Comic Fantastische vier unfassbar

Die Fantastischen Vier „Unfassbar“

Comic Review von Die Fantastischen Vier „Unfassbar“

Die Verbindung zwischen Dr. Doom und der Superhelden-Familie der Fantastischen Vier ist nicht nur lang andauernd, sondern auch legendär. So überrascht es nicht, dass Doom sich ein weiteres Mal daran versucht, dem Paar Sue und Reed Richards Übel mitzuspielen. Doch dieses Mal geht der Doktor weiter, denn er zielt nicht direkt auf die Superhelden, sondern auf ihre Kinder! Über die Jahre hat sich Doom als talentierter Magier entpuppt, der es versteht, allerlei Zauber und Magie zu vereinen und sich so durch Universen zu bewegen und zwischen Himmel und Hölle Verbindungen einzugehen, die ihm helfen, sein Ziel zu erreichen. Um seine Feinde entgültig zu besiegen, schnappt sich Doom die Kinder Reeds, Franklin und Valeria (von welcher verzwickterweise noch Götti ist) und bringt somit die Fantastischen Vier in grösste Bedrängnis. Denn um ihre Kinder zu retten, sind Sue, Reed, sowie Johnny und Ben («Das Ding») zu allem bereit. Auch wenn das heisst, dass sie schnurstracks in Doom’s Falle laufen und sich nun mit allerlei magischen Begebenheiten rumschlagen müssen. Die Dämonen warten, die Monster lauern und Wissenschaftler Reed Richards muss, gegen seine Einstellung, Magie erlernen, will er seine Familie retten…

Die Fantastischen Vier „Unfassbar“

  • Autor: Mark Waid
  • Zeichner: Mike Wieringo
  • Panini Verlag

«Die Fantastischen Vier – Unfassbar» fasst auf 200 stark bebilderten Seiten die legendäre Story von 1998 zusammen und zeigt auf beeindruckende Weise die Verbitterung des Doktor Doom, dessen Angriffe auf die Superhelden immer brisanter und brutaler werden. Diese Schlacht zwischen Gut und Böse, Wissenschaft und Magie, hinterlässt Narben und die Superhelden werden danach nicht mehr die Gleichen sein. Aussergewöhnlich gezeichnet und als Geschichte packend geschrieben, entpuppt sich «Unfassbar» als Geschichte, die zwar langsam anfängt, aber nach interessantem Vorgeplänkel auf das Gaspedal drückt. Selten waren die Marvel-Superhelden so verletzlich und es scheint, als ob Dr. Doom endlich am Ziel seiner Wünsche angekommen ist. Mit der eigenen Geschichte der Kinder Valeria und Franklin, erhält dieses Comic zusätzliche Brisanz, denn wenn der eigene Götti zu solchen Taten fähig ist, dann kommt selten was Gutes dabei raus.

Fantastische Vier – unfassbar

Unser Fazit

«Die Fantastischen Vier – Unfassbar» ist klasse geschrieben, schürt das Interesse auf angeteaste Geschichten (Doom als Götti?) und liefert einen Showdown, der Narben hinterlässt. Ein Buch für Fans, die ein Paradebeispiel der Feindschaft zwischen Doom und Richards suchen und dabei eine Familiengeschichte erleben, die es sich zu lesen lohnt.

Wolverine vs. Predator

Comic Besprechung von Wolverine vs. Predator

Er kommt aus dem Weltraum und ist ein Krieger, der sich durch die Jagd definiert. Seine technisch hochstehenden Waffen und sein Trieb, erfolgreich zu sein, macht ihn zum ultimativen Jäger. Nun hat sich das Alien der Spezies «Yautja» auf der Erde ein neues Opfer ausgesucht. Eines, das ihm Ehre und Anerkennung auf dem Heimatplaneten sichern soll und das ihn vor eine gigantische Aufgabe stellt: Wolverine! Der Mutant, selbst ein nahezu unverwundbarer Krieger, begegnet seinem Widersacher in diversen Epochen seines Lebens und muss bis ans Äusserste gehen, um diese Begegnung zu überleben. Während er in der Gegenwart unter einem Felsvorsprung lauert, erinnert er sich an die verschiedenen Aufeinandertreffen mit dieser ausserirdischen Lebensform und die Kämpfe, die alles von ihm abverlangt haben. Aber nun soll die Jagd ein Ende nehmen….

