Rezept für Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig

Länger habe ich kein Brot mehr selber gebacken, was irgendwie total untypisch für mich ist, hatte ich doch lange Zeit jede Woche bis zu zwei frische Brote gebacken. Dabei gibt es nichts Besseres als ein frisches, noch leicht lauwarmes Stück Brot mit einem Stück guter Butter darauf….

Dieses Topfbrot ist mit seinem Roggenmehlanteil und dem Sauerteig sehr wohlschmeckend, dabei ist es relativ schnell und einfach gemacht.

 

Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig
Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig

Wer noch keinen Sauerteig seinen eigen nennt, kann ihn ganz einfach selbst herstellen. Ich habe euch in einem Artikel über Sauerteig beschrieben, wie ich das mache.

 

Rezept für Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig

200 g Rogenmehl
300 g Weissmehl
10 g Salz
10 g frische Hefe
1 TL Zucker
300 ml Wasser
Mehl zum verarbeiten und bestreuen des Brotes
Die Mehle und das Salz in einer Schüssel gut miteinander vermischen. Die Hefe in die Schüssel bröckeln und den Zucker darüber streuen. Alles vermischen. Den Sauerteig und das Wasser zugeben. Alles miteinander verrühren und nur kurz zusammen kneten. Der Teig darf dabei klebrig sein. Den Teig in eine Schüssel geben und an einem warmen Ort für ca. 2 Stunden auf das Doppelte aufgehen lassen. Das Brot auf wenig Mehl geben und zu einem Runden Brot formen. Mit dem Verschluss nach unten in eine gut bemehlte Schüssel geben (wichtig, damit das Brot sich später gut löst). Zugedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit einen Gusseisentopf mit Deckel auf 230 Grad im Backofen vorheizen. (Achtung! Bitte prüft, ob euer Topf mit den hohen Temperaturen klar kommt und er keine Teile aus Plastik hat. – Herstellerhinweise beachten!) Achtung der Topf ist sehr heiss!

Das Brot in den heissen Topf gleiten lassen und mit Mehl bestreuen. Den Topf mit dem Deckel verschliessen und für 30 Minuten geschlossen backen. Danach den Deckel entfernen und das Brot für weitere 20 bis 25 Minuten backen. Aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig
Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig

En Guete!

Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig
Topfbrot mit Roggenmehl und Sauerteig

 

Synchronbacken – Ruchbrot mit Lievito Madre

Am Weekend stand mal wieder das Synchronbacken (#synchronbacken) mit Sandra von Snuggs Kitchen und Zorra vom Kochtopf auf dem Program. Dieses Mal wurden ganz viele „Beilagenbrote“ gebacken, die Herausforderung dabei war für mich der Levito Madra. Leider hatte ich es bis anhin noch nicht geschafft, einen zu züchten und so auf die Schnelle ist da nichts zu machen, denn einen Levito Madre von Grund auf zu Züchten braucht seine Zeit. Nicht desto trotz gibt es da ein kleines Hintertürchen, es ist möglich einen Sauerteig umzuzüchten und auf diesem Weg an einen Levito Madre zu kommen. Das Rezept oder eher die Anleitung dazu habe ich für euch schon aufgeschrieben und gepostet: Rezept Levito Madre aus Sauerteig.

 

Ruchbrot mit Lievito Madre
Ruchbrot mit Lievito Madre

Beilagenbrot ist für mich ein ungewöhnliches Wort, welches ich so noch nie benutzt habe, mich jetzt allerdings dazu ebracht hat, mal darüber nachzudenken. In Restaurant, meist gutbürgerlich mit Schweizer Küche, gehört meines Erachtens, ein Körbchen mit Brot dazu. Bei diesem Brot handelt es sich, zumindest in meiner Erinnerung, meist um Ruchbrot. Ruchbrot ist bei uns weitverbreitet und schon fast allgegenwärtig, gerne werden daraus auch Faustbrote gemacht. Ruchbrot hält sich deutlich länger als Weissbrot und bleibt auch am zweiten Tag noch „frisch“.

