepts durch die Decke.

Mein Rezept für Pinsa Romana

Focaccia Svizzera im Anschnitt
Focaccia Svizzera

Focaccia: weich, aromatisch und vielseitig

Focaccia ist ein italienisches Fladenbrot, das besonders eng mit der ligurischen Küche verbunden ist. Der Teig ist meist dicker und weicher als ein klassischer Pizzateig. Charakteristisch sind die mit den Fingern eingedrückten Vertiefungen sowie reichlich Olivenöl und Salz auf der Oberfläche.

Focaccia kann schlicht mit Rosmarin serviert oder mit Oliven, Zwiebeln, Tomaten und anderem Gemüse ergänzt werden. Sie passt als Beilage, zum Apéro oder als eigenständige Mahlzeit.

Auch bei Focaccia gibt es unterschiedliche regionale Varianten. Nicht jede davon ist dick und luftig: Die Focaccia di Recco besteht beispielsweise aus zwei sehr dünnen Teigschichten mit einer Käsefüllung.

Mein Rezept für Focaccia Svizzera

Pizza, Pinsa und Focaccia im kurzen Vergleich

SpezialitätTypische FormKonsistenzBesonderheit
Neapolitanische Pizzarundweiche Mitte mit luftigem Randsehr kurze Backzeit bei hoher Temperatur
Römische Pizzarund oder rechteckigje nach Variante dünn und knusprig oder höher und luftigverschiedene römische Pizzaformen
Pinsameist ovalinnen luftig, aussen knusprighäufig besondere Mehlmischung und lange Teigführung
Focacciarund oder rechteckigmeist dicker und weichOlivenöl und typische Vertiefungen

Die Merkmale in der Tabelle dienen als Orientierung. Innerhalb jeder Kategorie gibt es unterschiedliche Rezepte und regionale Ausführungen.

Welche Variante passt zu wem?

Wer einen weichen Teig mit einem hohen, luftigen Rand mag, greift wahrscheinlich am liebsten zur neapolitanischen Pizza. Für alle, die einen dünnen und knusprigen Boden bevorzugen, ist die römische Pizza tonda eine gute Wahl.

Pinsa passt zu allen, die einen luftigen Teig mit knuspriger Oberfläche und vielseitigen Belagsmöglichkeiten mögen. Focaccia ist besonders unkompliziert und lässt sich als Beilage, zum Apéro oder als kleines Essen servieren. Welche Variante die beste ist, lässt sich kaum allgemein beantworten.


Quellen und weiterführende Informationen

Associazione Verace Pizza Napoletana
International Regulations – Vera Pizza Napoletana
Informationen zu den Merkmalen, zur Herstellung und zur traditionellen Backweise der neapolitanischen Pizza. Abgerufen am 29. Juli 2026.

UNESCO Intangible Cultural Heritage
Art of Neapolitan ‘Pizzaiuolo’
Informationen zur Aufnahme der Kunst des neapolitanischen Pizzaiuolo in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2017. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Turismo Roma
La pizza
Informationen zur römischen Pizza tonda, zur knusprigen Scrocchiarella sowie zu Pizza al taglio und weiteren römischen Pizzaformen. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Turismo Roma
La Pinsa Romana
Informationen zur modernen Entwicklung der Pinsa Romana, zu ihrer ovalen Form, zur Mehlmischung und zur Abgrenzung von der häufig erzählten antiken Ursprungsgeschichte. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Di Marco – Herstellerinformation
Die Geschichte der Pinsa Romana
Herstellerangaben zur Entwicklung der modernen Pinsa durch Corrado Di Marco und zu den Merkmalen der ursprünglichen Mehlmischung. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Italia.it
11 typische Produkte aus Ligurien
Informationen zur Focaccia genovese, zu ihren typischen Vertiefungen und Belägen sowie zur Focaccia di Recco. Abgerufen am 29. Juli 2026.

Joyn / ProSieben
Galileo – Pizza weltweit 3.0
Galileo-Folge vom 26. Januar 2020, in der die Pinsa einem breiten Publikum vorgestellt wurde. Abgerufen am 29. Juli 2026.

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2026/08/PizzaTitelbild.jpg 1128 2000 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2026-08-21 08:00:002026-07-29 17:41:13Pizza, Pinsa und Focaccia: Das sind die Unterschiede

Tradition, Freude und viele leckere Dreikönigskuchen

2. Januar 2026/0 Kommentare/von Tamara

Am 6. Januar feiern wir in der Schweiz traditionell den Dreikönigstag und natürlich gehört ein feiner Dreikönigskuchen dazu. Über die Jahre sind auf meinem Blog verschiedene Rezepte entstanden, ausprobiert, weiterentwickelt und verfeinert worden. Einige sind besonders praktisch, andere ganz klassisch und wieder andere sind entstanden, weil ich neugierig war und Neues testen wollte.

Inzwischen gibt es eine schöne Auswahl an Dreikönigskuchen, die für unterschiedliche Situationen geeignet sind. Egal ob du gemütlich backen möchtest, mit Kindern arbeitest, früh bereit sein willst oder einfach Freude am Experimentieren hast, hier findest du sicher das passende Rezept.

Meine Dreikönigskuchen Rezepte im Überblick

Hier findest du meine drei Lieblings-Rezepte.