 «Wolverine vs. Predator» ist eines dieser Crossover-Comics, auf das die Fans gewartet haben. Das vorliegende Band enthält alle vier Episoden der Reihe, die 2023 auf den Markt gekommen ist und bietet nebst brutaler Action auch überraschende Charaktertiefe. Wir erleben Wolverine nicht als tumben Jäger, sondern als nachdenklichen Erzähler mit philosophischen Einschüben, der uns als Leser etwas weiter mitnimmt, als nur bis in die nächste Kampfgrube. Das macht den Comic zu einem überraschenden Genre-Mix mit hohem Unterhaltungswert. Ausserdem bekommen wir bekannte Phasen der Entwicklung von Wolverine geboten, die uns von seiner asiatischen Phase bis hin zu bekannten Superheldenteams abdecken.

Wolverine vs. Predator

Autor: Benjamin Percy

Zeichner: Ken Lashley

Verlag: Panini

Mit 132 Seiten ist «Wolverine vs. Predator» eine Geschichte geworden, die man in einem Zug durchlesen kann, die in Sachen Farbgebung eine visuelle Dynamik entwickelt, die man als Leser geniessen kann. Verschiedene Zeichner sind für die unterschiedlichen Epochen verantwortlich und lassen uns auch etwas tiefer in die Welt der «Predators» eintauchen, was der Geschichte zusätzliches Interesse verleiht. Ein Must-Read für Fans beider Figuren und sicherlich nicht das letzte Mal, das ein solches Cross-Over stattgefunden hat. Zumal der «Predator» inzwischen durch Kinofilme und Streamingproduktionen zu neuer Popularität gekommen ist. Wir freuen uns auf’s nächste Aufeinandertreffen.

Batman ’89 – Echos

Comic Review „Batman ’89 – Echos“

Batman, der Beschützer Gothams, ist verschwunden! Das nützen einige «normale» Bürger der Stadt, um in der Verkleidung des Helden für Recht und Ordnung sorgen zu wollen – mit schlimmem Ausgang. Die Leichen stapeln sich und das Verbrechen kommt frisch gestärkt aus seinen Löchern gekrochen. Die Stad läuft Gefahr, einmal mehr in Chaos und Gewalt zu versinken, was Alfred Pennyworth, der Butler von Bruce Wayne, nicht akzeptieren kann. Er wendet sich an Robin und Barbara Gordon, die ihre Arbeit auf den Strassen Gothams wieder aufnehmen sollen. Währenddessen ist im Sanatorium, dem Arkham Asylum, ein mysteriöser Gast aufgetaucht, um den sich gleich zwei Spezialisten kümmern wollen. Während Doktor Jonathan Crane mit Hypnose arbeitet und sich auch sonst die Regeln der Behandlung zurechtbiegt, will die leicht angeschlagene Harleen Quinzel diesen Neuzugang zu Nutze machen, um in die Öffentlichkeit zu gelangen. Was ist das für ein Fremder und was hat er mit der aktuellen Situation in Gotham zu tun? Die Auflösung wird dramatisch sein…

Batman ’89 – Echos

  • Autor: Sam Hamm
  • Zeichner: Joe Quinones
  • Erscheint am: 16.09.2025
  • Produktart: Comics
  • Seitenzahl: 144
  • Format: 17X26
  • Storys: Batman ‘89: Echoes 1–6
  • Bindung: Klebebindung
  • Farbe/Schwarz-Weiß: Farbe
  • ISBN: 9783741640278
  • Verlag: Panini