 

Ruchbrot mit Lievito Madre

Rezept für ein „Beilagenbrot“ bzw. für ein Weissbrot mit Ruch- und Vollkornmehl

Poolish

150 g Wasser
150 g Ruchmehl
0,1 g Hefe

Alle Zutaten für das Poolish gut vermischen und bei Raumtemperatur mit einem Küchentuch zugedeckt 16 Stunden reifen lassen.

Hauptteig

Poolish
50 g Vollkornmehl
250 g Ruchmehl
175 g Wasser
11 g Salz
2 g Hefe
40 g Olivenöl
50 g Lievito Madre

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten, dies dauert von Hand ca. 10 Minuten. Den Teig in eine Schüssel geben, zudecken und für ca. zwei Stunden bei Raumtemperatur auf das Doppelte aufgehen lassen.Den Teig in Form bringen und nochmals ca. 20 Minuten aufgehen lassen. In der Zwischenzeit einen Gusseisentopf im Backofen auf 250 Grad (Herstellerhinweise bitte bachten) vorheizen. Das Brot in den Topf gleiten lassen und für 30 Minuten backen. Den Deckel abheben und das Brot nochmals ca. 20 Minuten bei 180 Grad fertig backen.

 

En Guete!
Ruchbrot mit Lievito Madre

Fast No Knead Bread Rezept

Brot aus dem Gusseisentopf

Rezepte für No Knead Bread gibt es bereits jede Menge im Netz. Das erste, welches ich vor Jahren gesehen habe, war glaube ich sogar in einer Tageszeitung. Irgendwie fand ich das damals zu aufwendig und so habe ich für mich nur das Backen im Topf ausprobiert. Diese Vorgehensweise hat bei mir, bei praktisch jedem Brot, sehr gut geklappt. Das Brot wird so immer schon knusprig, fast wie aus dem Holzkohlenofen. Allerdings habe bis jetzt immer in meinem Bräter oder der ovalen Cocotte gebacken, weil ich leider bis jetzt keinen runden Gusseisentopf mein Eigen nennen durfte. Beim Backen des No Knead Breads musste ich aber feststellen, dass meine Töpfe zu gross sind und mir darum das Brot ziemlich zerlaufen und somit zu Flach ausgefallen ist.

 

Rezept für "Fast No Knead Bread"
Rezept für „Fast No Knead Bread“

In einem passenden Topf wird das Brot aber um einiges schöner und drum habe ich mir letzte Woche auch einen Gusseisentopf von der Ikea mit nach Hause gebracht. Eigentlich habe ich mich dort mit einer Freundin zum Frühstücken und ein „bisschen“ Plaudern getroffen, aber dabei ist es natürlich nicht geblieben! Statt Kerzen, Servietten und Co. habe ich dieses Mal eben einen Gusseisentopf in meinen Einkaufswagen gepackt…

Frisch aus dem Topf - "Fast No Knead Bread"
Frisch aus dem Topf – „Fast No Knead Bread“

Weil ich selten schon am Abend vorher weiss, dass ich Brot backen möchte, habe ich für mich versucht den Prozess etwas zu beschleunigen und ich finde, das klappt so ganz wunderbar. Der Geschmack des Brotes verändert sich dabei allerdings etwas. Durch das Mehr an Hefe, schmeckt man beim Brot auch ein bisschen die Hefe heraus und die leicht säuerliche Note fällt, ohne die Übernachtgare, weg. Nichtsdestotrotz wird das Brot so sehr schmackhaft, luftig und locker im Innern und schön knusprig aussen.

 

Brot im Topf
Brot im Topf

Rezept für ein schnelles „No Knead Bread“ also ein „Fast No Knead Bread“

500 g Weissmehl
10 g Salz
3.5 g Trockenhefe
375 g warmes Wasser (nicht heiss!)

Mehl, Hefe und Salz in einer grossen Schüssel vermischen. Das Wasser dazugeben und alles so lange umrühren, bis sich alle Zutaten zu einem lockeren Teig vermischt haben. Die Schüssel abdecken und im 35 Grad warmen Ofen für ca. 1 ½ Stunde aufgehen lassen.