Bild mit einem grossen Dreikönigskuchen mit Übernachgare
Dreikönigskuchen mit Übernachtagare

⭐ Dreikönigskuchen mit Übernachtgare

Perfekt für alle, die entspannt in den Dreikönigstag starten möchten. Der Teig ruht über Nacht im Kühlschrank, entwickelt ein feines Aroma und kann morgens frisch gebacken werden. Dieses Rezept ist ganz klar mein Favorit für den 6. Januar. Ich bereite ihn am Abend vorher vor und am Dreikönigstag muss er nur noch gebacken werden. Hier geht es zum Rezept: Dreikönigskuchen mit Übernachtgare

⭐ Mein erster Dreikönigskuchen

Mit diesem Rezept hat auf meinem Blog alles begonnen. Viel Herzblut, viel Ausprobieren und ein Stück Backgeschichte. Schön für alle, die gern Einblicke hinter die Kulissen mögen. Dies ist eins meiner liebsten Rezepte: erstes Dreikönigskuchenrezept

⭐ Dreikönigskuchen vom Synchronbacken

Ein ganz besonderes Rezept, das im Rahmen eines Synchronbackens entstanden ist. Hier stehen Backfreude, Austausch und Gemeinschaft im Vordergrund, begleitet von einem köstlichen Resultat. Dabei haben wir aufs neue herausgefunden, dass wenn 5 Personen das gleiche Rezept backen, 5 verschiedene Ergebnisse entstehen können. Synchron Dreikönigskuchen

Bild von einem Schweizer Dreikönigskuchen auf einem Holzbrett.
Dreikönigskuchen

Welcher Dreikönigskuchen passt zu dir?

Ob praktisch vorbereitet, ganz klassisch, mit Geschichte oder als Gemeinschaftserlebnis gebacken, jeder dieser Dreikönigskuchen hat seinen eigenen Charme. So kannst du dir jedes Jahr aufs Neue überlegen, welche Variante gerade zu deiner Familie, deiner Klasse oder deiner Runde passt. Um den König zu küren brauchts du übrigens nicht unbedingt eine Plastikfigur. Wir verwenden dafür eine Mandel oder ein eingefärbtes Stück Teig.

Ich wünsche dir viel Freude beim Stöbern, Nachbacken und Geniessen. Vielleicht wird ja dieses Jahr jemand ganz Neues zur Königin oder zum König gekrönt. Lasst es mich wissen!

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2019/01/Dreikönigskuchen-Titelbild.jpg 1200 1600 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2026-01-02 08:00:002026-10-15 13:09:21Tradition, Freude und viele leckere Dreikönigskuchen

Brioche Burger Buns

21. Juli 2025/0 Kommentare/von Tamara

Rezept für Brioche Burger Buns

Für meine schwarzen Bohnenburger habe ich feine Brioche Burger Buns gebacken und das Rezept möchte ich unbedingt mit euch teilen! Die selbstgemachten Buns schmecken wunderbar weich, leicht süsslich und buttrig – genau so, wie man es sich bei Brioche vorstellt.

Sie sind besonders luftig und passen wunderbar zu herzhaften Burgern aller Art.

Brioche Burger Buns mit Sesam angerichtet auf schwarzem Hintergrund.
Brioche Burger Buns mit Sesam

Hefeteigliebe – darum backe ich Burger Buns selbst

Ich liebe es, Brot zu backen – besonders mit Hefeteig. Das Kneten, das Gehenlassen und der Duft beim Backen sind für mich etwas sehr Beruhigendes. Im Blog findet ihr bereits einige Rezepte für verschiedene Burger Buns – von der klassischen, neutralen Variante über Vollkornbuns bis hin zu fluffigen Milchbrötchen.

Falls du lieber „normale“ Burger Brötchen magst, findest du hier ein paar erprobte Rezepte: [Burger Buns].

Brioche Buns – weich, buttrig, ein bisschen Luxus

Heute geht es aber um Brioche: Diese französisch inspirierte Variante ist etwas gehaltvoller – durch Butter, Milch und Ei entsteht ein besonders weicher, fast zarter Teig. Die Brötchen bekommen dadurch nicht nur mehr Geschmack, sondern auch eine schöne goldene Farbe. Wer Burger liebt, wird diese Brioche Buns definitiv ausprobieren wollen.

Brioche Burger Buns mit schwarze Bohnen Patties
Schwarze Bohnen Burger

Gut vorzubereiten und ideal zum Einfrieren

Ich backe sie gerne frisch am Tag des Grillens oder friere sie direkt nach dem Abkühlen ein – so habe ich immer welche auf Vorrat. Und mit ein paar Minuten im Ofen oder auf dem Grill sind sie schnell wieder wie frisch gebacken.

Aufgeschnittener Brioche Burger Bun
Brioche Burger Buns
Rezept drucken

Burger Buns Buns

Dieses Rezept für Brioche Burger Buns ist perfekt für selbstgemachte Burger. Weich, buttrig und luftig – ideal zu Bohnenburgern, Smashed Burgers & Co.

Zutaten

Teig

  • 500 g Weissmehl
  • 50 g Hartweizengriess
  • 100 ml Milch zimmerwarm
  • 100 ml Wasser zimmerwarm
  • 1 TL Zucker
  • 15 g frische Hefe
  • 2 Eier Grösse M
  • 75 g weiche Butter
  • 11 g Salz

Anstrich

  • 1 Eigelb und 1 EL Milch zum Bestreichen
  • 1 EL Sesamsamen zum Bestreuen

Anleitungen

Teig

  • Für den Vorteig das Mehl und den Griess in die Rührschüssel der Haushaltsmaschine geben und eine Mulde hineindrücken. Wasser, Milch und Zucker vermischen, Hefe hineinbröckeln und darin auflösen. In die Mulde geissen und mit etwas Mehl verrühren. Etwas Mehl darüber streuen und für 15 Minuten stehen lassen. Es sollten jetzt Bläschen sichtbar sein.
  • Eier und Salz dazu geben und 5 Minuten auf der untersten Stufe kneten lassen. 3 Minuten auf der nächt höheren Stufe kneten lassen.
  • Butter in Stücken dazu geben und den Teig so lange kneten lassen, bis sie sich gut mit dem Teig verbunden hat.