Batman – Universum

Mit «Batman ’89 – Echos» kehren wir zurück in das Batman-Universum der 1980er Jahre und tauchen ein in die Welt, die von Regisseur Tim Burton in den Filmen «Batman» und «Batman’s Rückkehr» in den Kinos für Erfolge gesorgt hat. Die Geschichte wird konstant weitererzählt, die Figuren sind deutlich erkennbar als diejenigen aus den Kinofilmen und verschiedene Storyansätze, die sich im Lauf der Geschichte zusammenführen, halten die Spannung hoch. So entpuppt sich «Batman ’89 – Echos» als anspruchsvoller und erwachsener Comic, der mehr auf Inhalt und Story, anstatt auf Action und Explosionen setzt. Wobei diese natürlich auch nicht fehlen, aber halt im Sinn der Geschichte eher sparsam eingesetzt werden.

Fazit von Batman ’89

Hervorragend gezeichnet von Joe Quinones bietet dieses Album die Zusammenstellung aller sechs veröffentlichten Einzelbänder und ergibt eine Geschichte, die man kaum mehr aus den Händen geben mag. Wie wäre eine solche Story wohl als Kinofilm geworden?

Batman: Full Moon

Comic-Besprechung von Batman: Full Moon

Etwas Grusliges geht um in Gotham City. Im Dunkeln schlägt es gnadenlos zu und als ein Labor der Wayne Pharmaceuticals zerstört wird und mehrere Menschen sterben, beginnt Batman (alias Bruce Wayne) seine Ermittlungen. Die führen ihn zu einem Einsatz im Park, wo er von einer Bestie angefallen und gebissen wird. Wie es sich herausstellt, ist diese Kreatur ein Werwolf und durch den Biss hat sich Batman selbst mit dem Wolf-Virus infiziert. Das heisst nun, dass der dunkle Ritter selbst bei Vollmond zur Bestie wird, wenn nicht schnellstens ein Gegenmittel gefunden wird. Dafür wird ein uralter Vampir ins Boot geholt, dessen Abneigung gegen die Werwölfe so stark ist, dass sich auch Bruce Wayne fragen muss, ob diese Entscheidung richtig war. Währenddessen läuft alles auf ein Duell zwischen zwei Werwölfen hinaus – einer davon mit Bat-Zeichen auf der Brust….

Batman: Full Moon

  • Autor: Rodney Barnes
  • Zeichner: Stevan Subic
  • Erscheint am: 23.09.2025
  • Produktart: Comics
  • Seitenzahl: 152
  • Format: 17X26
  • Storys: Batman: Full Moon 1–4
  • Bindung: Klebebindung
  • Farbe/Schwarz-Weiss: Farbe
  • ISBN: 9783741645785
  • Verlag: Panini

«Batman: Full Moon» erschien 2024 und beinhaltet als ganze Serie vier Episoden. Diese wurden nun zusammengepackt und in einem einzelnen Album veröffentlicht, das recht zur Sache geht. Die Geschichte ist dunkel, brutal und spannend, während die Zeichnungen vielfach nur Umrisse und grobe Skizzen enthalten. Das verleiht diesem Album aber eine gewisse Rauheit und die beiden Autoren Rodney Barnes (schrieb schon für «Star Wars: The Mandalorian») und Steven Subic liefern damit ein tolles Exemplar ab, das hervorragend in die aktuelle Gruselzeit rund um Halloween passt. Monsteraction, parallellaufende Storylines, bekannte Figuren und mit dem Auftauchen von «Man-Bat» sogar ein Wiedersehen mit einer viel zu stiefmütterlich behandelten Figur im DC-Universum.

Batman Full Moon Panini Verlag - Comicbesprechung
Batman: Full Moon

Fazit

Der Stil von «Batman: Full Moon» mag nicht jedermanns Sache sein, denn die Bilder machen vielfach einen unfertigen Eindruck. Wer sich aber auf diese Story einlässt und schon nach ein paar Seiten inmitten von Werwolf-Attacken, Blutspritzern und einem grob agierenden Batman ist, der kommt bis zum grossen Finale kaum mehr los. Für Kinder ist dieses Album aber definitiv nichts!