 

Gerührt, nicht geknetet – Teig für  das „Fast No Knead Bread“

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig von der Schüssel (der Teig sollte sehr weich sein und viele Blasen haben) direkt aufs Mehl geben. Mit der Hilfe eines Teigschabers den Teig von jeder Seite her übereinander falten. Ein Küchentuch in eine Schüssel legen und überall sehr gut bemehlen (sonst bleibt der Teig später am Tuch hängen). Den Teig mit der Teignaht nach unten auf das saubere, bemehlte Küchentuch geben. Grosszügig bemehlen und mit einem Küchentuch abdecken. Nochmals für eine halbe Stunden gehen lassen. 30 Minuten vor dem Backen einen Gusseisentopf (z.B. dem Senior von Ikea) mit geschlossenem Deckel in den Ofen stellen und diesen auf 220 Grad vorheizen. Den Teig in den vorgeheizten Topf geben. ACHTUNG! Der Topf ist sehr heiss!!! Den Topf mit dem Deckel drauf für 30 Minuten in den heissen Ofen stellen. Danach den Deckel abnehmen und das Brot für weitere 20 bis 25 Minuten backen bis es goldbraun wird. Das Brot aus dem Topf heben und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Anschnitt vom "Fast No Knead Bread"
Anschnitt vom „Fast  No Knead Bread“

 

 

En Guete!

Fast No Knead Bread

 

Brot backen im Bräter oder Gusseisentopf; Rezept

Seit ich vor mehr als einem Jahr diesen Artikel gelesen habe, backe ich mein Brot gerne im Bräter. Es wird fein und knusprig wie aus dem Holzofen.

Brot aus dem Bräter oder Gusseisentopf

Den Teig mache ich ganz „normal“ auf die schnelle Tour, weil ich mich meist sehr kurzfristig zum Brotbacken entscheide. Im Artikel wird ein Teig mit weniger Hefe, dafür mit Bier zubereitet und muss dann 12 bis 18 Stunden gehen. Für mich geht das zu lange.

Leider habe ich keinen runden Gusseisentopf mehr in der Küche und weil die Dinger sehr teuer sind und ich sie sowieso auf meinem Herd nicht gebrauchen kann, wollte ich auch keinen kaufen. Ausprobieren wollte ich das ganze aber doch und so habe ich es einfach mal in meinem uralten Bräter ausprobiert. Es hat wunderbar geklappt. Und so hat mein Bräter noch eine zweite Bestimmung gefunden.

Grundrezept Brot

 500g Weissmehl (oder Ruch-, Bauern, Vollkornmehl oder gemischtes Mehl)
1 ½ TL Salz
½ TL Zucker
21g Frischhefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)

350 ml lauwarmes Wasser

Die trockenen Zutaten vermischen. Die Hefe im Wasser auflösen und zugeben. Alles miteinander vermischen und ca. 10 Minuten zu einem schönen Teig kneten. Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem Tuch zugedeckt aufs Doppelte aufgehen lassen. Das braucht je nach Raumtemperatur ca. 1 ½ Stunden. Den Teig flachdrücken, ringsum in die Mitte falten und zu einem Laib formen. Je nach Form des Bräters oder Gusseisentopes, das Brot rund oder länglich formen. Umgekehrt auf ein bemehltes Tuch legen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen und den Bräter im unteren Teil des Ofens auf 240 Grad vorheizen. Den Bräter vorsichtig aus dem Ofen nehmen und das Brot mit Hilfe des Tuches kopfüber (so, dass die glatte Oberseite jetzt oben ist) in den Topf gleiten lassen. Den Topf zudecken und für 30 Minuten in den Ofen schieben. Den Deckel entfernen und das Brot nochmals ca. 20 Minuten bei 180 Grad fertig backen.

Vollkornbrot aus dem Bräter
Natürlich wird auch Vollkorn-, Bauern oder Ruchbrot ganz wunderbar auf diese Art.

En Guete!