Gare

  • Zu einer Kugel formen und in einer mit Öl ausgestrichenen Schüssel zugedeckt in ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Der Teig sollte sich verdoppeln.
  • Den Teig in 8 gleichschwere Teile teilen und diese zu runden Brötchen schleifen. Die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und etwas flach drücken.

Stückgare

  • Zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
  • Eigelb mit der Milch verrühren und eine Prise Salz und Zucker dazu geben. Die Brötchen mit der Mischung bestreichen und mit Sesam bestreuen.

Backen

  • Backofen auf 200 Grad vorheizen
  • Im vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.
https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2025/07/Brioche-Burger-Buns.jpg 800 1200 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2025-07-21 08:00:002025-07-01 08:48:43Brioche Burger Buns

 Pane Cafone Napoletano

21. Mai 2025/4 Kommentare/von Tamara

Pane Cafone Napoletano – rustikales Brot mit italienischer Seele

Am vergangenen Wochenende war wieder #synchronbacken-Zeit – und das diesmalige Thema Pane Cafone Napoletano hat mich gleich sofort angesprochen. Dieses italienische Landbrot aus der Region Kampanien begeistert mit seiner kräftigen Kruste, einer saftigen Krume und echtem Charakter. Allerdings habe ich mir das Rezept zunächst nicht so richtig durchgelesen und erst am Sonntag bei der Zubereitung des Hauptteiges bemerkt, wie viel Zeit das Brot tatsächlich braucht. Gleich vorweg: Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Brot ist sehr aromatisch geworden.

Was ist Pane Cafone Napoletano?

Pane Cafone ist ein traditionelles neapolitanisches Landbrot, das früher das Alltagsbrot der einfachen Leute war. Heute erlebt es eine kleine Renaissance bei allen, die Wert auf Geschmack, Handwerk und Authentizität legen.

Charakteristisch ist die lange Teigführung, meist mit einem milden italienischen Sauerteig wie Lievito Madre. In unserer Version beim #synchronbacken haben wir jedoch mit Hefe gebacken, was das Brot auch für Einsteiger*innen gut umsetzbar macht. Der Teig wird mehrfach gefaltet, wodurch eine stabile Struktur und eine offene, luftige Krume entsteht. Typisch ist auch die Mischung aus Tipo 0-Mehl und Manitoba-Mehl, was dem Brot Elastizität und Volumen verleiht.

 Pane Cafone Napoletano
 Pane Cafone Napoletano

Mein #synchronbacken-Erlebnis

Ich habe das Rezept im Rahmen von #synchronbacken umgesetzt – einer Aktion, bei der wir gleichzeitig dasselbe Rezept ausprobieren und unsere Ergebnisse erst auf Instagram und später dann auf unseren Blogs teilen. Organisiert wird der Event von Zorra vom Blog Kochtopf. Grundlage für dieses Mal war das Pane Cafone Napoletano von Profumo di Lievito.

Den Vorteig haben wir am Samstag vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am Sonntag wurde dann der Hauptteig zubereitet, gefaltet, geformt, nochmals gehen gelassen und schliesslich gebacken – und das Ergebnis war überzeugend: eine knusprige Kruste und ein feuchtes, aromatisches Innenleben. Besonders gut schmeckt das Brot zu Olivenöl, mit Tomaten oder einfach pur mit etwas Butter.

Da ich das passende Mehl zum Originalrezept nicht hatte, habe ich ein Gemisch aus Tipo 0-Mehl, Haushaltsmehl und Semola verwendet. Die Mischung hat gut geklappt.

Ein wirklich tolles Brotrezept – allerdings ist es für mich etwas zu aufwendig, um nur einen Laib Brot zu backen. Ich war gefühlt den ganzen Sonntag damit beschäftigt. Beim nächsten Mal werde ich eine größere Menge zubereiten und einen Teil des Brotes einfrieren.

 Pane Cafone Napoletano
 Pane Cafone Napoletano
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Pane Cafone Napoletano

Rustikales italienisches Brot mit Vorteig im Topf gebacken.
Gericht: Brot
Küche: Italien
Suchbegriff: Hefeteig, Übernachtgare, Vorteig

Kochutensilien

  • Gusseisentopf

Zutaten

Pasta di riporto (alter Vorteig) – am Vortag zubereiten

  • 100 g Mehl W 300 ich habe Typo 00 verwendet
  • 70 g Wasser
  • 2 g frische Hefe
  • 2 g Salz

Hauptteig

  • 600 g Mehl W 250 ich habe 450 g Typo 0, 50 g Haushaltsmehl und 100 g Semola verwendet
  • 420 g Wasser Raumtemperatur
  • 5 frische Hefe
  • 13 g Salz
  • 1 TL Malz oder Honig ich habe Honig verwendet
  • gesamter Vorteig

Anleitungen

Pasta di riporto herstellen

  • Alle Zutaten verkneten, 2x aufgehen lassen (jeweils mit kurzem Durchkneten dazwischen), dann abgedeckt über Nacht im Kühlschrank lagern.

Hauptteig kneten

  • Hefe und Malz im Wasser auflösen. Mehl einrühren. Dann Salz und Vorteig zufügen. Mit dem Teighacken für 3 Minuten auf der ersten Stufe und danach 12 Minuten auf der zweiten Stufe kneten lassen.