Batman – Ein Todesfall in der Familie – Robin lebt

Auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter wird der zweite Robin, Jason Todd, vom Joker überrascht und grausam zusammengeschlagen. Allerdings stirbt Batmans Sidekick nicht, sondern überlebt den Angriff auf wundersame Weise. Zurück in Wayne Manor wird er von allen möglichen Instanzen gepflegt, jedoch hat der Angriff nicht nur körperliche Wunden hinterlassen. Jason muss sein Trauma angehen und entfernt sich dadurch von seiner Bat-Familie. Fehlendes Vertrauen und falsche Entscheidungen lassen ihn als Robin auf die Jagd nach Vergeltung gehen. Er will den Joker! Gleichzeitig müssen Batman und Dick Grayson, der als «Nightwing» ebenfalls Teil der Fledermaus-Gang ist, verhindern, dass ihr junger Freund gnadenlos ins Verderben stürzt.

Batman – Ein Todesfall in der Familie – Robin lebt

Panini Verlag

Autor: J. M. DeMatteis, Rick Leonardi

Erscheint am: 18.02.2025

Produktart: Comics

Seitenzahl: 120

Format: 17X26

Storys: From the DC Vault: Death in the Family: Robin Lives! 1–4

Bindung: Klebebindung

Farbe/Schwarz-Weiß: Farbe

ISBN: 9783741642739

1988 waren die Fans der Batman-Comics gefragt, denn sie konnten mittels Anrufe entscheiden, ob die Figur des Robin nach einem brutalen Angriff des Jokers überleben oder sterben würde. Damals hat sich die Community dafür entschieden, Jason Todd sterben zu lassen und Batman damit in ein tiefes Loch fallen lassen. Nun kommt mit «Batman – Ein Todesfall in der Familie – Robin lebt» die alternative Geschichte zu diesem Vorfall. Denn hier überlebt der Sidekick von Batman und muss sich danach über knapp 125 Seiten mit Schmerzen aller Art herumschlagen. Daraus ergibt sich ein Band, das vom Unterhaltungsfaktor nicht an andere Geschichten herankommt, aber das «Was wäre wenn»-Szenario trotzdem auf interessante Arten durchspielt. Aber ob wir einen weiteren Band brauchen, in dem Batman sich darüber sorgt, dass er zwei Jugendlichen ihre Kindheit genommen hat, ist sicher diskutabel.

Comic Batman - Ein Todesfall in der Familie - Robin lebt! auf schwarzem Hintergrund.
Batman – Ein Todesfall in der Familie – Robin lebt!

Fazit Batman – Ein Todesfall in der Familie – Robin lebt!

«Batman – Ein Todesfall in der Familie – Robin lebt» nimmt also eine alte Geschichte wieder auf und zeigt mit etwas gewöhnungsbedürftigem Zeichnungsstil, was passiert wäre, wenn Robin damals überlebt hätte. Das ergibt eine ernsthaft angelegte Storyline mit zweifelnden Figuren und recht wenig Action. Es wird viel über das Trauma gesprochen und Batman alias Bruce Wayne muss sich manchen Vorwurf gefallen lassen. Am Ende liest sich dieses Album etwas harziger als andere, ist aber für Fans sicherlich einen Blick wert. Vor allem, wenn man damals Ende der 1980er ab der Ausgangslage der Geschichte etwas  zu knabbern hatte.

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Batman – Gotham War

Comicbesprechung von Batman – Gotham War

Nach den letzten Kämpfen mit dem Bösewicht «Insomnia» ist Batman körperlich am Ende und dadurch in ein Koma gefallen. Als er nach wochenlanger Auszeit wieder aufwacht und in Gotham auf Streife geht, merkt er, dass sich in seiner Absenz etwas verändert hat. Catwoman hat sich dem Problem angenommen und hat angefangen, eine Organisation aufzubauen, die Kleinkriminelle trainiert, um nur noch reiche Bewohner der Stadt zu bestehlen. Das passt unserer Fledermaus natürlich gar nicht, denn das Verbrechen wird so nicht bekämpft, sondern nur in eine andere Gesellschaftsschicht verschoben. Ausserdem kann man dem kriminellen Gesindel doch nicht trauen! Mit dieser Meinung stösst Bruce Wayne aber selbst in seiner eigenen Bat-Familie auf Widerstand und je intensiver sich die Diskussionen ergeben, desto grösser werden die Gräben zwischen Batman auf der einen und Nightwing, sowie Robin auf der anderen Seite. Als dann auch noch der unsterbliche Vandal Savage auftaucht, der Wayne Manor (mit unterirdischer Bathöhle) in Besitz nimmt, muss Batman einen Weg finden, seine Sturheit zu überwinden und Unterstützung anzufordern.

Batman – Gotham War

Autor: Chip Zdarsky, Matthew Rosenberg, Tini Howard

Zeichner: Jorge Jimenez, Mike Hawthorne

Erscheint am: 28.01.2025

Produktart: Comics

Seitenzahl: 272

Format: 18.3X27.7

Storys: Batman (2016) 137–138, Catwoman (2016) 57–58, Batman/Catwoman: The Gotham War – Battle Lines 1/Red Hood 1–2/Scorched Earth 1

Bindung: Hardcover

Farbe/Schwarz-Weiß: Farbe

ISBN: 9783741642616

«Batman – Gotham War» ist ein schweres Stück. Die gesamte Serie wurde in ein Album gepackt und zeigt uns auf fast 300 Seiten, wie Batman nicht nur gegen Bösewichte, sondern auch gegen Verbündete und vor allem seine Einstellung zu kämpfen hat. Das macht die Geschichte anspruchsvoll und ernsthaft, bietet aber auch inhaltlich einiges mehr als das durchschnittliche Gekloppe. Die Diskussionen über Einstellungen und Tätigkeiten, über Recht und Unrecht, sowie Familienmitglieder und deren eigener Meinung sind das Herzstück dieser Geschichte. Das Autorentrio setzt bei den Dialogen Interesse und Konzentration voraus und die Zeichner liefern dazu düstere und dunkle Bilder. Mit der Masse von auftauchenden Charakteren wird zudem einiges an Kenntnis vorausgesetzt, da man Figuren wie Vandal Savage, Professor Pyg oder Black Mask nur schwer der Batman-Storyline zuordnen kann.

Fazit von Batman – Gotham War

Für «Batman – Gotham War» braucht es Zeit und Interesse. Die Story entwickelt sich langsam, die Vorgeschichte einzelner Figuren sollte man kennen und das Album, in dem acht Geschichten vereint wurden, ist auch physisch kein Leichtgewicht. Trotzdem, wer sich auf die Story einlässt, der bekommt eine ernste und anspruchsvolle Geschichte geboten, die es zu lesen lohnt. Selten war die Bat-Familie zu entzweit und Bruce Wayne auf sich allein gestellt. Das Ziel ist ehrenwert, die Gangart des schwarzen Rächers darf hier aber angezweifelt werden.


Disclaimer: Dieses Buch wurde uns freundlicherweise vom Verlag (Panini) kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser Blogpost widerspiegelt unsere eigene Meinung über das Comic. Es wurde weder Einfluss auf uns genommen, noch wurden wir für den Blogpost bezahlt. Das Cover, wurde vom Verlag für diese Comicbesprechung zur Verfügung gestellt.