Teigruhe und Falten

  • Den Teig 30 Minuten ruhen lassen, dann "Dehnen und Falten". Mit der Nat nach unten abgedeckt ruhen lassen.
  • Nach weiteren 30 Minuten nochmals "Dehnen und Falten". Mit der Nat nach unten abgedeckt ruhen lassen.
  • Nach weiteren 15 Minuten durch leichtes Bewegen auf der Arbeitsfläche rund formen. Abgedeckt weiter aufgehen lassen.
  • Nach ca. 60 Minuten fertig formen. Dabei darauf achten, dass die Luft nicht entweicht. Auf ein Backpapier legen und mit Mehl bestäuben.
  • Bei 28–30 °C ca. 50 Minuten gehen lassen, bis das Volumen sich verdoppelt hat. (Ich habe es für 30 Minuten im 30 Grad warmen Ofen aufgehen lassen, danach herausgenommen und den Ofen mit Gusseisentopf auf 250 Grad vorgeheizt)

Backen

  • Den Backofen mit dem Gusseisentopfe auf 250 Grad vorheizen.
  • Das Brot auf dem Backpapier in den Topf geben. Deckel schliessen.
  • Für 20 Minuten geschlossen backen. Danach den Deckel abnehmen und das Brot bei 200 Grad für weitere 20 – 30 Minuten backen.

Abkühlen lassen

  • Das fertige Brot aus dem Topf nehmen, Boden abklopfen (es soll hohl klingen), im offenen (ausgeschalteten) Ofen abkühlen lasse.

Fazit: Ein Brot mit Geschichte und Geschmack

Pane Cafone Napoletano ist mehr als nur ein Brot – es ist ein Stück italienischer Alltagskultur. Wer rustikale Brote liebt, wird dieses Rezept mögen. Dank der langen Teigführung und der einfachen Zutaten wird mit etwas Aufwand ein tolles Brot.

Beim Synchronbacken mit dabei waren:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Petra von genusswerke
Bettina von homemade & baked
FEL!X von FEL!X KITCHEN
Tamara von Cakes, Cookies and more
Simone von zimtkringel
Ilka von Was machst du eigentlich so?!
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Laura von Aus Lauras Küche
Nadja von Little Kitchen and more

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2025/05/Pane-Cafone-Napoletano-1.jpg 1043 1920 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2025-05-21 09:00:002026-07-15 11:27:35 Pane Cafone Napoletano

Kanellängd – Schwedisches Zimtbrot

20. November 2024/9 Kommentare/von Tamara

Synchronbacken – Kanellängd – Schwedisches Zimtbrot

Zimtschnecken sind bei uns zu Hause immer sehr beliebt, also war es schon fast klar, dass das schwedische Zimtbrot, auch bekannt als Kanellängd, gut ankommt. Diese köstliche Gebäck ist in Schweden ein beliebter Klassiker, der besonders während der Advents- und Weihnachtszeit nicht fehlen darf. Kanellängd hat seine Wurzeln in der schwedischen Backkultur. Das Gebäck ist in der Weihnachtszeit besonders beliebt, denn die würzige Kombination aus Zimt und Kardamom verbreitet bereits beim Backen eine festliche Atmosphäre.

Synchronbacken – Kanellängd

Das Rezept für das schwedische Zimtbrot fürs Synchronbacken vom Kochtopf kommt vom Blog Savor the Flavour. Dieses Mal haben wir ein Rezept gebacken, welches sowohl mit Übernachtgare, wie auch direkt am Backtag zubereitet werden kann. Für mich hat eine direkte Gare besser gepasst.

Das Brot dufte schon beim Backen herrlich nach Zimt und Kardamom. Der warme Duft hat unsere Wohnung eingenommen und uns bereits jetzt schon ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzt. Das Zimtbrot ist weniger ein Brot, sondern vielmehr ein süsses Gebäck geworden, welches uns schon lauwarm wunderbar geschmeckt hat. Es ist fluffig, süss und richtig schön buttrig.

Die Zubereitung des Teiges ist mit einer Haushaltsmaschine ganz einfach. Der Teig ist erst ziemlich klebrig, wird aber, wenn er genug lange geknetet wird, zart und einfach in der Handhabung. Darum ist es wichtig, dass der Teig genügend lange geknetet wird.

Rezept Kanellängd

Teig

Butter und Milch in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze verrühren, bis die Butter geschmolzen und die Mischung warm ist. Die Mischung auf 40 Grad abkühlen. Alle weiteren Zutaten für den Teig mit dem Butter-Milchgemisch in die Schüssel einer Haushaltsmaschine geben. Auf der niedrigsten Stufe für 5 Minuten kneten lassen. Danach auf der ersten Stufe für 8 – 10 Minuten kneten lassen. Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht gebutterte Schüssel geben abdecken. Den Teig in ca. 4 Stunden auf das Doppelte aufgehen lassen.

Füllung

Zucker, Zimt und Kardamom vermischen und beiseitestellen. Butter sehr weich werden lassen.

Formen und Backen

Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem grossen Rechteck, etwa 30 x 38 cm ausrollen. Die Butter gleichmässig auf dem Teig verstreichen und mit der Zuckermischung bestreuen. Den Teig von der langen Kante her fest aufrollen. Auf das vorbereitete Backblech legen. Mit einer Schere in ca. 2 cm Abstand einschneiden. Und die Einschnitte abwechslungsweise auf die Seiten klappen. Für 30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Aus dem Ofen nehmen und noch heiss mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen. Leicht abkühlen lassen.

Dekoration

Puderzucker mit etwas Orangensaft verrühren, so dass ein eher fester Zuckerguss entsteht. Die Masse in einen Spritzsack füllen und das Zimtbrot damit verzieren.