Captain America: Sam Wilson gegen Hydra

Captain America: Sam Wilson gegen Hydra – Steve Rogers hat das Alter eingeholt und er hat sein Kostüm, seinen Schild und natürlich den Namen «Captain America» an Sam Wilson übergeben, der bis dahin als «Falcon» unterwegs war. Und die erste Bedrohung für den neuen Captain lässt nicht lange auf sich warten: Baron Zemo, ein gerissener Bösewicht, der die Nazi-Zeit wieder auferstehen lassen will, hat sich mit Seinesgleichen organisiert und will die ganze Welt mittels einem Virus sterilisieren. Nur noch die Anhänger von «Hydra», der Terrororganisation, sollen fähig sein, eine neue Welt zu schaffen. Um dieses Vorhaben zu vereiteln, taucht Sam Wilson tief in eine Verbrecherorganisation ein und merkt bald, dass nicht nur verloren geglaubte Kollegen noch immer fleissig sind, sondern auch, dass bei Hydra auch jemand mitspielt, der überraschenderweise auf Wilson’s Seite steht. Oder doch nicht?

Captain America: Sam Wilson gegen Hydra

Captain America: Sam Wilson gegen Hydra

Verlag: Panini
Autor: Rick Remender
Zeichner: Stuart Immonen
Produktart: Comics
Seitenzahl: 152
Format: 17 X 26 cm
Storys: All-New Captain America (2014) 1–6
Bindung: Hardcover
Farbe/Schwarz-Weiß: Farbe
ISBN: 9783741641404

2014 wurde in den Comics der weltbekannte Schild von Captain America an Sam Wilson übergeben. Daraus schuf man eine eigene Heftreihe («All New Captain America»), die nun als «Marvel Must Have: Sam Wilson gegen Hydra» neu aufgelegt wurde. Die interessante Story aus der Feder von Rick Remender, der schon Comics für den «Terminator» oder «The Avengers» geschrieben hat, kommt flüssig daher und bringt einige bekannte Bösewichte aus dem Marvel-Universum zurück ins Geschäft. Wenn «Hydra» aktiv ist, tauchen sie alle wieder auf und versuchen unseren Helden das Leben schwer zu machen. Gezeichnet wurde die Story von Stuart Immonen, der sich in letzter Zeit auf die Abenteuer von Spider-Man konzentriert hatte.

Fazit

Natürlich hat es Sam Wilson etwas schwieriger als Steve Rogers, da dieser über die Jahrzehnte zu einem Grundgerüst der Marvel-Comics wurde. Trotzdem, auch der neue Captain America macht in diesem Abenteuer vieles richtig, der Lesefluss ist angenehm und auftauchende Charaktere, sowie Wendungen der Story machen aus dem Heft eine spannende und lesenswerte Lektüre. Wer also einen Zusatz zum aktuellen Kinofilm «Captain America: Brave New World» braucht, ist hier genau richtig.

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Avengers: Der endlose Krieg

Avengers: Der endlose Krieg – In Slorenien, einem kleinen Staat in Nordosteuropa, herrscht Bürgerkrieg. Die Rebellen organisieren sich dabei immer besser und eines Tages schiessen sie eine Drohne vom Himmel, die eine amerikanische Kennzeichnung hat. Diese Information gelangt bald zu den Avengers, von denen sich Captain America Steve Rogers durch diesen Fund an Vorfälle erinnert, die er in früheren Kriegen erlebt hat. Gleiches gilt für Donnergott Thor, der in seiner Vergangenheit gegen ein mystisches Monster gekämpft hat, aber es nicht erlegen konnte. Dieser aufgetauchte Kriegsgegenstand steht in Zusammenhang mit den Erinnerungen beider Männer, weshalb sie die restlichen Avengers (Iron Man, Black Widow, Hawkey und zum ersten Mal auch Wolverine) in den Flieger stecken und sich die Situation in Slorenien genauer anschauen. Dabei stürzen sich die Superhelden nicht nur in unübersichtliche Kriegswirren, sondern müssen auch eigene Missionen erledigen, um mit der Vergangenheit abschliessen zu können.

Avengers: Der endlose Krieg

Verlag: Panini
Autor: Warren Ellis
Zeichner: Mike Mckone
Produktart: Comics
Seitenzahl: 128
Format: 17 X 26 cm
Storys: Avengers: Endless Wartime
Bindung: Hardcover
Farbe/Schwarz-Weiß: Farbe
ISBN: 9783741640926

Warren Ellis (Story) und Mike McKone (Zeichnungen) nehmen uns in «Avengers: Der endlose Krieg» in ein Abenteuer mit, das zwar gewohnt viel Action bietet, aber auch ernsthafte Hintergründe anspricht. Daraus ergibt sich eine Geschichte, die mit spektakulären Bildern (vor allem bei der Thor-Mission) glänzen kann, aber auch in den ruhigeren Momenten, in denen die Story vorangetrieben wird, absolut auf der Höhe bleibt. Mit den Helden, die mit ihren typischen Charaktereigenschaften glänzen, wurden dazu Figuren in die Geschichte geholt, die sich immer wieder anzanken und auch in den grössten Engpässen einen dummen Spruch ablassen. Das lockert die Story auf und bietet somit auch für diejenigen einen Lesewert, die mit ständigem Kriegsgewirr weniger anfangen können.

Avengers - der endlose Krieg - Marvel Must Have
Avengers – der endlose Krieg – Marvel Must Have

Fazit

„Marvel Must Have: The Avengers – Der endlose Krieg“ ist mit 128 Seiten ein schönes Album geworden, vereint es doch die ganze Reihe von 2013 in einer fortlaufenden Story und lässt den Helden genügend Platz zur Entfaltung, neben dem grossen Actionteil. Anspruchsvoll ist die Geschichte weniger, dafür machen die Bilder viel Freude und hinterlassen am Ende einen absolut lesenswerten Eindruck.

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Spider-Man: Im Netz des Grauens

Ein komisches Lied, das ihm nicht aus dem Kopf geht, beschäftigt Peter Parker alias Spider-Man. Erst in einem Traum aufgetaucht, verfolgt es nun unsere Spinne auch im Alltag und sorgt dafür, dass Peter keinen Schlaf findet und bald Wirklichkeit und Illusion immer stärker miteinander verschwimmen. Einen Ausweg aus dieser Misere zu finden, wird für den Wandkrabbler zur grossen Herausforderung. Ausserdem taucht auch noch «Spidercide» auf, ein Klon Parkers mit bösen Absichten, welcher Spider-Man in einen brutalen Kampf verwickelt, der Parker nach einer weiteren schlaflosen Nacht sogar seine Kräfte zu rauben scheint. Er wacht in einer fremden Wohnung auf, niemand kennt ihn und Hilfe sucht er vergebens. Am Ende seiner geistigen und körperlichen Kräfte muss er sich nun fragen, wer ihm auf diese spukhafte Art schaden will und wie man aus diesem verdammten Albtraum entfliehen kann.

Spider-Man: Im Netz des Grauens

Panini Verlag

Autor: Saladin Ahmed
Zeichner: Juan Ferreyra
Seitenzahl: 184
Format: 17 X 26 cm
ISBN: 9783741636431

Mit «Spider-Man: Im Netz des Grauens» liefern der preisgekrönte Top-Autor Saladin Ahmed und der Zeichner Juan Ferreyra eine waschechte Horrorstory ab. Gefangen in einem Wirrwarr zwischen Illusionen, Vorstellungen, schrecklichen Geschöpfen und der eigenen Panik muss Peter Parker in 188 Seiten einen Ausweg aus der Misere finden, die ihn ansonsten langsam zerstört. Das bedeutet für den Leser jede Menge albtraumhafter Bilder mit schrägen Figuren und einem Helden mittendrin, der nicht mehr weiss, wo vorne und hinten ist. Keine Geschichte für junge Leser also, sondern schon eher für diejenigen, die diesem Grusel etwas abgewinnen können. In die dunkle Jahreszeit passen solche Geistergeschichten aber natürlich die wie Faust aufs Auge.