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Kanellängd – Schwedisches Zimtbrot

Ein süsses fluffiges Brot mit Zimt und Kardamom

Zutaten

Für den Brotteig

  • 75 g Butter
  • 240 ml Milch
  • 450 g Weissmehl
  • 10 g Frischhefe
  • 8 g Salz
  • 1 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 1 TL Zimt
  • 50 g Zucker
  • 1 grosses Ei

Für die Füllung

  • 100 g brauner Zucker
  • 2 EL gemahlener Zimt
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 50 g Butter weich

Für die Dekoration

  • 4 EL Aprikosenkonfitüre
  • 50 g Puderzucker
  • 2 TL Orangensaft

Anleitungen

Teig

  • Butter und Milch in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze verrühren, bis die Butter geschmolzen und die Mischung warm ist. Die Mischung auf 40 Grad abkühlen.
  • Alle weiteren Zutaten für den Teig mit dem Butter-Milchgemisch in die Schüssel einer Haushaltsmaschine geben.
  • Auf der niedrigsten Stufe für 5 Minuten kneten lassen. Danach auf der ersten Stufe für 8 – 10 Minuten kneten lassen.
  • Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht gebutterte Schüssel geben und abdecken. Den Teig in ca. 4 Stunden auf das Doppelte aufgehen lassen.

Füllung

  • Zucker, Zimt und Kardamom vermischen und beiseite stellen.
  • Butter sehr weich werden lassen.

Formen

  • Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem grossen Rechteck, etwa 30 x 38 cm ausrollen.
  • Die Butter gleichmässig auf dem Teig verstreichen und mit dem Zuckermischung bestreuen.
  • Den Teig von der langen Kante her fest aufrollen. Auf das vorbereitet Backblech legen.
  • Mit einer Schere in ca. 2 cm Abstand einschneiden. Und die Einschnitte abwechslungsweise auf die Seiten klappen.
  • Für 30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.
  • Aus dem Ofen nehmen und noch heiss mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen. Leicht abkühlen lassen.

Dekoration

  • Puderzucker mit etwas Orangensaft verrühren, so dass ein eher fester Zuckerguss entsteht. Die Masse in einen Spritzsack füllen und das Zimtbrot damit verzieren.
Kanellängd - schwedisches Zimtbrot

Beim Synchronbacken mit dabei waren:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Caroline von Linal’s Backhimmel
Bettina von homemade & baked
Britta von Backnmaedchen 1967
Petra von genusswerke
Tina von Küchenmomente
Tamara von Cakes, Cookies and more
Désirée von Momentgenuss
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Laura von Aus Lauras Küche
Ilka von Wasmachstdueigentlichso?!
Friederike von Fliederbaum
Katja von Kaffeebohne
Manuela von Vive la réduction!

Lust auf mehr? Hier findest du weitere Rezepte mit Hefeteig: Synchronbacken

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2024/11/Zitmbrot-Titelbild.jpg 818 1600 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2024-11-20 09:00:002024-11-20 07:49:56Kanellängd – Schwedisches Zimtbrot

UrDinkel-Wurzelbrot

16. Oktober 2024/6 Kommentare/von Tamara

Welt-Brot-Tag – UrDinkel-Wurzelbrot

Der Welt-Brot-Tag, der jährlich am 16. Oktober stattfindet, ist eine Gelegenheit für Bäcker, Brotbegeisterte und Food-Blogger, ihre Begeisterung für das Brotbacken zu teilen. In diesem Jahr veranstaltet der Blog „kochtopf.me“ zum 19. Mal einen Event anlässlich des Welt-Brot-Tages und bietet damit eine Plattform für Brotrezepte von Bloggern aus aller Welt.

UrDinkel-Wurzelbrot
UrDinkel-Wurzelbrot

Auch wenn ich es nicht so häufig schaffe, wie es gerne hätte, am Event teilzunehmen bin ich doch eine begeisterte Teilnehmerin des Welt-Brot-Tages. Auch dieses Mal habe ich den Termin fast verpasst und habe mich heute ganz kurzfristig dazu entschieden noch ein Brot zu backen. Im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Brote gebacken und die Kreationen auf dem Blog geteilt. Brot backen ist eine tolle Sache, sie entspannt und ist für mich ein bisschen wie Yoga. Ich freue mich jedes Mal über das Ergebnis, besonders natürlich, wenn das Brot gelingt. Im Blog findet ihr darum auch ganz viele Rezepte.

Ich habe mich für ein Ur-Dinkel-Wurzelbrot entschieden, da ich heute Morgen ausser „normalem“ Weissmehl nur helles Ur-Dinkelmehl und Ur-Dinkelvollkornmehl zur Verfügung hatte. Da ich auch keine frische Hefe vorrätig hatte, griff ich auf Trockenhefe zurück. Gebacken habe ich das Brot auf dem „Pizzastein“, was zu schön knusprigen Broten geführt hat.

UrDinkel-Wurzelbrot
UrDinkel-Wurzelbrot

Rezept UrDinkel-Wurzelbrot mit Vollkornmehlanteil

Anleitungen

Brühstück

Das Wasser aufkochen lassen und heiss über das Mehl giessen. Umrühren, bis sich alles verbunden hat. Zugedeckt abkühlen lassen.

Hauptteig

Alle Zutaten für den Teig in die Schüssel der Haushaltsmaschine geben, dabei 20 g Wasser zurückhalten und falls nötig nach 4 Minuten kneten dazu geben. Den Teig 6 bis 7 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen. Den Teig zugedeckt für 5 Stunden aufgehen lassen. Dabei 2 x dehnen und falten. Das letzte Falten sollte spätestens 1 Stunde vor dem fertigen Aufgehen sein.

Formen

Den Teig halbieren und zu zwei länglichen Broten (ca. 30cm) formen. Mehl bestäuben und zugedeckt für 30 Minuten gehen lassen.

Backen

Den Backofen mit einem Blech oder einem Backstein auf 240 Grad vorheizen. Die Teiglinge leicht verdrehen und auf einen vorgeheiztes Blech oder Backstein legen. Für ca. 25 Minuten backen.

UrDinkel-Wurzelbrot
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UrDinkel-Wurzelbrot mit Vollkornanteil

Ein knuspriges Brot mit UrDinkelmehl und einem Vorkornanteil.

Zutaten

Brühstück

  • 100 g helles UrDinkelmehl oder helles Dinkelmehl
  • 150 g Wasser

Hautteig

  • Brühstück
  • 300 g helles UrDinkelmehl
  • 100 g UrDinkelvollkornmehl
  • 10 g Salz
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Honig
  • 3/4 TL Trockenhefe
  • 220 g Wasser 20 g zurück halten

Anleitungen

Brühstück

  • Das Wasser aufkochen lassen und heiss über das Mehl giessen. Umrühren, bis sich alles verbunden hat. Zugedeckt abkühlen lassen.

Hauptteig

  • Alle Zutaten für den Teig in die Schüssel der Haushaltsmaschine geben, dabei 20 g Wasser zurückhalten und falls nötig nach 4 Minuten kneten dazu geben. Den Teig 6 bis 7 Minuten auf Stufe 1 kneten lassen. Den Teig zugedeckt für 5 Stunden aufgehen lassen. Dabei 2 x dehnen und falten. Das letzte Falten sollte spätestens 1 Stunde vor dem fertigen Aufgehen sein.

Formen

  • Den Teig halbieren und zu zwei länglichen Broten (ca. 30cm) formen. Mehl bestäuben und zugedeckt für 30 Minuten gehen lassen.

Backen

  • Den Backofen mit einem Blech oder einem Backstein auf 240 Grad vorheizen.
  • Die Teiglinge leicht verdrehen und auf einen vorgeheiztes Blech oder Backstein legen.
  • Für ca. 25 Minuten backen.

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2024/10/Wurzelbrot.jpg 1067 1600 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2024-10-16 18:19:142024-10-16 18:19:15UrDinkel-Wurzelbrot

Pane Stirato

25. September 2024/7 Kommentare/von Tamara

Synchronbacken – Rezept für Pane Stirato

Synchronbacken

Dieses Weekend ist mal wieder Synchronbacken mit dem Kochtopf angesagt. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie jeder von uns das vorgegebene Rezept für Hefeteiggebäck auf seine eigene Art interpretiert und am Ende viele unterschiedliche Ergebnisse präsentiert werden. Hier findest du die Rezepte, welche ich im Rahmen dieses Events bereits zubereitet habe: Synchronbacken

Pane Stirato

Pane Stirato ist ein Art italienisches Baguette, das sich durch seine längliche Form und goldbraune Kruste auszeichnet. Der Name “Stirato” bedeutet “gestreckt” auf Italienisch und bezieht sich auf die Methode, bei der der Teig vor dem Backen in die Länge gezogen wird. Im Gegensatz zum französischen Baguette, das oft mit einem Poolish oder Weizensauerteig hergestellt wird, verwendet das Pane Stirato einen Vorteig namens Biga, der für 18-48 Stunden reift und dem Brot ein intensiveres Aroma verleiht. Durch das Strecken des Teigs entstehen lange Glutenstränge, die dem Brot seine charakteristische zähe Textur und eine knusprige Kruste verleihen. Pane Stirato ist sehr vielseitig und eignet sich hervorragend für Sandwiches, Bruschetta und mehr.

Pane Stirato
Pane Stirato

Mehltypen

Das Rezept von Blog Pasticci di Ale Titti, arbeitet mit Mehltypen, welche es hier nicht im Supermarkt gibt oder die anders bezeichnet werden. Im original Rezept werden die Mehle W 350 und Typo 2 vorgegeben. Was mich dazu veranlasst hat erst einmal zu Recherchieren, welche Mehltypen, die ich im Schrank habe, dafür in Frage kommen. Da ich aber gerne aufbrauche was noch im Schrank steht habe ich mich für „normales“ Schweizer Weissmehl und Ruchmehl entschieden.

Biga

Wir haben mit einer Biga begonnen. Die Biga ist ein italienischer Vorteig, der dem Brot mehr Geschmack und eine bessere Textur verleiht. Er besteht aus Mehl (2 Teile), Wasser (1 Teil) und einer kleinen Menge Hefe (ca. 1% der Mehlmenge). Die Biga reift 12 bis 48 Stunden. Bei aktuellen Rezept sind es ca. 20 Stunden bei Raumtemperatur. Bei mir ist der Vorteig 22 Stunden gestanden, bevor ich ihn weiter verarbeite habe. Mit dem Verhältnis 2:1 wird der Vorteig ziemlich zäh. Was aber beim Hauptteig wieder ausgeglichen wird. Er wurde mit einem feuchten Tuch bedeckt und durfte in der Küche stehen bleiben. Per Zufall haben wir dort im Moment gerade 18.5 Grad.

Hautpteig

Über Nacht ist der Vorteig schön aufgegangen und auch etwas weicher geworden, so dass er sich gut für den Hauptteig verwenden liess. Den Hauptteig habe ich 15 Minuten in der Küchenmaschine kneten lassen und dabei das Salz erst am Schluss hinzu gefügt. Dies um die Entwicklung des Glutennetzwerks nicht zu behindern. Der Teig wird weich und geschmeidig.

Pane Stirato
Pane Stirato

Brote

Die Brote werden nach der Stückgare in die Länge gezogen, dabei entsteht eine spezielle Struktur, welche im Anschnitt sichtbar ist. Nach dem Abkühlen ist die goldene Kruste eher weich und die Krumme schon luftig mit einer mittelgrossen Porung.