Fazit

«Spider-Man: Im Netz des Grauens» fährt zwar mit sehr ausdrucksstarken Bildern und Zeichnungen auf, hat aber im Storytelling die eine oder andere Schwäche. Mit dem allseits beliebten Spider-Man wird aber ein absoluter Publikumsliebling ins Zentrum gesetzt, dem man solche schweren Geschichten nicht unbedingt zutrauen würde. Ein Comic, das durchaus interessant daherkommt, von dem man aber nicht so gefangen wird, wie das bei anderen Spidey-Geschichten der Fall ist.  

Spider-Man: Die Rache der Sinister Six

Spider-Man Peter Parker und Gattin Mary Jane sind in Entscheidungsnot. Sind sie bereit für ein Kind und was passiert mit der Filmkarriere von MJ? Während sich Parker darüber den Kopf zerbricht, ist die Dunkle Seite nicht untätig und formiert sich unter der Führung von Dr. Octopus. Der hat sich in einer andere Dimension Adamantium-Arme organisiert, mit denen er unbesiegbar scheint. Und trotzdem holt er sich Electro, Mysterio, den Geier und den Hobogoblin ins Team, um gemeinsam die ganze Welt zu erobern. Nur mit dem Sandman will es nicht so recht klappen, weil der Kerl ja in letzter Zeit Zweifel am Verbrechertum hegt und sich nicht so recht einspannen lässt. Bevor aber die Eroberungstour losgeht, müssen die «Sinister Six» an Spider-Man vorbei, der sich, nach einer ersten blamablen Niederlage, nun Verstärkung geholt hat. Der Hulk ist nun ebenso von der Partie wie der flammende Ghost Rider, der sich die Seelen der Bösewichte schnappen will. Es läuft deshalb auf eine Konfrontation hinaus, welche die Welt noch nicht gesehen hat.

Spider-Man: Die Rache der Sinister Six

Panini Verlag

Autor: Erik Larsen
Zeichner: Erik Larsen
Seitenzahl: 160
Format: 17 X 26 cm
Bindung: Hardcover
ISBN: 9783741638787

Die 1990er-Jahre sind in Sachen Comics eine Wundertüte. Kurrlige Geschichten wurden ebenso veröffentlicht, wie Stories, die es locker zum Kultstatus schafften und noch heute von den Fans heiss geliebt werden. Eine dieser Geschichten, ein «Marvel Must-Have» ist «Spider-Man – die Rache der Sinister Six», welches nun neu im dicken und tollen Sammelband veröffentlicht wurde. Comic-Legende Erik Larsen haut dabei alles raus, was es für einen guten Spider-Man-Comic braucht: Action, Spass, ein loses Mundwerk und immer wieder schüchterne Anspielungen auf ein normales Leben, das Peter Parker doch eigentlich gerne führen würde. Mit dem Miteinbezug von bekannten Helden dem Hulk und ein paar fremden Figuren wie Deathlock oder Solo nimmt die Story schon fast epische Ausmasse an. Und wem der Name «Gog» noch etwas sagt, der kommt ebenfalls auf seine Kosten.

Spiderman

Fazit

«Spider-Man: Die Rache der Sinister Six» ist ein typischer Comic aus den 1990ern. Etwas unübersichtlich, sehr dramatisch und mit relativ kleiner Schrift versehen. Es passiert andauernd etwas, Seiten werden gewechselt, Überraschungsauftritte gefeiert und die Action zelebriert. Das geht etwas auf die Kosten einer geordneten Story mit Spannungsaufbau und Höhepunkt, macht aber vor allem Fans der älteren Geschichte einen Riesenspass. Wer sich ab den etwas altbacken wirkenden Zeichnungen, die aber absolut gefallen, nicht stört, der bekommt hier eine Story, die sich über 160 Seiten ausdehnt und für Leser eine tolle Reise in eine vergangene Comic-Zeit darstellt. Sehr gut!