Zubereitung

Die Herstellung des Teiges und das Formen der Brote scheint auf den ersten Blick komplex, erfordert jedoch lediglich etwas Geschick und ein gutes Gefühl für die Konsistenz des Teiges. Obwohl die Biga recht trocken wird, was bei einem Verhältnis von Mehl zu Wasser von 2:1 zu erwarten ist, zahlt sich das Vertrauen in den Prozess aus. Trotz des anfänglichen Eindrucks, dass das Rezept viel Arbeit erfordert – was es in meinem Fall mit all den Notizen, Fotos und Videos auch war – ist der tatsächliche Arbeitsaufwand, wenn man nicht alles dokumentieren muss, recht gering. Der Einsatz lohnt sich definitiv, denn die Brote schmecken hervorragend und sowohl die Kruste als auch die Krume sind perfekt gelungen. Wir die Brote zum Znacht als Sandwiches genossen und sie schmeckten wirklich lecker.

Rezept Pane Stirato

Anleitungen

Biga

  • Die Hefe im Wasser auflösen und zum Mehl dazu geben. Zu einem Teig zusammenfügen. (Die Biga ist eher trocken.)
  • Zugedeckt mit einem feuchten Tuch bei 18 Grad 20 – 22 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte dabei aufgehen.

Hauptteig

  • 110 g Wasser mit der Hefe verrühren und in die Schüssel der Haushaltsmaschine geben. Den Honig, das Mehl und die Biga in Stücken dazu geben. Kneten bis sich alles zu einem Teig zusammengefügt hat. (Dies dauert ca. 10 Minuten).
  • Das Salz und das Wasser EL-weise dazu geben. (Je nach Mehl, braucht es nicht die ganze Wassermenge) Den Teig weiterkneten bis er sich gut verbunden hat und geschmeidig ist. Zugedeckt für 45 – 60 Minuten gehen lassen.
  • Den Teig in ca. 250 g schwere Stücke schneiden und zu länglichen Broten formen. (Etwas kürzer als die Hälfte eures Backbleches.)
  • Mit dem Schuss nach oben auf die bemehlte Arbeitsfläche legen. Mit Mehl bestreuen und zugedeckt für weitere 60 Minuten aufgehen lassen.
  • Den Backofen auf 240 Grad vorheizen.
  • Die Brote umdrehen und auf das Doppelte ausziehen. (Etwas kürzer als euer Backblech.)
  • Die Brote auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen backen. Die Brötchen können in der ersten 5 Minuten 3 – 4 mal mit Wasser besprüht werden. (Ich habe diesen Schritt weggelassen) Für 20 bis 25 Minuten backen.
Pane Stirato
Pane Stirato
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Rezept Pane Stirato

Rezept für ein köstliches Pane Stirato. Die Brote werden mit einem Vorteig (Biga) zubereitet und bekommen eine grobporige Krumme.

Zutaten

Biga

  • 370 g Weissmehl
  • 100 g Ruchmehl
  • 220 g Wasser
  • 4 g Frischhefe oder 1 g Trockenhefe

Hauptteig

  • Biga von oben
  • 50 g Ruchmehl
  • 5 g Honig
  • 2 g Frischhefe oder 0.5 g Trockenhefe (ca. 1/3 TL)
  • 170 g Wasser erst nur 110 g verwenden
  • 10 g Salz

Anleitungen

Biga

  • Die Hefe im Wasser auflösen und zum Mehl dazu geben. Zu einem Teig zusammenfügen. (Die Biga ist eher trocken.)
  • Zugedeckt mit einem feuchten Tuch bei 18 Grad 20 – 22 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte dabei aufgehen.

Hauptteig

  • 110 g Wasser mit der Hefe verrühren und in die Schüssel der Haushaltsmaschine geben. Den Honig, das Mehl und die Biga in Stücken dazu geben. Kneten bis sich alles zu einem Teig zusammengefügt hat. (Dies dauert ca. 10 Minuten).
  • Das Salz und das Wasser EL-weise dazu geben. (Je nach Mehl, braucht es nicht die ganze Wassermenge) Den Teig weiterkneten bis er sich gut verbunden hat und geschmeidig ist. Zugedeckt für 45 – 60 Minuten gehen lassen.
  • Den Teig in ca. 250 g schwere Stücke schneiden und zu länglichen Broten formen. (Etwas kürzer als die Hälfte eures Backbleches.)
  • Mit dem Schuss nach oben auf die bemehlte Arbeitsfläche legen. Mit Mehl bestreuen und zugedeckt für weitere 60 Minuten aufgehen lassen.
  • Den Backofen auf 240 Grad vorheizen.
  • Die Brote umdrehen und auf das Doppelte ausziehen. (Etwas kürzer als euer Backblech.)
  • Die Brote auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen backen. Die Brötchen können in der ersten 5 Minuten 3 – 4 mal mit Wasser besprüht werden. (Ich habe diesen Schritt weggelassen) Für 20 bis 25 Minuten backen.

Beim Synchronbacken mit dabei waren:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Britta von Backmaedchen 1967
Simone von zimtkringel
Petra von genusswerke
Tamara von Cakes, Cookies and more
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Ilka von Was machst du eigentlich so?!
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Nadja von Little Kitchen and more

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2024/09/PaneStirato.jpg 1067 1600 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2024-09-25 09:00:002026-08-23 11:05:17Pane Stirato

Schwiegermutterzungen mit Tomaten

10. Juli 2024/9 Kommentare/von Tamara

Synchronbacken – Lingue di suocera – Schwiegermutterzungen

Letzten Sonntag habe ich mich spontan entschlossen, am Synchronbacken von Zorras Kochtopf teilzunehmen. Lingue di suocera sind für mich kein unbekanntes Gebäck; ich habe sie bereits in verschiedenen Ausführungen gebacken und eine Variante mit Bärlauch ist schon in meinem Blog zu finden: Schwiegermutterzungen mit Bärlauch.

Alles Rund um die Schwiegermutterzungen

Die „Lingue di suocera“, zu Deutsch „Schwiegermutterzungen“, sind ein italienisches Gebäck, das sowohl durch seinen Namen als auch durch seinen Geschmack fasziniert. Diese knusprigen italienischen Brotzungen haben ihren Ursprung in der Region Ligurien und sind mittlerweile weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt.

Für diese Runde Synchronbacken hat Zorras Kochtopf dieses mal ein Rezept von Agrodolce ausgewählt. Das einfache Rezept, das wir getestet haben, funktionierte auch mit meiner kleinen Anpassung hervorragend: Ich habe Tomatenmark zum Teig hinzugefügt und die Kräuter weggelassen. Es ist auch für Backanfänger leicht umzusetzen. Das Tomatenmark verleiht den Schwiegermutterzungen einen leichten Tomatengeschmack und eine schöne Farbe. Wenn das Gebäck schön knusprig gebacken wurde und gut verpackt aufbewahrt wird, bleibt es lange frisch und kann daher auch einige Tage im Voraus zubereitet werden.

Schwiegermutterzungen
Schwiegermutterzungen

Zubereitung

Die Zubereitung der „Lingue di suocera“ variiert je nach Region und Familienrezept. Traditionell werden sie aus einem einfachen Teig aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz hergestellt. In manchen Varianten wird der Teig mit Olivenöl angereichert, was ihm eine besondere Geschmeidigkeit verleiht. Die Teiglinge werden dünn ausgerollt und dann im Backofen gebacken, bis sie goldbraun und knusprig sind.

In der modernen Küche finden sich zahlreiche Variationen der „Lingue di suocera“, die mit verschiedenen Kräutern, Gewürzen oder sogar Käse verfeinert werden. So können wir beispielsweise Rosmarin, Thymian oder Knoblauch hinzufügen, um das Gebäck zu aromatisieren. Die fertigen Brotzungen sind ein beliebter Snack zu Wein oder Aperitifs und eignen sich hervorragend als Begleiter zu Antipasti.

Die „Lingue di suocera“ sind nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihrer Haltbarkeit geschätzt. Richtig gelagert, bleiben sie über Wochen hinweg knusprig und sind somit ein idealer Vorrat für unerwartete Gäste oder für den kleinen Hunger zwischendurch.

Schwiegermutterzungen
Schwiegermutterzungen

Rezept für Schwiegermutterzungen – Lingue di suocera

  • Mehl, Salz und Trockenhefe in einer Schüssel mischen. Tomatenmark im Wasser auflösen und zum Mehl in die Schüssel geben. Miteinander verrühren und zu einem Teig zusammenfügen. Jetzt das Öl dazugeben und den Teig kneten, bis er geschmeidig ist. Den Teig in eine Schüssel geben und zugedeckt um das Doppelte aufgehen lassen. Dies dauert circa 2 Stunden. Anmerkung: die Aufgehzeit variiert je nach Raumtemperatur.
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Den Teig in 6 Teile teilen und diese rund schleifen. Den Teig zu dünnen Zungen ausrollen und auf 1 bis 2 Backblechen verteilen. Mit etwas Olivenöl bestreichen und mit Salzflocken bestreuen.
  • Die Schwiegermutterzungen im vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen.
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Rezept Schwiegermutterzungen – Lingue di suocera

Ein knuspriges italienische Gebäck mit Tomatenmark verfeinert. Ideal zum Apéro oder mal zwischendurch.
Zubereitungszeit3 Stunden Std.
Gericht: Beilage
Küche: Italienisch
Suchbegriff: Backen, Brot, Hefeteig
Servings: 6 Stück

Zutaten

Teig

  • 200 g Mehl
  • 1 g Trockenhefe
  • 4 g Salz
  • 120 g Wasser
  • 2 EL Tomatenmark
  • 20 g Olivenöl

Zum Bestreichen

  • Olivenöl
  • Salzflocken

Anleitungen

  • Mehl, Salz und Trockenhefe in einer Schüssel mischen. Tomatenmark im Wasser auflösen und zum Mehl in die Schüssel geben. Miteinander verrühren und zu einem Teig zusammenfügen. Jetzt das Öl dazugeben und den Teig kneten, bis er geschmeidig ist. Den Teig in eine Schüssel geben und zugedeckt um das Doppelte aufgehen lassen. Dies dauert circa 2 Stunden. Anmerkung: die Aufgehzeit variiert je nach Raumtemperatur.
  • Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  • Den Teig in 6 Teile teilen und diese rund schleifen. Den Teig zu dünnen Zungen ausrollen und auf 1 bis 2 Backblechen verteilen. Mit etwas Olivenöl bestreichen und mit Salzflocken bestreuen.
  • Die Schwiegermutterzungen im vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten backen.

Hier geht es zu weiteren Rezepten mit Hefe: Synchronbacken

Beim Synchronbacken mit dabei waren:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Simone von zimtkringel
Tamara von Cakes, Cookies and more
Britta von Backmaedchen 1967
Petra von Genusswerke
Manuela von Vive la réduction!
Désirée von Momentgenuss
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Bianca von ELBCUISINE
Tina von Küchenmomente
Ilka von Was machst du eigentlich so?!
Laura von Aus Lauras Küche
Nadja von Little Kitchen and more
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft

https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2024/07/Schwiegermutterzungen.jpg 1067 1600 Tamara https://cakescookiesandmore.ch/wp-content/uploads/2018/06/katherineschmidt.png Tamara2024-07-10 09:00:002025-06-23 10:55:58Schwiegermutterzungen mit Tomaten
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